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Richtfest am Feuerwehrgeräte- und Dorfgemeinschaftshaus Schürsdorf: „Was lange währt, wird endlich gut“

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Schürsdorf. „Was lange währt, wird endlich gut“, mit diesem schon so häufig zitierten Worten begann Bettina Schäfer, Bürgermeisterin der Gemeinde Scharbeutz, am vergangenen Freitag ihre Rede zum Richtfest für das neue Feuerwehrgeräte und Dorfgemeinschaftshaus in Schürsdorf. „Ich glaube, dieser Spruch passt mehr denn je. Ich freue mich so sehr, heute mit Ihnen dieses Richtfest feiern zu können“, hieß sie die Anwesenden zum offiziellen Festakt willkommen.
Gerade für die Feuerwehr Schürsdorf sei dem Ganzen ein sehr langer Prozess vorausgegangen. Seit 2009 haben die Verantwortlichen ein gemeinsames Nutzungskonzept für Feuerwehr- und Dorfgemeinschaftshaus verfolgt, dem der Sozial- und Kulturausschuss dann im September 2013 seinen Segen gegeben hat. Schon ein Jahr zuvor war mit der Standortsuche begonnen worden.
Drei Standorte wurden seinerzeit favorisiert. Letztlich fiel die Entscheidung auf das heutige Bauland am Bövelsredder, um unter anderem auch ein rasches Ausrücken der Wehr nach Klingberg zu gewährleisten. Parallel wurde zwar ebenso noch der Anbau an das heutige Gerätehaus untersucht, aber dann doch verworfen.
Bettina Schäfer: „Endlich wird eine räumliche Lösung geschaffen, mit der die bisherige unzulängliche Unterbringung bald beendet wird und die volle Einsatzbereitschaft der Feuerwehr bestmöglich hier in Schürsdorf sichergestellt wird.“
Und weiter: „Wir alle wissen, dass die Arbeit der Feuerwehren für das Gemeinwohl wichtig und unverzichtbar ist. Und wir haben hier eine tolle Truppe unter der Führung von Henrik Nitz, die in jeder Weise diese Unterstützung verdient.“
Allen Beteiligten sei es in beeindruckender Weise gelungen, diese Anlage so zu gestalten, dass sie „unserer Feuerwehr Schürsdorf genauso ein Zuhause bietet wie dem ganzen Dorf, und darüber hinaus Platz für die Aufführungen unserer Schürsdorfer Speeldeel und dem Musik- und Comedytheater Schürsdorf, die vielfältigen Veranstaltungen des kulturellen und gesellschaftlichen Lebens unseres ,Wohlfühldorfes‘ und der ganzen Gemeinde Scharbeutz.“
Mit der Verwirklichung eines gemeinsamen Feuerwehrgeräte- und Dorfgemeinschaftshauses werden am Standort Bövelsredder 2b insgesamt rund 3,6 Millionen Euro investiert, was die Verwaltungschefin als „ein ganz klares Votum unserer Politik für unser Binnenland, für die Entwicklung und Förderung unseres Binnenlandes“ wertete.
Geplant waren in den Jahren 2017/18 einmal 2,7 Millionen Euro. „Das Handwerk boomt, hat goldenen Boden. Materialien werden teurer, die Technik entwickelt sich zugunsten unserer Umwelt. All das kostet Geld“, begründete sie die nicht unerhebliche Kostensteigerung.
„Und so sind wir dankbar für die Förderung dieses Projektes mit 450.000 Euro durch die Aktivregion und das LLUR“.
Im Moment laufen noch einige Ausschreibungen. Und trotz vieler Verzögerungen, insbesondere durch langwierige und umfangreiche Erd­arbeiten und den erforderlichen Bodenaustausch, soll das Gebäude im Juli nächsten Jahres fertiggestellt werden.
Auf dem insgesamt 6.641 Quadratmeter großen Grundstück wird im Erdgeschoss eine Fahrzeughalle mit zwei Stellplätzen, Umkleideräumen für 30 Kameradinnen und Kameraden sowie ein Raum für Einsatzbesprechungen mit anliegender Teeküche entstehen. Im Obergeschoss befinden sich dann noch zwei Technikräume sowie weitere Räumlichkeiten, „die unter anderem auch zur Unterbringung einer Jugendfeuerwehr dienen können“.
Der Teil des Dorfgemeinschaftshauses erhält einen großen Mehrzweckraum, der für Sitzungen und Veranstaltungen der Dorfschaft und der Gemeindevertretung, aber eben auch für Vorstellungen der hiesigen Theatergruppen genutzt werden kann. Gerade für diesen Zweck gibt es weitere Räume für das Bühnenbild, Requisiten und die entsprechenden Umkleiden. Für die Bewirtung im Zuge der Veranstaltung ist eine Küche mit Durchreiche geplant. Zudem wird es hier auch ein Büro für die Dorfschaft geben.
Insgesamt entsteht hier eine Nutzfläche von 903 Quadratmeter, wovon rund 464 Quadratmeter auf dem Bereich der Feuerwehr, 358 Quadratmeter auf dem Bereich der Dorfschaft und rund 81 Quadratmeter auf die Gemeinschaftsflächen entfallen. Im Außenbereich werden 46 Pkw-Stellplätze zur Verfügung stehen.
„Endlich ist der größte Schritt geschafft. Auf Ihr Wohl, liebe Handwerker und Planer“, sagte Bettina Schäfer zu den am Bau Beteiligten. Sie freue sich bereits jetzt, im Sommer „mit Ihnen allen die Einweihung feiern zu können.“


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