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„Smart Health“ bringt die Städte Norderstedt und Bad Schwartau voran

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v.l.: Theo Weirich (Geschäftsführer, wilhelm.tel), Bürgermeister Dr. Uwe Brinkmann (Bad Schwartau), Sonja Bahnsen (Chief Digital Officerin, Norderstedt), Oberbürgermeisterin Elke Christina Roeder (Norderstedt), Dieter Witasik (Projektmanagement Smart Health, ews group).

v.l.: Theo Weirich (Geschäftsführer, wilhelm.tel), Bürgermeister Dr. Uwe Brinkmann (Bad Schwartau), Sonja Bahnsen (Chief Digital Officerin, Norderstedt), Oberbürgermeisterin Elke Christina Roeder (Norderstedt), Dieter Witasik (Projektmanagement Smart Health, ews group).

Foto: D. Witasik/ews group/hfr

Bad Schwartau. Die Digitalisierung ermöglicht ganz neue Konstellationen der Zusammenarbeit. Jetzt fördert die Landesregierung Schleswig-Holstein im Rahmen ihres Digitalisierungsprogramms 2021/22 ein interkommunales Gesundheitsprojekt der Städte Norderstedt und Bad Schwartau – mit Verbindung zu ländlichen Gemeinden.

„Gerade in Pandemiezeiten erfahren wir, wie wichtig die Verknüpfung und Nutzung von Daten für eine optimale Gesundheitsversorgung ist“, sagte Schleswig-Holsteins Gesundheitsminister Dr. Heiner Garg anlässlich der Vorstellung des Projektes „Smart Health“ am 1. April.

Im Rahmen des Projektes soll eine Digitalstrategie für die Kommunen entwickelt und smarte Lösungen mit etablierten Partnern vor Ort umgesetzt werden. Dabei stehen nutzerorientierte, niedrigschwellige Angebote zur Prävention und Gesundheitsförderung im Mittelpunkt.

„Ich freue mich, dass Bürgerinnen und Bürger ihre Wünsche und Ansprüche mit in das Smart-Health-Projekt einbringen können. So können praxisorientierte Anwen- dungen geschaffen werden, um die Lebensqualität der Schleswig-Holsteinerinnen und Schleswig-Holsteiner zu sichern“, so Garg.

Eingebunden sind das für die ländlichen Räume zuständige Innenministerium, die Technische Hochschule Lübeck mit ihrem Bereich Gesundheitswirtschaft sowie der LandFrauenVerband Schleswig-Holstein.

Schleswig-Holstein verfolgt ein ambitioniertes Ziel: Es will das digitalisierungsfreundlichste Bundesland werden. Mit der Neuauflage ihres Digitalisierungsprogramms unterstützt die Landesregierung nun gezielt die Transformation vieler gesellschaftlicher Bereiche. Schwerpunkte des Zehn-Millionen-Euro-Förderpakets bis Ende 2022 sind besseres Ler- nen und Arbeiten, Digitalisierung ländlicher Räume, Nachhaltigkeit und moderne Verwaltung. Das Smart-Health-Projekt aus dem Gesundheitsministerium wird mit rund 270.000 Euro gefördert.

„Digitalisierung ist ein Zukunfts­treiber, denn digitale Teilhabe ermöglicht neue Formen der Zusammenarbeit“, betonte Minister Jan Phillipp Albrecht, in dessen Ressort Digitalisierung angesiedelt ist. Große Chancen biete die Digitalisierung für zukünftigen Wohlstand, ökonomisches Wachstum, Chancengleichheit und für viele weitere Lebensbereiche der Menschen im echten Norden. „Dieses Paket macht Schleswig-Holstein besser und digitaler“, so Albrecht.

Beim Thema Gesundheit geht es künftig ganz wesentlich um die Stärkung der Gesundheitskompetenz jedes Einzelnen und um die Förderung einer resilienten Gesellschaft. Der niedrigschwellige Umgang und die präventive Nutzung von Gesundheitsdaten spielen hier eine wichtige Rolle. Es gilt, im Alltag vorzubeugen, den Fokus mehr auf das „Gesund-Bleiben“ zu richten – und damit Lebensqualität zu sichern. Doch dafür ist ein Bewusstseinswandel notwendig: Bürger und lokale Gesundheitspartner müssen aktiv mitwirken.

Heute können mit digitalen „Gesundheits-Armbändern“ oder Smartphone-Anwendungen sehr einfach die Prävention und Gesundheitsförderung bis hin zu Ferndiagnostik und Monitoring unterstützt werden. So lassen sich zum Beispiel regelmäßige Basis-Gesundheitschecks durchführen. Durch das Projekt soll die Akzeptanz für Smarte Hilfen in allen Teilen der Gesellschaft gesteigert werden.

Das Smart-Health-Projekt ist als ein bürger*innenorientiertes Entwicklungsprojekt konzipiert, mit dem gezielt Erfahrungen gesammelt werden sollen. Gemeinsam mit den Akteu- ren vor Ort sollen die Bedarfe und die Nachfragen ermittelt werden. Dies soll in enger Abstimmung mit lokalen Gesundheitspartnern erfolgen. Eine smarte Anwendung ist nur dann gut, wenn sie die Menschen erreicht. Und genau deshalb werden die Bürger*innen gefragt: ‚Was wünschen Sie sich? Mit welchen Hilfen können wir Sie – einfach und digital – unterstützen?‘.­­­

Norderstedt (Kreis Segeberg) mit seinen mehr als 80.000 Einwohner*innen treibt seit rund 20 Jahren die Digitalisierung voran. Innerhalb der Digitalen Agenda für das smarte „Ökosystem“ der Stadt ist Smart Health ein weiterer Baustein. „Gesundheitsförderung und Gesundheitsgerechtigkeit für alle gesellschaftlichen Gruppen ist eines unserer Ziele“, erläuterte Oberbürgermeisterin Elke Christina Roeder. Dabei wolle die Stadt die Chancen digitaler Anwendungen nutzen, bis hin zur Einbindung des Smartphones. „So erreichen wir viele Menschen. Grundvoraussetzung ist die Mitwirkung der Bürgerinnen und Bürger. Ich kann alle beruhigen: Wir haben höchste Standards beim Datenschutz.“

Dafür steht die städtische wilhelm.tel GmbH mit Geschäftsführer Theo Weirich: „Unsere Daten lagern in eigenen Rechenzentren in Norderstedt.“ Die Förderung durch das Programm „Digitales SH“ sei ein weiterer guter Anschub, „jetzt können wir mit Partnern im Norden durchstarten“.

Ein wichtiger Partner ist Bad Schwartau als anerkannter Gesundheits- und Kurstandort mit 20.000 Einwohner*innen. Dort ist eine Vielzahl medizinischer und gesundheitsfördernder Einrichtungen seit Langem etabliert. „Wir haben bereits heute eine hohe Lebensqualität und eine herausragende gesundheitliche Versorgung“, sagte Bürgermeister Dr. Uwe Brinkmann. „Smart Health ist ein Zukunftsbaustein und wird unsere digitale Transformation beflügeln.“ Er freue sich auf die Zusammenarbeit mit den Projektpartnern – die interkommunale Kooperation als Städte-Tandem erhalte durch die digitalen Austauschformate neue Möglichkeiten, „die wollen wir zum Nutzen unserer Bürgerinnen und Bürger angehen“.

Wissenschaftlich begleitet wird das Projekt von den beiden Medizinern und Gesundheitswissenschaftlern der TH Lübeck, Prof. Dr. med. Sabine Framke und Prof. Dr. med. Oliver Rentzsch.


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