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20 Jahre „Kinder auf Schmetterlingsflügeln“

20 Jahre „Kinder auf Schmetterlingsflügeln e.V.“: Emotionale Festveranstaltung im Zeichen des Trostes und des Zusammenhalts

Zu den vielen prominenten Gästen, die Stephan Perner (hinten, re.), Vorsitzender des Kinder auf Schmetterlingsflügeln e.V., begrüßen konnte, zählten auch die Bürgermeister der Hansestadt Lübeck, Jan Lindenau, und der Gemeinde Ratekau, Thomas Keller, sowie die Landtagsabgeordnete (SPD) Sandra Redmann.

Bild: hfr

Pansdorf. Mit einem Festakt voller Dankbarkeit, tiefer Emotionen und hochkarätigen Gästen feierte der Verein „Kinder auf Schmetterlingsflügeln“ am vergangenen Samstag sein 20-jähriges Bestehen im Haus Pegasus. Der Verein, der seit zwei Jahrzehnten trauernde sowie von schwerer Krankheit betroffene Kinder, Jugendliche und deren Familien in Ostholstein, Lübeck und Umgebung begleitet, blickte auf eine bewegte und erfolgreiche Geschichte zurück.
Unter den zahlreichen Gästen und Vertretern benachbarter Vereine und Verbände konnte der Vorstand auch prominente Gesichter aus Politik, Gesellschaft und regionalen Institutionen begrüßen. Zu den Ehrengästen zählten die Kreispräsidentin des Kreises Ostholstein, Petra Kirner, der Vorstand der Sparkassenstiftung Ostholstein Olaf Nelle sowie die Bundestagsabgeordneten Bettina Hagedorn (SPD) und Sebastian Schmidt (CDU). Ebenfalls vertreten waren die Landtagsabgeordneten Sandra Redmann (SPD) und Peer Knöfler (CDU) sowie der Bürgermeister der Gemeinde Ratekau, Thomas Keller, und der Lübecker Bürgermeister Jan Lindenau. Ihre Anwesenheit unterstrich die enorme gesellschaftliche Bedeutung und die feste Verankerung der Vereinsarbeit in der gesamten Region.

Ein geschützter Raum in der Dunkelheit
In seiner bewegenden Jubiläumsrede spannte der Vereinsvorsitzende Stephan Perner den Bogen von den Anfängen bis in die Gegenwart. Er erinnerte daran, dass der Weg zur Entfaltung eines Schmetterlings oft durch einen engen, dunklen Kokon führt – Sinnbild für die schwere Zeit, wenn eine Familie durch Krankheit oder Tod aus den Fugen gerät.
„Seit zwei Jahrzehnten ist unser Verein in Pansdorf und der gesamten Region dieser feste Halt“, betonte Perner. In den vergangenen 20 Jahren habe der Verein unzähligen jungen Menschen geholfen, den Weg aus der Isolation der Trauer zu finden. Neben den Trauergruppen für Kinder und Jugendliche hob er auch die überlebenswichtigen Angebote für verwaiste Eltern hervor. Die Gruppen seien Orte des Austauschs und des Auffangens, an denen Betroffene Gleichgesinnte treffen – „und ja, auch um wieder gemeinsam zu lachen“, so der Vorsitzende.

Besonderer Dank an Gründerin und das Team
Ein emotionaler Höhepunkt der Rede war der Dank an die Gründerin und Ehrenvorsitzende Petra Adler: „Mit Deiner Vision und Deinem unermüdlichen Einsatz hast Du den Grundstein für all das gelegt“, würdigte Perner ihr Lebenswerk, über das Adler auch ein Buch verfasst hat.
Ebenso herzlich bedankte sich der Vorsitzende beim gesamten haupt- und ehrenamtlichen Team, ohne dessen unermüdlichen Einsatz in der Begleitung und Koordination der Verein schlichtweg nicht arbeitsfähig wäre. Stellvertretend für das Hauptamt richtete er seinen Dank an Daniela („Dani“) Stienemeier-Goss und Gabriele („Gabi“) Wulff, die im Hintergrund die Fäden zusammenhalten: „Ihr alle seid das schlagende Herz und die eigentlichen Flügel dieses Vereins.
Ihr schenkt das Kostbarste, was ein Mensch geben kann: Zeit und Empathie.“ Da die Angebote für die Familien stets individuell, anonym, kostenfrei und ohne zeitliche Beschränkung ablaufen, ist diese Arbeit für die Region unersetzlich.

Gemeinsam durch stürmische Zeiten in ein stabiles Fahrwasser
Perner verschwieg in seiner Rückschau auch die jüngsten Herausforderungen nicht. Besonders die unruhige Phase vor der Neuwahl des Vorstands im Mai 2024 habe den Verein auf die Probe gestellt. Dank des unerschütterlichen Zusammenhalts aller Beteiligten habe man diese Phase jedoch erfolgreich gemeistert und den Verein gemeinsam wieder in ruhiges Fahrwasser geführt.
Mit gestärktem Fundament blickt „Kinder auf Schmetterlingsflügeln e.V.“ nun nach vorn. Die Vernetzung mit Kommunen, Kliniken und anderen Hospizdiensten wird stetig ausgebaut, um die Versorgung in der Heimat weiter zu verbessern. Zum Abschluss erneuerte der Vorsitzende das Versprechen des Vereins, auch in den kommenden 20 Jahren jene Flügel zu sein, die Familien tragen, wenn die eigene Kraft versagt.
Nach den anschließenden Grußworten der anwesenden Ehrengäste nutzten die unzähligen Besucher den Tag im Haus Pegasus für intensive Gespräche, den Austausch von Erinnerungen und die Unterstützung des Vereins durch eine Vielzahl von Spenden, die die wichtige Trauerarbeit auch in Zukunft sichern werden. (PM/SE)


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