

Ahrensbök (aj). Er ist so etwas wie der heimliche Star der Ahrensböker Theater-Aufführungen und das mag in diesem Jahr in besonderem Maße gelten. Denn Dieter Langbehn war dabei, als vor 50 Jahren die Theatergruppe Ahrensbök zum ersten Mal zur Vorstellung bat. Heute leiten seine gereimten Grußworte die Aufführungen ein, ihm gebührt also die Ehre des ersten Auftritts: „Ich habe irgendwann gemerkt, dass es mit dem Textelernen schwieriger wurde und da habe ich mich auf die Einführung verlegt“, berichtet das Ahrensböker Original. Die Begeisterung fürs Dichten habe er einem guten Lehrer zu verdanken: „Mein Deutschunterricht war top“, verrät er und gewährt Einblick in seine Mappe für „Das Wort zum Bühnenspiel“. Hier hat er die Texte der letzten Jahre abgeheftet und hieraus wird er vortragen, wenn am kommenden Freitag, 6. März, um 20 Uhr das Stück „Brave Diebe“ Premiere feiert.
Die Komödie von Jack Popplewell kommt etwas zurückhaltender daher als frühere Produktionen. Statt derber Sprüche gibt es hintersinnigen Humor: „Manche Gags zünden erst nach kurzem Nachdenken“, so beschreibt es Jens-Peter Kraushaar. Lange stand er selbst auf der Bühne, heute ist er die Instanz auf dem Regiestuhl: „Das muss ja auch einer machen“, meint er stoisch, doch das kann nicht darüber hinwegtäuschen, wie ernst er seine Aufgabe nimmt. Bis zu drei Stücke wählt er jährlich aus, stellt sie seinem Ensemble vor und gemeinsam wird dann entschieden, worauf sich das Publikum freuen darf. Wenn es nach Lesungen und Rollenverteilung auf die berühmten Bretter geht, die auch in Ahrensbök die Welt bedeuten, ist er ein akribischer Arbeiter. Anschlüsse, Auf- und Abgänge, kleine Gesten und große Blicke, das deutliche Sprechen – alles muss sitzen und wenn dem Spielleiter etwas auffällt, notiert er es in einer großen Kladde. Ebenso aufmerksam verfolgt das Technik-Team das Geschehen. Michael Freelandt, Niklas Deelmann und Martin Geisler sind dafür verantwortlich, dass der Kronleuchter erstrahlt, wenn auf der Bühne der Lichtschalter betätigt wird und sie liefern das passende Geräusch, wenn etwa ein Stuhl umfällt, weil jemand – zum Beispiel eine Einbrecherin – im Dunkeln umherschleicht.
Mit einer solchen Szene beginnt das Stück: Malin Dressel steigt als Diebin Penelope Peabody bei David Warren (Dennis Klüver in seiner ersten Hauptrolle) ein. Was als unfreiwillige Bekanntschaft beginnt, nimmt schnell unerwartete Wendungen, die der Verlobten Warrens, Helen Chandler (Franziska Martens), gar nicht gefallen. Auch die Eltern Lady Warren und Mr. Peabody (Berit Rehberg und Jörg Schössow) spielen dabei eine Rolle. Inspector Pidgeon (Bent Hirschelmann) ermittelt in bester Columbo-Manier und Butler Wilkenson (Uwe Jungenkrüger) hat zu alldem eine ganz eigene Meinung. Im Auge behalten sollte man die Juwelen, die wie von Zauberhand immer wieder an neuen Stellen auftauchen.
Ganz gleich, ob man sich „Brave Diebe“ als Familienkomödie, Krimi oder launiges Sittenbild gefallen lässt, ein vergnüglicher Abend wird es in jedem Fall. Und daran haben Soffleuse Evi Fickenscher, Lena Martens (Maske), Harald Schmeling (Vorhang) und Vivian Winkelmann mit ihrem Catering-Team ebenfalls einen gehörigen Anteil. Karten für die Aufführungen am 6., 7., 13., 14., 17. und 20. März jeweils um 20 Uhr und am 8. und 15. März jeweils um 15 Uhr gibt es zum Preis von 8 Euro Montag bis Freitag bei Wohnideen Steen in der Plöner Straße 32.




