Reporter Eutin

Eutin-Empfang als Bühne fürs Ehrenamt

Eutin (aj). Ein paar neue Akzente – angefangen beim Termin –, eine Brise frischen Windes, viel Vertrautes. Vor allem aber die Gelegenheit für die Akteur*innen der Stadt Eutin, miteinander ins Gespräch zu kommen – mit diesem Konzept wurde der Empfang von Stadt und Aufklärungsbataillon 6 „Holstein“ zu einer gelungenen Veranstaltung. 

Der veränderte Zeitpunkt brachte neue Gäste: „Die Schwalben sind da, jetzt haben wir Frühling“, konstatierte Bürgervorsteherin Elgin Lohse in ihrer kurzen Ansprache. Ihr kam die Aufgabe zu, die Repräsentant*innen aus Nachbargemeinden wie Kasseedorf, Preetz, Bad Schwartau, Malente, Süsel, Lensahn, Scharbeutz, Plön und Neustadt zu begrüßen. Die weiteste Anreise hatte vermutlich der Bürgervorsteher aus der Partnerstadt Putbus auf Rügen. Sie alle hatten nicht nur die Ehre, sich wie auch die anderen 250 Anwesenden aus Gesellschaft, Vereinen, Wirtschaft, Kultur, Politik und Sport ins Goldene Buch einzutragen. Sie durften sich zudem darüber freuen, Eutin von seiner lebendigen Seite kennenzulernen. Teil davon ist das Aufklärungsbataillon 6 „Holstein“, dessen Soldatinnen und Soldaten als Gastgebende glänzten. Den offiziellen Part dieser Rolle übernahm Major David Cadic in Vertretung für den Standkommandeur Oberstleutnant Andreas Fetzer. In einer durchaus schneidigen Begrüßung zog er es vor, sich nicht zur Wehrdienstpflicht zu äußern, versicherte aber: „Unsere Männer und Frauen werden jeden jungen Menschen, der sich entscheidet, Verantwortung zu übernehmen, bestmöglich vorbereiten!“

Verantwortung war ein passendes Stichwort für die ehrenamtlich Engagierten. In kurzen Interviews, geführt von Bürgermeister Sven Radestock und Stadtsprecherin Kerstin Stein-Schmidt, gaben sie einen Einblick in ihre Arbeit. Und es blieb nicht bei der Theorie: Die Zumba-Gruppe der BSG Eutin steuerte Show-Acts bei und der Shanty-Chor „Eutiner Wind“ brachte den Saal zum Singen. Andrea Stehr vom Eutiner Kunstkreis lud in den Kulturbahnhof KuBah ein, DLRG-Urgestein Rudi Gosch betonte die Wichtigkeit sicherer Schwimmfähigkeit: „Dafür geben wir den Kindern in unseren Kursen die Zeit, die sie brauchen“, so Gosch. Frank Lunau warb für gelebte Inklusion und lieferte gleich ein Beispiel dafür. Für ihn stand nämlich nach dem Empfang noch eine Trainingseinheit im Walking Fußball an, eine Sportart, die Menschen mit und ohne Behinderung mit viel Spaß gemeinsam betreiben. Dass die Eutiner Landfrauen weit mehr in petto haben als gute Rezepte, machte Sabine Schwarten klar: „Wir vernetzen uns, tauschen uns aus, machen Bildungsangebote“, berichtete sie. 

Wer sich fragt, was einem solchen Empfang bleibt, findet in den Gruppen und Vereinen eine Antwort: Sie alle brauchen Verstärkung, sind offen für neue Mitglieder und immer neue Ideen. Und das gilt für das Kinder- und Jugendparlament genauso wie für das THW und die Zumba-Truppe.


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