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Vogelgrippe am Großen Eutiner See: Hunde an die Leine und Funde melden

Die Kanadagänse fühlen sich wohl auf dem Großen Eutiner See, nicht nur kranke Tiere brauchen Rücksicht.

Die Kanadagänse fühlen sich wohl auf dem Großen Eutiner See, nicht nur kranke Tiere brauchen Rücksicht.

Bild: V. Graap

Eutin (aj). Rund um den Großen Eutiner See lockt der Frühling zu Spaziergängen: „Hundebesitzer sollten ihre Tiere dabei allerdings anleinen“, rät Fischerin Sabine Schwarten. Der Grund, weshalb sie gerade jetzt auf die allgemein ohnehin geltende Leinenpflicht hinweist: „Es gibt Fälle von Vogelgrippe.“ Die Zahlen sind nicht dramatisch hoch: „Seit November haben wir eine Ente und sieben Gänse positiv getestet“, teilt Kreisveterinär Dr. Marc Cursiefen auf Nachfrage mit. Die Dunkelziffer dürfte etwas höher liegen, denn beprobt werden nur Tiere, die gemeldet bzw. zur Untersuchung gebracht werden. Sabine Schwarten empfiehlt, Funde am Ufer oder auf dem Wasser zu melden: „Dafür kann man mich oder die Stadt Eutin kontaktieren“, sagt Sabine Schwarten, die den Großen Eutiner See bewirtschaftet und das Gewässer entsprechend bestens kennt. Hunde sollten nicht mit toten Tieren in Kontakt kommen, auch wenn keine direkte gesundheitliche Gefährdung besteht: „Hunde könnten die Vogelgrippe übertragen, aber die Wahrscheinlichkeit liegt im Lotto-Bereich“, erklärt Dr. Cursiefen anschaulich. 

Für erkrankte Tiere verursacht die Annäherung eines Vierbeiners Stress. Und nicht nur für sie, wie Sabine Schwarten darlegt: „Wir haben gerade die Brutphase, da sollte für die Tiere eine besondere Rücksicht gelten.“ Konkret heißt das für die Binnenfischerin: „Wer mit dem Ruder- oder Segelboot oder auch mit dem SUP auf dem Wasser unterwegs ist, sollte Abstand zu den Uferzonen und den Inseln halten und auch nicht durch Gruppen von Vögeln hindurchfahren. Das stört die Tiere und schreckt sie auf.“ Dass sich gerade Gänse gern im Seepark aufhalten, hat einen nachvollziehbaren Grund: Anders als auf geschützten Flächen wird hier regelmäßig gemäht: „Die Umgebung ist also für die Gänse besser zu überblicken als Wiesen mit hohem Gras“, erklärt Sabine Schwarten. 


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