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Eine Frage der Transparenz

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Der WVE-Vorstand mit den Neugewählten im Vordergrund: (v.li.). Thomas Menke, Hans-Wilhelm Hagen, Dr. Moritz Hinz. Hinten: Manfred Reinhardt, Anne Grüter, Stefan Dose, Tim Phillip Dreyer und Karsten Hinz.

Der WVE-Vorstand mit den Neugewählten im Vordergrund: (v.li.). Thomas Menke, Hans-Wilhelm Hagen, Dr. Moritz Hinz. Hinten: Manfred Reinhardt, Anne Grüter, Stefan Dose, Tim Phillip Dreyer und Karsten Hinz.

Eutin (aj). „Ist es noch richtig, wie wir agieren mit der Werbung für unsere Stadt?“ mit dieser Grundsatzfrage und einem damit verbundenen Antrag zur Erweiterung der Tagesordnung schoben die Eutiner Geschäftsleute Jan Hoffmann, Henning Klotz, Stefan Knorr, Jörg Schlüter und Oliver Stahl-Gülzau auf der Jahreshauptversammlung der Wirtschaftsvereinigung eine inhaltliche Diskussion an. Mit dem kritischen Blick auf die derzeit laufenden Werbemaßnahmen wie Radiowerbung, Eisbahn oder Lichterstadt kamen keine neuen Punkte auf den Tisch. Unter anderem auf der letztjährigen Zusammenkunft hatten Stefan Knorr und Jan Hoffmann hierzu eine Diskussion anregen wollen und wollten nun von den Mitgliedern wissen: „Ist das noch gewünscht?“ Dass man sich schlussendlich auf ein gemeinsames Vorgehen einigen konnte und konkrete Schritte festlegte, stand am Ende des Abends auf der Haben-Seite des Protokolls. Zunächst hatte Stefan Knorr betont: „Wir möchten nicht spalten, sondern etwas Gutes für die Stadt erreichen!“ Er halte es nicht für „Unfrieden stiften“, wenn man Diskussionen anstoße. In Richtung Vorstand ging die Mahnung, nicht hinter verschlossenen Türen Beschlüsse zu fassen: „Die Sachen müssen kommuniziert werden!“, so die Forderung. Hans-Wilhelm Hagen unterstrich als WVE-Vorsitzender seine Bereitschaft zur Zusammenarbeit: „Ich finde es toll, dass die Initiative Impulse setzt“, meinte er. In Punkto Lichterstadt konstatierte WVE-Mitglied Detlef Zinn unwidersprochen: „Das letzte Jahr war das schlechteste!“. Hans-Wilhelm Hagen erinnerte daran, dass man auf einer offenen Zusammenkunft seinerzeit über das Konzept 2018 informiert hatte und lud für dieses Jahr zu einem Gespräch mit dem Lichtkünstler Stefan Teichmann am 16. April ein: „Ihr könnt gern dabei sein und mitgestalten!“ In Rahmen der Arbeitsgruppe zu Lichterstadt und Eisbahn hat es ein erstes Gespräch mit Betreiber Ulfert Georgs gegeben. Ergebnis: Georgs ist offen dafür, bezüglich des äußeren Erscheinungsbildes und weiterer Maßnahmen zur Attraktivitätssteigerung gemeinsame Lösungen zu erarbeiten.
In der Aussprache ging es auch um die Radiowerbung für Veranstaltungen, die mit 7000 Euro einen gewichtigen Posten im Haushalt darstellt: „Ist das zeitgemäß, oder sollten wir die neuen Medien miteinbeziehen?“, hatten die Antragsteller eingangs dazu nachgehakt. Beschlossen wurde, am nächsten allgemeinen verkaufsoffenen Sonntag, dem 5. Mai, in den Geschäften über vorbereitete Karten bei den KundInnen abzufragen, ob sie über Print- oder Radiowerbung vom Termin erfahren haben.
Grundsätzlich zur Debatte stand auch die Anzahl der verkaufsoffenen Sonntage. Während Vorstandsmitglied und LMK-Inhaber Thomas Menke für sein Unternehmen klarstellte: „Wir können nicht ohne den verkaufsoffenen Sonntag existieren. An diesen Tagen verdienen wir das meiste Geld!“, plädierten andere dafür, die Anzahl der Sonntage zu reduzieren: „Für Eutin wäre es ein Gewinn, wenn es nur vier Sonntage wären und die in einer tollen Qualität“, meinte Jan Hoffmann und Frauke Knorr ergänzte: „Dann wären auch viel mehr kleinere Betriebe dabei!“ Wichtig sei es, dass die KundInnen von vornherein unterscheiden könnten, ob es sich um einen verkaufsoffenen Sonntag in der gesamten Innenstadt oder ausschließlich bei LMK handele: „Das ist häufig ein Verwirrspiel!“, befand Detlef Zinn. Thomas Menke kündigte an: „Wir werden daran arbeiten, dass die Werbung für die KundInnen unterscheidbar ist.“ Grundsätzlich gab es breite Zustimmung für das Programm der Sonntage, mit deren Gestaltung die WVE Eventmanagerin Claudia Falk beauftragt hat. Sie stellte mit dem Frühlingsfest, einem Kindertag samt Treckertreff, dem Stadtfest, dem Schottensonntag, einem Feuer-und-Flamme-Event in der Stadtbucht und einem Weihnachtsmarkt in Verbindung mit der Eisbahneröffnung den gefüllten Veranstaltungskalender vor. Die Marketingexpertin wird auch eine Optik für einen gemeinschaftlichen Auftritt erarbeiten. Für Präsenz im Netz ist eine neue Homepage konzipiert worden. Auch auf Instagram ist man aktiv: „Unser Lichterstadt-Video ist 25 000mal geklickt worden“, berichtete Vorstandsmitglied Stefan Dose. Bleibende Themen sind außerdem die Stadtsanierung und die Parkplatzsituation. Positiv bewertet wurde die intensivierte Zusammenarbeit mit der Eutin GmbH. Ebenfalls auf der Agenda steht das Einzelhandelskonzept und damit die Balance zwischen Innenstadt und Peripherie. Viel zu moderieren für Hans-Wilhelm Hagen, der im Amt als Vorsitzender ebenso bestätigt wurde wie Thomas Menke in seiner Funktion als stellvertretender Vorsitzender. Zum Kassenwart wurde Dr. Moritz Hinz gewählt. Jan Thayssen stand berufsbedingt nicht mehr für die Vorstandsarbeit zur Verfügung.



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