Reporter Eutin

Eine Streuobstwiese für Bienen

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Groß Meinsdorf (sh). „Streuobstwiesen gehören in Europa mit ihrer Arten- und Sortenvielfalt zu den Lebensräumen mit der höchsten biologischen Vielfalt“, berichtet Ingo Ludwichowski, Geschäftsführer des NABU Schleswig-Holstein. „Streuostwiesen bieten insbesondere Bienen einen wichtigen Lebensraum – dabei sind die Bestände der Streuobstwiesen selbst bedroht.“
Und das möchte der NABU Schleswig-Holstein in Kooperation mit den Schwartauer Werken nun ändern. Geplant ist, bis zum Jahr 2020 tausend Obstbäume in Schleswig-Holstein zu pflanzen, um zahlreiche Streuobstwiesen und damit neuen Lebensraum für Pflanzen und Tiere zu schaffen. „Der Erhalt ökologischer Systeme ist für uns als Lebensmittelhersteller von zentraler Bedeutung“, untermauert Dr. Sebastian Portius, Geschäftsführer Innovation und Qualität der Schwartauer Werke, den Grund für die Kooperation. „Mit der Anlage und Erweiterung von Streuobstwiesen fördern wir die biologische Vielfalt und leisten einen konkreten Beitrag zum Schutz der Bienengesundheit und Fruchtvielfalt.“ Privatpersonen, die ihr Land zur Verfügung stellen, um darauf eine Streuobstwiese mit mindestens zehn Bäumen entstehen zu lassen, werden unterstützt. Sie erhalten die Bäume sowie einen Schnittkurs, um die Pflanzen später fachgerecht pflegen zu können. Parallel verpflichten sich die Grundstückseigentümer, die Streuobstwiese mindestens zehn Jahre bestehen zu lassen.
Von diesem schönen und gleichzeitig sinnvollen Projekt profitieren als Erstes Sonja und André Strube in Dornrade bei Groß Meinsdorf. Auf einer rund anderthalb Hektar großen, ehemaligen Ackerfläche neben ihrem Wohnhaus soll nun eine Streuobstwiese entstehen.
Am 28. März 2019 versammelten sich dort neben Ingo Ludwichowski und Dr. Sebastian Portius auch Frank Steiner vom NABU Schleswig-Holstein sowie Anke Erdmann, Staatssekretärin im Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt, Natur und Digitalisierung des Landes Schleswig-Holstein. Der erste Spatenstich soll gemeinsam gefeiert werden. Plötzlich läuft ein großer Feldhase über die Fläche. Es wirkt, als wolle sich das Tier die Veränderung auf dem früheren Acker mal genauer anschauen. Rund vierzig Bäume werden auf dem Grundstück der Familie Strube angepflanzt. Neben Birnen-, Quitten-, Kirsch- und Pflaumensorten sind es Hauptsächlich Apfelsorten wie der Lübecker Marzipanapfel.
Um die Wurzeln der jungen Bäume werden Drahtnetze gespannt, bevor sie in den Boden eingelassen werden, um sie vor Wühlmäusen zu schützen. Auch oberhalb der Erde werden die Bäumchen durch Draht vor Tieren geschützt. Sonja Strube verrät: „Wir werden uns Schafe anschaffen, die dann hier auf der Streuobstwiese frei bewegen dürfen.“ Im Laufe der Zeit wird sich die ehemalige Ackerfläche zu einer prächtig-bunten Streuobstwiese entwickeln und die Pflanzen- und Insektenvielfalt in unserem Land unterstützen. Schleswig-Holsteiner, die auch Interesse an einer Streuobstwiese haben, finden Informationen unter www.bee-careful.com



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