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„Es geht um die Malenter Kinder, für die setzen wir uns ein“

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Thore, Julius, Karlotta, Lea, Josef und Tristan wünschen sich einen Skatepark in Malente und haben auch schon ganz konkrete und vernünftige Ideen – Bürgermeisterin Tanja Rönck und Birgit Boller von der Gemeinde Malente nehmen sie auf und freuen sich über die engagierten jungen Malenter.

Thore, Julius, Karlotta, Lea, Josef und Tristan wünschen sich einen Skatepark in Malente und haben auch schon ganz konkrete und vernünftige Ideen – Bürgermeisterin Tanja Rönck und Birgit Boller von der Gemeinde Malente nehmen sie auf und freuen sich über die engagierten jungen Malenter.

Bad Malente-Gremsmühlen (ed). Dass es in Malente nicht allzuviel gibt, was Kinder und Jugendliche anspricht, ist schon seit vielen Jahren Thema – nach den beiden JugendBarCamps im vergangenen Jahr sollen nun aber Nägel mit Köpfen gemacht werden. Auch der Wunsch nach einem Skatepark kam auf, der dann aber nicht so verfolgt wurde, wie die jungen Malenter Skater und ihre Freunde sich das gewünscht hätten. Also ergriffen Josef, Julius, Tristan, Thore, Lea und Karlotta die Initiative, gingen ins Rathaus und fragten nach einem Termin bei Bürgermeisterin Rönck. Den bekamen die Zehn- bis Dreizehnjährigen auch und erörterten mit Tanja Rönck, ob wohl der Bau eines Skateparks in Malente möglich sei. Um sicher zu gehen, hatten sie schonmal in ganz Malente Unterschriften für einen Skatepark gesammelt – und konkrete Ideen und Wünsche haben die Kids natürlich auch. Für das zweite Gespräch samt Presse haben die sechs Jungs und Mädels sich nicht nur eine Menge Gedanken gemacht sondern auch umfassend im Internet recherchiert, sich zahllose Skateparks überall angeschaut und sich überlegt, was in Malente wohl gehen könnte. Das Skaten in der Stadt mache die Rollen kaputt, erklären die jungen Skater, und mache auch einfach nicht so viel Spaß. Auch für die Gemeinde hätte ein Skatepark so ihre Vorteile, sagt die Bürgermeisterin, „um das Wildskaten ein bisschen einzudämmen zum Beispiel“, schmunzelt sie. Ohnehin biete Malente mit ein paar Mauern, der Lindenallee oder der Diekseepromenade nicht allzuviele Möglichkeiten für Skater, machen die Kids deutlich, „wir wollen mehr Action, Spaß und Herausforderungen, aber dafür nicht nach Neustadt oder Scharbeutz fahren müssen.“ Sogar das eine oder andere Grundstück haben sie schon im Auge – das zwischen Markant und der alten Feuerwache fänden sie super. Die Bürgermeisterin nickt bedächtig, das könnte wohl ins Auge gefasst werden. Das Grundstück dürfe nicht außerhalb liegen, sind die Kids sich einig, „das wird sonst nicht angenommen“, sagt Thore Böttcher. Und angenommen werden soll es – denn die sechs Akteure stellen sich nicht nur eine Skatebahn vor – sie soll eine Art Jugendtreff werden zum Skaten, aber auch für BMXer und Scooter, zum Abhängen und Quatschen. „Wir wollen andere Kinder dazu bringen, wieder raus zu gehen und sich mit Freunden zu treffen“, erklären die sechs jungen Malenter. „Wir wollen mehr Action in die Stadt bringen, das wäre gut für die Kinder und Jugendlichen, aber bestimmt auch für die Touristen. Das bringt einfach mehr Leben in die Stadt.“ Und mehr Leben in der Stadt wünscht sich auch die Bürgermeisterin – ein Skatepark würde super zu ihren Plänen einer Sportstadt passen und eine weitere Sportart gleich mitbringen. Außerdem einen Ort, an dem Kids sich treffen können – und an dem möglicherweise auch Integration ganz leicht gelingen könnte. Über gemeinsame Hobbys und Sport lässt es sich schnell ins Gespräch kommen, wenns sein muss mit Händen und Füßen. „Und vielleicht gibt es ja auch noch viel mehr Leute wie mich“, sagt die 13jährige Karlotta Böttcher, „die richtig Skaten lernen wollen – und das wäre in einem richtigen Skatepark viel leichter und auch sicherer.“ Die Pläne für den Skatepark kommen zur rechten Zeit, denn solche Ideen passen perfekt zur Städtebauförderung, in die Malente reingerutscht ist. Im März startet die erste vorbereitende Untersuchung, „dazu gehören auch Plätze für die Jugend, da greifen wir Eure Ideen natürlich gern auf“, sagt Birgit Boller von der Gemeinde Malente. So schnell, wie die jungen Leute sich das wünschen („Sommer 2018 wäre toll, aber Sommer 2019 geht auch noch“, sagt Julius), klappt das wahrscheinlich aber nicht. Dabei ist weder das Grundstück noch das Bauen an sich letztendlich das Problem sondern die Kosten und der B-Plan und dann die Umsetzung. „Wenn wir selber die Mörtelkelle schwingen, hilft das leider nichts“, bedauert die Malenter Bürgermeisterin. Sie ist längst im Thema, sucht nach einem geeigneten Gelände und hat sich mit dem richtigen Material beschäftigt. „Wir müssen sehen, was man wo mit welcher Fläche machen kann.“ Und dann sind da ja noch die Kosten – es gibt zwar Fördergelder aus der Städtebauförderung, aber die reichen nicht. „Wir wissen, dass ein Skatepark Geld kostet“, sind sich die Jungs und Mädels vollkommen im Klaren, „deswegen werden wir Sponsoren dafür suchen.“ Skateläden, Skater-Ausstatter, aber auch Geschäfte und Unternehmen vor Ort haben sie dabei im Kopf und würden das auch in die Hand nehmen. Und selbst wenn es doch noch ein paar Jahre dauert mit dem Skatepark, wollen die jungen Skater sich weiter einsetzen: „Es geht ja nicht nur ums uns“, sagt Thore Böttcher, „es geht um die Malenter Kinder, für die setzen wir uns ein.“



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