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Eutiner Lions spenden 5000 Euro für Janusz-Korczak-Haus in Malente

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Tim Hagemann, Michael Koch (Lions Club Eutin(vorn v.re.) überbrachten Silke Hüttmann (re) und Kathrin Hansen (Kinderschutzbund) die Spende.

Tim Hagemann, Michael Koch (Lions Club Eutin(vorn v.re.) überbrachten Silke Hüttmann (re) und Kathrin Hansen (Kinderschutzbund) die Spende.

Malente (t). „Wir freuen uns über das Interesse an unserer Arbeit und die großzügige finanzielle Unterstützung durch den Lions-Club-Eutin“, freute sich die Fachbereichsleitung des Malenter „Janusz-Korczak-Hauses“, Silke Hüttmann, über eine 5000 Euro-Spende und dankte den Eutiner Lions im Namen der zu betreuenden Mädchen, des Mitarbeiterinnenteams sowie des Vorstandes und der Geschäftsführung des Kinderschutzbundes Ostholstein. Das Janusz-Korczak-Haus ist ein vollstationäres, sozialtherapeutisches Kleinstheim, in dem bis zu 10 Mädchen und junge Frauen ab 12 Jahren solange ein neues Zuhause finden, bis sie wieder in ihre Familien zurückkehren oder ihr Leben „selbst in die Hand nehmen“ können. Träger der Einrichtung ist der Deutsche Kinderschutzbund Kreisverband Ostholstein e.V.. „Habe Mut zu Dir selbst, suche Deinen eigenen Weg“, zitierte Lionspräsident Hagemann einen der pädagogischen Leitsätze von Janusz Korczak. „Dazu brauchen die Bewohnerinnen der Malenter Einrichtung, der Träger und das Mitarbeiterinnenteam eine finanzielle Unterstützung, die über die gesetzlich festgeschriebenen Hilfesätze hinaus geht“, so Tim Hagemann weiter. Anlässlich seines Besuchs im Janusz-Korczak-Haus erläuterte Silke Hüttmann Lionspräsident Tim Hagemann und seinen Begleitern die Gründe, aus denen die Bewohnerinnen nicht mehr in ihren Familien verbleiben konnten.
 
Oft sind es schwere familiäre Probleme, Vernachlässigung oder Gewalt, die dazu führen, dass die Mädchen und jungen Frauen dem Janusz-Korczak-Haus vom Jugendamt zugewiesen werden. Dort werden sie Tag und Nacht begleitet und betreut. „Da der Tagessatz aus öffentlichen Mitteln oder Beteiligung der Eltern nicht ausreicht, um alle im Rahmen der Therapie und Reintegration erforderlichen Maßnahmen zu finanzieren, sind wir dringend auf Unterstützung von außen angewiesen“, so Silke Hüttmann. Der Tagessatz deckt die Kosten der Unterkunft, das Verpflegungsgeld sowie Ausgaben für Bekleidung und Hygienemittel. „Genau an dieser Stelle möchten wir ansetzen und helfen“, betonte Lionspräsident Tim Hagemann. Ziel der Eutiner Lions sei es, aus den Erlösen ihrer jährlichen Activities, wie zum Beispiel dem „Weindorf“ im Rahmen des Eutiner Stadtfestes oder der Veranstaltung „Schloss in den Mai“ dort, wo öffentliche Förderung nicht stattfindet beziehungsweise nicht ausreicht, schnell, unbürokratisch und uneigennützig Hilfe zu leisten. „Zu den Schwerpunkten dieses Engagements zählt die Förderung der Kinder- und Jugendarbeit in Eutin, Bosau und Malente. Hierzu können wir mit unserer Spende an das Janusz-Korczak-Haus einen wichtigen Beitrag leisten, indem wir dem Kinderschutzbund Ostholstein helfen, die Lebenssituation der Bewohnerinnen des Hauses zu verbessern, weil wir Angebote und Sonderleistungen im Janusz-Korczak-Haus ermöglichen, die über die gesetzlichen Tagessätze hinausgehen und notwendig sind“, so Tim Hagemann. „Dieses Engagement entspricht unserem Lions-Leitgedanken „We serve““, so Tim Hagemann. Welche Bedeutung die Spende der Eutiner Lions für das Janusz-Korczak-Haus hat, machte Silke Hüttmann deutlich, als sie Beispiele für die Verwendung der Lions-Spende nannte. Ermöglicht werden tiergestützte pädagogische Maßnahmen, kreative Aktivitäten, wie die musikalische Förderung, die Teilnahme an Studien- und Sprachreisen, Ferienfreizeiten oder Zusatzleistungen wie z.B. ein Geburtstagsgeschenk, ein Weihnachtsgeschenk , Mobiliar für die Zimmer oder die jugendgerechte Gestaltung des Außengeländes des Janusz-Korczak-Hauses.
 
 „Alle diese notwendigen Maßnahmen können aus dem vereinbarten Tagessatz für die Betreuung der Mädchen nicht finanziert werden. Sie sind aber wichtig, um den Mädchen und jungen Frauen mit ihren persönlichen und familiären Problemen nicht nur ein sicherer Zufluchtsort zu sein, sondern auch ein Ort der ihnen Chancengleichheit ermöglicht. Die Chance auf eine an ihren persönlichen Bedarfen orientierte Reintegration z.B. in ihre Familien und die Gesellschaft. Außerdem ermöglicht die Lions-Spende diese Maßnahmen bei Bedarf schnell, d.h. ohne bürokratischen Aufwand, umzusetzen“, erklärte Silke Hüttmann.



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