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Fünf kleine Wassermonster für die Sonnengruppe

Eutin (ed). „Die essen gern Regenwürmer“, erklärt Marlon. Er ist mit seinen vier Jahren ein echter Axolotl-Experte. Axo-was? Dürften sich auch einige Eltern gefragt haben, als der Kindergarten Schneckenhaus mit der Idee an sie herantrat, ein Aquarium mit Axolotls für die Kinder anzuschaffen. Die Lütten waren zu der Zeit längst Fachleute in Sachen Axolotls, auch Wassermonster genannt – Axolotls heißen wirklich so und sind eine Art der mexikanischen Wasserlurche, die aufgrund eines fehlenden Schilddrüsenhormons nur im Wasser leben können. Und aussehen wie kleine Wasserdrachen, mit spitzen Schwänzen und lustig fedrigen, ohrähnlichen Gebilden auf dem Kopf. „Wir haben Bücher gewälzt über Tiere, die im Wasser leben“, erzählt Ramona Sieck, die Erzieherin in der Sonnengruppe, „und das fanden sie super spannend, vor allem, als wir bei den Axolotls ankamen. Und da kam uns die Idee, dass wir uns ja ein Aquarium aufstellen könnten. Nur Fische wollten die Kinder keine – sie wollten Axolotls.“ Zuerst aber musste geklärt werden, wie das Aquarium überhaupt finanziert werden kann – und da sprangen die Eltern und die beiden Eutiner Unternehmen Reinhardt und Elektro Kripke ein. Wir haben mal gefragt“, schmunzelt Ramona Sieck, „und haben offene Türen eingerannt. Ohne diese super netten Menschen hätten wir den Kindern diesen Wunsch nicht erfüllen können.“ Eine makelloses gebrauchtes Aquarium wurde gekauft, natürlich mit kindersicherem Deckel – ein Vater spendete die Wasserpumpe, Eltern spendeten Geld für artgerechte Höhlen für die Axolotls und schon konnte es losgehen. Fast. „Denn so ein Aquarium muss sechs Wochen stehen, damit die Pumpe sich einspielt“, sagt Ramona Sieck, „das waren schreckliche sechs Wochen für die Kinder.“ Aber als dann die kleinen Axolotls ankamen, war nicht nur die Umgebung komplett fertig und artgerecht eingerichtet, sondern auch die Lütten vollkommen aufgelöst und gespannt. Mittlerweile haben sich alle aneinander gewöhnt – die einen finden es super, dass sie echte Wassermonster haben, und lieben es, sie zu beobachten – die anderen sind ganz gern in ihren Höhlen und kommen raus, wenn es ein bisschen ruhiger ist. Sonst eher ruhiger Vertreter machen die kleinen Lurche ab und an auch mal echte Kunststücke, flitzen durchs Aquarium, springen hoch, tauchen kurz auf und ziehen eine echte Show ab. Und natürlich wollten auch die Spender mal gucken, wie so ein Axolotl so wohnt – Manfred Reinhardt staunt, als er die kleinen Wassermonster begutachtet, und freut sich, dass die Kinder sich so sehr für ihre kleinen Mitbewohner begeistern. „Für Kinder sollte man immer was übrig haben“, schmunzelt der Eutiner Unternehmer, „und man sieht ja, wie viel Spaß ihnen das Aquarium macht, das ist doch die Hauptsache.“ „Die Kinder finden ihre Axolotls einfach toll“, bestätigt Ramona Sieck, „sie beobachten sie, helfen beim Saubermachen und Füttern und sind total begeistert.“ „Das sind unsere Axolotls“, stellt Marlon dann auch klar. „Wir suchen auch Futter für die“, erklärt Lasse. Regenwürmer, Kellerasseln und andere Insekten. „Das ist das Schöne“, lacht Ramona Sieck, „die Kinder können selbst Futter für ihre Tiere suchen.“ So lernen sie im Kleinen, Verantwortung für ein anderes Lebewesen zu übernehmen und lernen alles über die kleinen Wassermonster, was übrigens gar nicht despektierlich gemeint sondern ihre deutsche Bezeichnung ist. Und sie benehmen sich auch so – das werden ihre Mitbewohner, vier Wasserschnecken, auch bald zu spüren bekommen, denn Axolotls sind kleine Jäger. Auch den Regenwurm, den Artjom ins Aquarium wirft, beobachten sie lang, bevor sie ihn fangen und einsaugen. „Das haben die auch mit einer Kellerassel gemacht“, erzählt Lasse begeistert. Und Namen haben die fünf Mitbewohner der Sonnengruppe natürlich auch, ausgedacht von den Kindern: Bounty, Goldi, Oldi, Hicks und Ohnezahn. „Weil er aussieht wie Ohnezahn“, erklärt Caspar, „nur im Wasser.“



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