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„In Eutin gibt es jetzt Sterne!“

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Die Künstlerin erläuterte den etwa 20 Geschäftsleuten ihr Konzept

Die Künstlerin erläuterte den etwa 20 Geschäftsleuten ihr Konzept

Eutin (aj). Ein Band aus Licht, Farben und Formen soll die Besucherinnen und Besucher in diesem Jahr durch die Lichterstadt Eutin leiten, sie sollen schauen, staunen und verweilen. So wünscht es sich die Wirtschaftsvereinigung (WVE) und so hat die Lichtkünstlerin Gabriele Staarmann ihr Konzept angelegt. Wie es aussehen kann, wenn Sterne die Schaufenster der Stadt in ein adventliches Licht setzen, zeigte die Kreative in einer kleinen abendlichen Präsentation in der Buchhandlung Hoffmann Am Rosengarten. Dort hatten sich rund zwanzig interessierte Gewerbetreibende eingefunden. Violett und türkis leuchtete ihnen Staarmanns Idee entgegen: Sterne, aus transparenter Folie in verschiedenen Formen und Größen ausgeschnitten, auf die Schaufensterscheiben geklebt und von Scheinwerfern farbig zum Scheinen gebracht, sollen die Eutiner Geschäfte vorweihnachtlich miteinander verbinden: „Ich komme gern und bringe die Sterne bei Ihnen an. Aber es kann auch jede und jeder allein, das ist nicht schwer“, warb Staarmann und demonstrierte mit Schere und flinken Fingern das Entstehen eines Sterns: „Am Anfang habe ich es mit der klassischen regelmäßigen Form versucht, aber das sah zu sehr nach Backformen und Weihnachtsbäckerei aus“, berichtete sie. Jetzt ähnelten die Sterne explodierenden Comicsprechblasen mit unregelmäßigen Zacken und einer eigenen Dynamik. Hingucker sollen sie sein, so wie die Installationen in der Stadtbucht und auf der Schlosswiese, Projektionen am Rathaus und ein großer Stern auf dem Kirchturm: „Die Leute sollen sagen: ‚In Eutin gibt es jetzt Sterne!‘“, so beschrieb Staarmann die gewünschte Wirkung. Damit das Vorhaben gelingt, braucht es möglichst viele Geschäftsleute, die bereit sind, ihre Schaufenster auf diese Weise zu verschönern. Beim Probelauf gab es viel Zustimmung: „Schön“, befand Claudia Falk, Veranstalterin aus Eutin. Und auch Stadtsprecherin Kerstin Stein-Schmidt freute sich über den „Frischekick“, wie sie sagte. Diskutiert wurde das Zusammenspiel der Dekoration mit den Auslagen. Hier riet Staarmann grundsätzlich dazu, sich zwischen weißem und farbigem Licht zu entscheiden. Nach den Rundbriefen der WVE haben sie bereits Anfragen von Geschäftsleuten erreicht. Wer allein zur Schere greifen will, bekommt im Foliencenter die entsprechende Folie, die zugeschnitten und auf die angefeuchtete Scheibe aufgebracht wird. Mit flachen Scheinwerfern, die für relativ kleines Geld zu haben sind, werden dann die farbigen Akzente gesetzt. Ob selbstgemacht oder von der Hand der Künstlerin gefertigt – der WVE-Vorsitzende Hans-Wilhelm Hagen hofft auf viele Sternenfenster in Eutin: „Es ist eine geniale Idee: der Stern soll sich durch die ganze Stadt ziehen, von der Peripherie bis in die Innenstadt“, meinte er. Man darf also gespannt sein auf das Anleuchten am 28. November.


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