Reporter Eutin

Kindern fällt immer etwas ein?…

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Benz (aj). Auf dem Tisch lässt es sich super tanzen, viele Stühle hintereinander ergeben eine Eisenbahn und im Sandkasten kann man auch mit bloßen Händen buddeln. Erfahrungen wie diese nehmen die 22 Kinder aus dem Kindergarten „Alte Schule“ in Benz mit, wenn in den nächsten Tagen die spielzeugfreien Wochen in der Kita ausklingen. Es war Anfang Mai, da versammelten sie sich im Kreis und verabschiedeten nach Abstimmung das Spielzeug der Einrichtung Stück für Stück in den Urlaub: Vom Bauklotz bis zum Bastelzeug – ausnahmslos alles wanderte nach und nach in einen großen Koffer oder wurde in Kisten verstaut und ausgelagert. Nach ein paar Tagen waren die Regale leergeräumt und zum Spielen blieben Decken, Kartons, Wäscheklammern und das gesamte Mobiliar. Fortan war die Fantasie der Kinder gefragt, wenn es ums Spielen ging, und genau in dieser Begegnung mit der eigenen Kreativität liegt der Sinn des Projektes: „Der Anstoß für die spielzeugfreien Wochen kam von den Eltern, die das zum Teil schon aus den Vorjahren kannten“, erzählt die Leiterin Uta Ehrich-Möller. Für die erfahrene Pädagogin und ihr Team waren es die dritten „Wochen ohne“ und auch diesmal war die etwas andere Kindergartenzeit ein Gewinn für alle. „Guck mal, ein Eis“, sagt Fiete und zeigt stolz, was er aus Wäscheklammern und einer leeren Papierrolle gebaut hat. Hinter ihm hat Linus ein Regal in eine Kletterlandschaft umfunktioniert und auf einem Polster reitet Arved durch den Raum: „Ist das nicht toll“, freut sich Uta Ehrich-Möller. Für sie und ihre Kolleginnen geht es darum zu begleiten und die Räume zu bieten, in denen die Kinder ihre eigenen Ideen wachsen lassen können. Darauf, was sie mit sich, der Umgebung, den vorhandenen Materialien und den anderen Kindern anfangen, müssen die Drei- bis Sechsjährigen aber selbst kommen. Das braucht ein bisschen Zeit, aber dann lassen sich spannende Entwicklungen feststellen, die die Erzieherinnen für jedes Kind auf einem Beobachtungsbogen festhalten und mit den Eltern besprechen: „Es bilden sich neue Spielgruppen und es passiert auch, dass ein Kind, das sich sonst eher still im Hintergrund hält, die besten Ideen hat“, schildert Ehrich-Möller. Die Eltern machen parallel dazu zu Hause ähnliche Erfahrungen. Auf dem Außengelände sind Fahrzeuge und Sandspielzeug tabu, stattdessen wird Fangen und Verstecken gespielt und es bleibt Zeit für Entdeckungen: „Die Kinder haben zum Beispiel ausprobiert, ob eine leerer Getränkekarton zum Fußballspiel taugt“, berichtet Erzieherin Meike Gutzeit. Auch die bepflanzten Hochbeete aus den alten Paletten sind ein Ergebnis der spielzeugfreien Zeit: „Da haben wir mitgeholfen“, verraten die Kinder. Besonders vermisst, so scheint es, hat niemand die Spielsachen. Nach Pfingsten wird gemeinsam entschieden, in welcher Reihenfolge Brettspiele und Duplo, Puzzles und Spielzeuggeschirr wieder Einzug halten – nach einem Urlaub, der vor allem den Kindern richtig gutgetan hat.



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