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Milchtechnologen und milchwirtschaftliche Laboranten in Malente freigesprochen

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Bad Malente-Gremsmühlen (ed). Die Berufe des Milchtechnologen oder auch des Milchwirtschaftlichen Laboranten sind selten, aber umso begehrter, weil ihre Fähigkeiten nicht nur in den milchverarbeitenden sondern in zahlreichen lebensmittelverarbeitenden Betrieben sowie bei deren Zulieferern gebraucht werden. Während Milchwirtschaftliche Laboranten ihre Tätigkeitsfelder in Betriebslabors von Molkereien, in staatlichen Untersuchungsämtern oder in Lehr- und Forschungsanstalten, und das auch in anderen Bereichen der Lebensmittelverarbeitung, finden, und die leicht verderblichen Milchprodukte während des Herstellungsprozesses untersuchen und kontrollieren, sind die Milchtechnologen in der Produktion der unterschiedlichen Milchprodukte unersetzlich.
Für Schleswig-Holstein und Hamburg werden diese Lebensmittel-Experten in Malente in der Lehr- und Versuchsanstalt für Milchwirtschaft ausgebildet. 34 dieser seltenen Exemplare wurden nun freigesprochen – die meisten von ihnen werden von ihren Ausbildungsbetrieben übernommen. „Die Betriebe bilden für ihren eigenen Bedarf aus“, erklärt Meike von Bergen, die Leiterin der Schule. Die Berufe seien, eben weil so qualifiziert und so selten, sehr gut bezahlt und immer gesucht.
„Sie sind mit dem heutigen Tag aufgenommen in die Gemeinschaft der Grünen Berufe“, heißt die Schulleiterin ihre ehemaligen Azubis willkommen – denn auch wenn der Beruf eher weiß sei, gehöre er doch zu den 12 grünen Berufen der Landwirtschaftskammer, die auch Träger der Malenter Lehr- und Versuchsanstalt für Milchwirtschaft ist. Hier findet in Blockunterricht der theoretische Ausbildungsteil für die Azubis der rund 20 Ausbildungsbetriebe des Landes und der Hansestadt statt – die Labors wurden, auch dank der Mitgliedsbetriebe, soeben mit der neuesten Technik ausgestattet und bieten so die optimalen Rahmenbedingungen für die fundierte Ausbildung. Mit eben dieser Ausbildung hätten die Lebensmittelexperten die beste Statik und Architektur für ihr Haus der Zukunft gebaut, so Meike von Bergen. „Und bauen Sie weiter. Sie haben ein breites Fachwissen erworben, es ist aber nicht klug, sich darauf auszuruhen. Sie haben Ihr Handwerkszeug, nutzen und vermehren Sie es.“
Fachwissen um die Technik, aber vor allem auch um das Produkt Milch seien es, die sie erworben hätten, ergänzt Peter Levsen Johannsen, der Geschäftsführer der Landwirtschaftskammer, „es ist ein Riesenstrauß, den Sie können.“ Und ein krisensicherer Beruf, den sie erlernt hätten – denn der Milchmarkt sei in Bewegung. Überall werden aufgestockt und erfolgreich weiterentwickelt. Dazu bedürfe es solch qualifizierten Personals, das sich fachlich aber immer weiterbilde, um die eigene wie auch die Zukunft der Betriebe zu sichern – und das trotz aller Digitalisierung und Veränderung: „Fachkräfte wie Sie, gut ausgebildet und motiviert, werden immer gebraucht, um noch schonender, effizienter und weniger belastet zu verarbeiten.“ 800 Milchtechnologen und 150 milchwirtschaftliche Laboranten würden derzeit bundesweit gesucht, bringt Holger Lüers, der Vorsitzende des Verbands der Milchwirtschaftler, es auf den Punkt. „Wir brauchen Fachleute an vielen Stellen. Fachleute wie Sie mit einer krisensicheren, hochqualifizierten und hochangesehenen Ausbildung.“
Jahrgangsbester Milchtechnologe ist Philipp Claußen (Ausbildungsbetrieb Holtseer Landkäserei Meiereigenossenschaft Holtsee-Ascheberg eG) mit der Gesamtnote 1,47 – jahrgangsbeste milchwirtschaftliche Laborantin ist Janine Böhmker (Ausbildungsbetrieb Max-Rubner-Institut Kiel) mit der Gesamtnote 1,06.



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