Reporter Eutin

Mit Ernsthaftigkeit und Spaß am Lernen

Eutin (wh). Maike Schramm, die Leiterin der erst vor einem Jahr gegründeten Eutiner Kinder-Feuerwehr, konnte während der Jahresversammlung der Ortswehr Eutin Erfreuliches berichten. So seien aus 13 kleinen Feuerwehrleuten der Anfangsphase mittlerweile 18 geworden, zwei Mädchen und 16 Jungen. Drei Kinder konnten bereits in die Jugendfeuerwehr wechseln. Sie freue sich, sagte Maike Schramm, dass es ihr gelungen sei, mit Carina Schneider, Manuela Wicknig und Yvonne Weidemann „ein starkes Betreuerteam auf die Beine zu stellen“.
Die Kinderabteilung trifft sich alle zwei Wochen samstags von 9.30 bis 11 Uhr im Gerätehaus Eutin. Mittlerweile haben sie schon ein Maskottchen auf ihren T-Shirts - einen kleinen Drachen, den die Kinder „Furton“ getauft haben, das heißt rückwärts gelesen „Notruf“. Und genau diesen Notruf abzusetzen, war einer von vielen Fähigkeiten, die dem Feuerwehrnachwuchs durch Florian Wrage (von der Leitstelle) super vermittelt worden sei. Jedes Kind habe mutig den Hörer in die Hand genommen, berichtete Maike Schramm, und einen „echten“ Notruf abgesetzt. Und dies mit einer Ernsthaftigkeit, dass man förmlich habe spüren können, „dass in jedem dieser Kinder ein Helfer oder eine Helferin steckt“.
Wie wichtig Rauchmelder sind, konnten die Kinder anhand einer Demonstration von Carsten Kreutzfeldt lernen. Und auch bei praktischen Übungen der Einsatzabteilung konnten sie mit großen Augen zuschauend lernen, als auf dem Festplatz ein Holzhaufen angezündet wurde und der Löschzug mit Drehleiter und Atemschutzgerät heranrückte und das Feuer professionell bekämpfte.
Ein weiteres Highlight im ersten Jahr des Bestehens war für die Eutiner Kinderfeuerwehr, als die Jugendfeuerwehren des Kreises Ostholstein im Seescharwald eine Waldbrandübung durchführten. Die Kinder waren zunächst ahnungslos auf einer Wanderung und setzten, als sie die Rauchentwicklung entdeckt hatten, sofort den Notruf ab. Gelernt ist gelernt. Zum Dank durften sie dem „großen“ Nachwuchs bei der Übung zusehen. - Auch ein Besuch in der Feuerwehrtechnischen Zentrale in Lensahn war für die Kids ein tolles Erlebnis. Das Abenteuerlichste war wohl die Atemschutzübungsstrecke. Während normalerweise jeder Atemschutzgeräteträger heilfroh ist, wenn er aus diesen aneinandergereihten Käfigen wieder rauskommt, waren die Kleinen fast gar nicht mehr dort raus zu kriegen.
Insgesamt 18 „Dienste“ hat die Kinderfeuerwehr Eutin im Jahr 2018 absolviert. Das bedeutet im Klartext eine Ausbildungszeit von zirka 470 Stunden. Das Betreuerteam um Maike Schramm hat nochmal zusätzlich 200 Stunden für Vorbereitung und Besprechungen investiert. Dass auch der Spaß bei den Übungen und Unterweisungen nicht zu kurz komme, sei selbstverständlich. Auch der trage dazu bei, dass die Kinder sich in der Feuerwehr wohlfühlen und der eine oder andere auch später dabei bleibt.



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