Reporter Eutin

Temporärer Lebensretter für die Gemeinde

Bad Malente-Gremsmühlen (t). Nach Beendigung der Außensaison auf der „Jochen Torpus Tennisanlage“ hat der TCRW den clubeigenen Defibrillator der Gemeinde Malente für die Wintermonate leihweise zur Vefügung gestellt. Der TCRW hat den Defibrillator im Frühjahr diesen Jahres ausschließlich aus eigenen Mitteln und durch die Unterstützung von Sponsoren erworben, nachdem der Ausschuss für Schule, Jugend , Soziales und Sport der Gemeinde Malente einen Zuschuss abgelehnt hat.
 
Der Vorsitzende des TCRW, Jochen Torpus, übergab Malentes Bürgermeisterin Tanja Rönck den „Lebensretter“ zur Nutzung in der Sporthalle der Grundschule Malente. Mit Beginn der Außensaison wird der Defibrillator wieder zur Sicherheit der Tennisspieler und Gäste der Veranstaltungen des TCRW sowie Spaziergängern an der Diekseepromenade zwischen dem Anleger der „5-Seen-Fahrt“ und dem “Strandbad am Dieksee“ auf der Tennisanlage am Dieksee stationiert. „Es macht keinen Sinn, dass ein im Notfall lebensrettendes Gerät während der Wintermonate in einem Kellerraum lagert, deshalb haben wir von Beginn an Wert darauf gelegt, dass der Defibrillator auch in den Wintermonaten dort, wo es sinnvoll ist, genutzt werden kann,“ so Jochen Torpus.
 
„Darüber hinaus geht es uns darum, ein Signal für mehr Sicherheit in den Malenter Sportstätten zu setzen, ergänzte TCRW-Sportwart Michael Koch. „Wir wollen aber gleichzeitig auch deutlich machen, dass die Verantwortung dafür nicht nur bei der Gemeinde Malente für die von ihr betriebenen Sporthallen und Sportplätze liegt. Die Verantwortung für mehr Sicherheit in den Sportstätten liegt auch bei den Nutzern der Sportanlagen,“ so Michael Koch.
 
Zu den Nutzern der gemeindlichen Sportanlagen gehört auch der TCRW, der zwar Eigentümer der Tennisanlage am Dieksee ist, aber insbesondere in den Wintermonaten für sein Jugendttraining neben weiteren Sportvereinen und Organisationen die Sporthalle der Grundschule Malente in der Marktstraße nutzt. Mit Blick auf die Zukunft des Vereinssports und die angespannte Finanzsituation der Gemeinde Malente führte der TCRW-Sportwart weiter aus: „Ich wünsche mir im Interesse des Sports eine in die Zukunft gerichtete kommunale Sportpolitik.
 
Dazu gehört, dass der Sport politikfähig und die Gemeinde nicht nur auf eine Betreiber- und Geberfunktion bei der Sportstättenunterhaltung und der Sportförderung reduziert wird. Sportpolitik ist keine Einbahnstraße, sondern der Sport muss im Rahmen seiner Möglichkeiten auch die Gemeinde unterstützen. Dazu will der TCRW einen Beitrag leisten.“ Malentes Bürgermeisterin Tanja Rönck dankte dem TCRW für seinen Beitrag zu mehr Sicherheit in der Sporthalle der Grundschule Malente und lobte das Engagement des TCRW vor allem in der Sportförderung von Kindern und Jugendlichen. Darüber hinaus habe der TCRW bei der Integration von Asylbewerbern durch das Angebot von Tennis-Schnupper-Kursen eine besondere Verantwortung übenommen.
 
Mit Blick auf die Haushaltslage der Gemeinde Malente, insbesondere aber auf den Zukunftsprozess „M (T) ALENTE …. unser Malente 2030“ unterstrich sie als eines der Ergebnisse die Bedeutung des Sports als Standortfaktor für die Lebensqualität in der Gemeinde Malente. Dazu leisten die Sportvereine einen wesentlichen Beitrag. „Darüber hinaus nimmt der Sport nicht nur als Bildungsträger durch das „Sport- und Bildungszentrum“ des Landessportverbandes und den „Uwe-Seeler-Fußballpark“ des Schleswig-Holsteinischen Fußballverbandes einen besonderen Stellenwert in der Gemeinde Malente ein, sondern trägt auch zur Steigerung des nationalen Bekanntheitsgrades der Gemeinde Malente bei. Somit ist der Sport auch ein bedeutender Wirtschaftsfaktor für die Gemeinde Malente“, so Bürgermeisterin Tanja Rönck.
 
Damit auch die kommunale Sportförderung einen Aufschwung erhält, würde sie eine stärkere Zusammenarbeit der Malenter Sportvereine begrüßen. „Hierüber sind wir im Gespräch. Eine engere Zusammenarbeit der Sportvereine in der Gemeinde Malente würde die Kommunikation zwischen Sport, Politik und Verwaltung erleichtern“, so Malentes Bürgermeisterin.



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