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Vier Pfarreien werden zu einer: St. Vicelin

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In Feierlaune (v.l.): Pfarrer Dr. Bernd Wichert, Weihbischof Horst Eberlein, Bürgermeister Carsten Behnk, Propst Peter Barz, Bürgervorsteherin Susanne Knees (Oldenburg); Bürgervorsteher Dieter Holst (Eutin).

In Feierlaune (v.l.): Pfarrer Dr. Bernd Wichert, Weihbischof Horst Eberlein, Bürgermeister Carsten Behnk, Propst Peter Barz, Bürgervorsteherin Susanne Knees (Oldenburg); Bürgervorsteher Dieter Holst (Eutin).

Eutin (wh). Buntes Leben herrschte am Sonntagnachmittag im großen Saal der Schlossterrassen. Hunderte Gäste, Klein und Groß, Jung und Alt, Katholisch und Evangelisch, Vertreter der Geistlichkeit beider Konfessionen und des öffentlichen Lebens hatten sich zur „Errichtungsfeier“ der neuen katholischen Pfarrei St. Vicelin eingefunden. Es gab viel Gesang, auch zum Mitsingen: von den Kleinen der Kindertagesstätte Spatzennest sowie vom Kirchenchor aus Neustadt. Es gab reichlich Speis und Trank und es gab zwischen angeregten Unterhaltungen kurze Reden, in denen einerseits die wirtschaftliche Notwendigkeit des Zusammenschlusses von vier Pfarreien eingestanden, andererseits von christlicher Gemeinschaftsförderung gesprochen wurde, wie es zum Beispiel Weihbischof Horst Eberlein in einem vorhergehenden Gottesdienst in seiner Predigt thematisierte: „Ein Neubeginn ist immer möglich, wenn sich die Christen innerhalb eines großen Gemeindeverbandes auf Augenhöhe begegnen, so wie Gott den Menschen begegnet.“ Bürgervorsteher Dieter Holst, der wie Bürgermeister Behnk mit von der „Party“ war, sagte: „Ich kenne Veränderungsprozesse und weiß, wie schwierig sie sein können.“ Bestehende Strukturen hätten mit Bindung und Halt und einer Art Heimatgefühl zu tun. Er wünsche, dass sich dieses Gemeinschaftsgefühl im Laufe der Zeit auch innerhalb der neuen Gemeinde einstelle. - Probst Peter Barz hob den lebendigen ökumenischen Gedanken beider Konfessionen hervor. 500 Jahre Reformation seien nicht nur Jahre der Trennung, sondern auch 500 Jahre des Wieder-Aufeinanderzugehens gewesen. Bereits seit Ende Januar 2018 besteht die neue katholische Pfarrei St. Vicelin Eutin. Sie ist ein Zusammenschluss aus bisher vier selbstständigen Pfarreien: der Pfarrei St. Marien in Eutin mit einem weiteren Kirchstandort in Bad Malente und einem Gottesdienststandort in Ahrensbök, der Pfarrei St. Antonius von Padua in Plön mit weiteren Kirchstandorten in Preetz und Lütjenburg, der Pfarrei St. Johannes der Täufer in Neustadt mit weiteren Kirchstandorten in Dahme und Grömitz sowie der Pfarrei St. Vicelin in Oldenburg mit weiteren Kirchstandorten in Heiligenhafen und Burg auf Fehmarn. Die Leitung dieser neuen Groß-Pfarrei hat Pfarrer Dr. Bernd Wichert. Der Hauptsitz der Pfarrei ist in Eutin mit der Pfarrkirche St. Marien. Alle Kirchen werden mit ihren jeweiligen Namen weiter bestehen, die Gemeindebüros vor Ort bleiben erhalten. Zunächst wird durch den Zusammenschluss lediglich die kirchliche Verwaltung zusammengelegt. Die bisherigen hauptamtlichen pastoralen Mitarbeiter/Innen werden bis auf weiteres ihre Stellen behalten, so dass sich in den Gottesdienstzeiten und der pastoralen Tätigkeit zunächst nichts ändert. Längerfristig sei allerdings mit einem Stellenabbau zu rechnen, hieß es in einer Verlautbarung.



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