Reporter Eutin

Wisser-SchülerInnen setzten ein blühendes Zeichen

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Eutin (aj). Große Momente vertragen eine gute Prise Pathos. Und so war es auch nicht zu hoch gegriffen, als Wisser-Schulleiter Sven Ulmer am vergangenen Freitag seine Schützlinge auf dem Schulhof am Standort in der Elisabethstraße „Am Berg“ versammelte und eine flammende Rede hielt: „Hier stehen wir, die Schülerinnen und Schüler der Wilhelm-Wisser-Schule der Klassen 5 bis 10, und wir wollen ein Zeichen setzen. Bürgerinnen und Bürger Eutins: Guckt auf unsere Schule!“ rief er. Es war ein buntes Zeichen für den Klimaschutz und für die Zukunft, denn in ihren Händen hielten die Jugendlichen Narzissen, Veilchen und Stiefmütterchen, die sie für ein Riesen-Gruppenfoto in die Höhe reckten. Von 10 bis 12 Uhr stand dann Umweltschutz auf dem Stundenplan. Für die 5. und 6. Klassen hieß das: gemeinsam mit den ZehntklässlerInnen am Schulstandort Am Kleinen See die Blumen in die Erde zu bringen. Dort war für diesen Zweck entlang des Fußweges an der Lübschen Koppel auf dem Schulrasen ein Streifen umgegraben worden, der am Ende der Aktion genauso frühlingslebendig aussah, wie sich Dr. Ute Scholz vom Vorstand des Schulvereines das gedacht haben mag, als sie gemeinsam mit ihrem Sohn Jesse, der Schulsprecher an der Schule ist, die Idee „Flowers For Future“ ersann: „Unser Anliegen ist es, dass Thema Umwelt- und Klimaschutz in den Mittelpunkt zu rücken“, sagte sie. Während am See gepflanzt wurde, beschäftigten sich die übrigen Klassen Am Berg mit Themen wie dem richtigen Heizen oder dem sauren Regen.
Die siebten Klassen waren derweil unterwegs, um Müll zu sammeln. Rund 80 Müllsäcke standen schließlich auf dem Schulhof am Kleinen See, drumherum die spürbar empörten SchülerInnen, die sie gefüllt hatten: „Teilweise lag der Müll nur drei Meter von den Mülleimern entfernt. Das ist unverschämt“, schimpfte Emma. Und Janik berichtete gar von einem Ofen, den er aus dem Gebüsch gezogen hatte. Für den Einsatz gab es von vielen Passanten Lob, aber auch kritische Stimmen bekamen die Sammelnden zu hören: „Jemand meinte, dafür sei doch die Stadt zuständig“, erzählten die Jugendlichen. Für die SiebtklässlerInnen selbst indes war das Müllsammeln einmal mehr eine sinnvolle Aktion, dafür stand schon die Menge an Unrat, den sie rund um den Kleinen See aus der Natur entfernt hatten. Dort sollen stattdessen künftig Blumen blühen – und zwar jedes Jahr wiederkehrend: „Wenn Ihr in zehn Jahren hier vorbeigeht und die Narzissen und Veilchen seht, könnt Ihr sagen: ‚Ich war dabei, als die gepflanzt wurden!‘“, waren die Worte, mit denen Schulleiter Ulmer den Tag beschloss.



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