Marlies Henke

Grömitz' Seenotretter helfen bei Befreiung von gestrandetem Wal

Am Donnerstag noch lag der Wal am Strand vor Niendorf fest. Der Seenotrettungskreuzer „Felix Sand“ aus Grömitz sicherte die Rettungsarbeiten ab. (Die Seenotretter – DGzRS/Alexander Krüger)

Am Donnerstag noch lag der Wal am Strand vor Niendorf fest. Der Seenotrettungskreuzer „Felix Sand“ aus Grömitz sicherte die Rettungsarbeiten ab. (Die Seenotretter – DGzRS/Alexander Krüger)

Bild: Die Seenotretter – DGzRS/Alexander Krüger

Niendorf/Grömitz. Die Seenotretter der Station Grömitz der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) haben am vergangenen Donnerstag die Rettungsaktion für den etwa zwölf Meter langen, gestrandeten Buckelwal vor Niendorf/Ostsee unterstützt. In der Nacht schwamm das Tier in tieferes Wasser.

Bereits am Montag war das offenbar verirrte Tier, dessen natürliches Revier der Atlantik ist, vor Niendorf festgekommen. Die zuständige Gemeinde Timmendorfer Strand leitete die Rettungsaktion mit der Unterstützung zahlreicher Behörden und Organisationen vor Ort. Bagger gruben eine Rinne, durch die sich das Tier aus dem Flachwasserbereich in der Nacht auf Freitag in tieferes Wasser freischwimmen konnte.

Im Rahmen der Amtshilfe war die DGzRS angefragt worden, ob es möglich sei, die Rettungsbemühungen für den gestrandeten Wal zu unterstützen. Da vor Ort viele kleinere Boote im Einsatz waren, diente die Anwesenheit des Seenotkreuzers vor allem auch der Sicherheit der im Einsatz befindlichen Besatzungen.

Der Seenotrettungskreuzer „Felix Sand“ war während der Baggerarbeiten auch vor Ort, um im Falle des Aufschwimmens die Schiffe und Boote vor Ort zu koordinieren, die im Geleitzug dafür sorgen sollten, dass der Wal nicht zurück in den Flachwasserbereich geriet. An Bord war eine Mitarbeiterin des Instituts für Terrestrische und Aquatische Wildtierforschung (ITAW), selbst freiwillige Seenotretterin auf der Station Büsum der DGzRS, die die Baggerarbeiten von Bord aus koordinierte. Das ITAW stand der Gemeinde während der gesamten Rettungsaktion beratend zur Seite.
Ab dem frühen Abend bis nach Mitternacht waren für die Ostsee zunehmende Wasserstände um etwa 40 Zentimeter vorausgesagt worden. In der Nacht gelang es dem Wal, sich freizuschwimmen.
In der in Teilbereichen flachen Lübecker Bucht besteht für das Tier allerdings weiterhin die Gefahr, erneut zu stranden. (red)


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