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HSG Ostsee unterliegt mit 30:37 bei den Sportfreunden Söhre

Bild: AdobeStock

Es fing so gut an: Die HSG Ostsee präsentierte sich unter der Woche in guter Trainingsform und zeigte zuletzt von Spiel zu Spiel eine erkennbare Formkurve nach oben - das sollte sich zunächst auch im Spiel widerspiegeln. Die Ostseemänner wirkten wach und aufgeräumt und gingen in der 10. Spielminute durch Rechtsaußen Finn Kretschmer mit 7:4 in Führung. Die Sportfreunde aus Söhre sahen sich früh zur ersten Auszeit gezwungen. Doch auch dieses Time-out brachte zunächst nicht den gewünschten Effekt. Ein Doppelschlag von Jasper Bruhn stellte auf 11:7 für die Mannschaft von der Ostseeküste. Diese Vier-Tore-Führung konnte die HSG zunächst behaupten, ehe der Gastgeber auf 13:16 verkürzte. Nachdem die HSG Ostsee unmittelbar darauf einen Siebenmeter vergab, erzielte die Heimmannschaft mit der Schlusssirene noch den Treffer zum 14:16 Halbzeitstand.

Zunächst sah es dennoch so aus, als könnte die HSG Ostsee den Vorsprung in Halbzweit zwei über die Zeit bringen. Friedrich Kilias erhöhte in der 36. Spielminute erneut auf 16:20 - der alte Vier-Tore-Abstand war wiederhergestellt. Doch nun zeichnete sich ein erster Bruch im Spiel der Ostseemänner ab.

Die Söhrer verkürzten den Rückstand Schritt für Schritt. Die Disqualifikation von Jasper Bruhn, der bei einer Abwehraktion zu spät kam, leitete schließlich die Wende ein. Ohne ihren erfahrenen Zielspieler agierte die HSG zunehmend kopflos und zeigte deutliche Auflösungserscheinungen.

Zwar konnte man die Partie bis zur 51. Minute beim Stand von 28:27 noch einigermaßen offen gestalten, doch eine Auszeit der Gastgeber brachte den endgültigen Bruch im Spiel der HSG. Ein anschließender 9:2-Lauf der Söhrer sorgte für klare Verhältnisse. Das letzte Tor der Begegnung durch Kreisläufer Mats Schramm stellte lediglich Ergebniskosmetik dar.

Der 37:30-Endstand bedeutet: Die Söhrer machten einen wichtigen Schritt in Richtung Klassenerhalt, zogen mit nun zwei Punkten an der HSG Ostsee vorbei und sicherten sich aufgrund des Unentschiedens im Hinspiel (35:35) auch den direkten Vergleich. Auch wenn noch 14 Partien ausstehen, wird der Endspurt für die HSG Ostsee kein leichter. Bereits am kommenden Wochenende wartet mit dem EHV Aue die nächste schwere Aufgabe.

 

EHV Aue zu Gast an der Ostseeküste

Die HSG Ostsee empfängt am Samstag, dem 24. Januar den EHV Aue zum ersten Heimspiel des Kalenderjahres 2026. Anwurf ist diesmal bereits um 17 Uhr.

Die Gästemannschaft, die ihre Heimspiele in der Erzgebirgshalle in Lößnitz austrägt, möchte zeitnah wieder in die 2. Handballbundesliga aufsteigen und verfügt entsprechend über ein enormes Potenzial in der Mannschaft. Aktuell gehört man mit 21:9 Punkten nach wie vor zum oberen Tabellendrittel und damit zu dem erweiterten Kreis der Favoriten im Kampf um die Aufstiegsplätze. Auch das Hinspiel gegen die HSG Ostsee konnte man vor circa 800 Heimfans mit 31:26 für sich entscheiden.

 

HSG Ostsee unter Zugzwang

Damit die HSG Ostsee N/G den Anschluss an das rettende Ufer nicht frühzeitig verliert, sollten zeitnah, am besten schon an diesem Wochenende die ersten Punkte eingefahren werden. Dies wird vor dem Hintergrund verstärkt, dass die direkten Tabellennachbarn, der Oranienburger HC und die HG Hamburg-Barmbek am kommenden Wochenende im direkten Duell aufeinandertreffen und entsprechend zwei Punkte unter diesen Mannschaften verteilt werden.

Dennoch ist man an der Ostseeküste optimistisch, zeitnah in die Erfolgsspur zurückzufinden. Das Training unter der Woche läuft unter hoher Intensität, man kann auf einen breiten Kader zurückgreifen und hat - auch nach dem kommenden Heimspiel - noch 13 weitere Saisonspiele vor der Brust. (red)


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