

Neustadt. Trotz hochsommerlicher Temperaturen waren am Donnerstagabend zahlreiche Besucher, darunter viele Pelzerhakener, zur Sitzung der Neustädter Stadtvertretung ins Rathaus gekommen. Kein Wunder, standen doch gleich zwei wichtige Themen für den Ortsteil auf der Tagesordnung.
Zunächst ging es um die Wiederherstellung des Uferwanderwegs zwischen Neustadt und Pelzerhaken (der reporter berichtete). Nachdem das Thema in den vergangenen Monaten mehrfach in Ausschüssen beraten worden war, fiel die Entscheidung diesmal ohne größere Diskussion.
Der beschädigte Wegabschnitt soll in Abstimmung mit den Grundstückseigentümern rund acht Meter landeinwärts neu angelegt werden. So soll der beliebte Wanderweg langfristig besser vor weiteren Abbrüchen des Steilufers geschützt werden.
Sollte sich im Planungsverfahren herausstellen, dass eine Verlegung in diesem Abstand nicht überall möglich ist, soll in den besonders gefährdeten Bereichen eine einfachere und kostengünstigere Bauweise gewählt werden. Hintergrund ist, dass dort auch künftig mit weiteren Uferabbrüchen gerechnet werden muss. Für die Wiederherstellung des Uferwanderwegs sollen bis zu 180.000 Euro bereitgestellt werden. Die Mittel sollen im Nachtragshaushalt 2026 sowie im Haushalt 2027 eingeplant werden.
Der Uferwanderweg zähle zu den beliebtesten Spazier- und Wanderstrecken der Region, betonte Tourismusausschussvorsitzender Dirk Cremer (BGN). Er werde sowohl von Einheimischen als auch von zahlreichen Urlaubsgästen genutzt und sei deshalb für den Tourismus ebenso wie für die Naherholung von großer Bedeutung.
Im Anschluss befasste sich die Stadtvertretung mit der geplanten neuen Seebrücke in Pelzerhaken. Konkret ging es um die Bereitstellung weiterer Haushaltsmittel für die Fortsetzung der Planungen. Das Vorhaben war bereits im Tourismusausschuss ausführlich und teils kontrovers diskutiert worden (der reporter berichtete).
Auch am vergangenen Donnerstag standen sich die bekannten Positionen gegenüber. Während die Befürworter die Bedeutung der Seebrücke für den Tourismus und den Wirtschaftsstandort Pelzerhaken hervorhoben, verwiesen die Kritiker auf die steigenden Baukosten und die finanziellen Auswirkungen auf andere städtische Projekte.
Am Ende folgte die Stadtverordnetenversammlung der Empfehlung des Tourismusausschusses. Mit 21 Ja-Stimmen, sieben Gegenstimmen und zwei Enthaltungen beschloss sie, die Planung der neuen Seebrücke fortzuführen und die dafür erforderlichen Haushaltsmittel bereitzustellen.
Sollte die Brücke gebaut werden (das ist noch nicht beschlossen worden) würden sich die Gesamtkosten auf 5.682.000 Euro belaufen. Nach Abzug der erwarteten Fördermittel von 3.344.400 Euro müsste die Stadt dann 2.337.600 Euro finanzieren. (gm)



