Marlies Henke

Neustadt hat einen neuen Hingucker Installation zur Mitmach-Aktion „Vernetzung“ ist fertig

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Neustadt in Holstein. Wie viele Fäden zu kleinen Maschen und Verknüpfungen werden und am Ende ein großes Netz-Kunstwerk bilden, das dazu noch von vielen Menschen gestaltet wurde, kann jetzt an der Stadtkirche bewundert werden.
 

Anfang August hatte die Kulturschaffende Heike Rhein zu der Mitmachaktion „Vernetzung“ aufgerufen, bei der für eine Installation verschiedene Wollteile aus weißem Garn hergestellt werden sollten (der reporter berichtete). Am vergangenen Montag stellte die Initiatorin das fertige Werk vor.
 
Über 200 Wollteile wurden von den Teilnehmenden im eska-Kaufhaus und bei Wolle & Kunst abgegeben. „Mitgemacht haben Kinder, Jugendliche und Erwachsene aus Neustadt und aus anderen Orten, die sich mit Neustadt verbunden fühlen. Wir sind heute stellvertretend hier, um allen Danke zu sagen“, erklärte Heike Rhein.
 
Der Gedanke hinter dem Projekt sei, dass die Menschen im Guten wie im Schlechten, im Kleinen wie auch weltweit miteinander vernetzt sind, erläuterte die Initiatorin weiter. Sie wolle mit dem Projekt aber auch zum kritischen Nachdenken anregen: „Was heißt eigentlich Vernetzung? Sind wir wirklich gut miteinander in Kontakt? Wissen wir, wie es den Menschen in unserem Umfeld geht? Oder gibt es nur ein Smiley und ein ‚Daumen hoch‘?“
 
Inspiriert wurde Heike Rhein durch die Skulptur „Die Tänzerin“ von Ayla Turan und der kürzlich stattgefundenen Skulpturen-Triennale. „So liefen die Fäden zu dem Gedanken zusammen, das Thema Vernetzung aufzugreifen und einen großen Stein zu umgarnen“, erzählte Heike Rhein, die sich über das Ergebnis freut: „Das ist ein richtiger Hingucker geworden. Viele Menschen bleiben hier stehen, machen Fotos und kommen miteinander ins Gespräch. Der Stein hat so schon einen Spitznamen bekommen: Redestein.“
 
Unterstützt wurde das Projekt von der Ev.-luth. Kirchengemeinde Neustadt, die die Rasenfläche zur Verfügung stellte sowie vom Bauhof der Stadt Neustadt und von Uwe Muchow aus dem Orga-Team der Europäischen Skulpturen-Triennale, aus deren Fundus der Findling stammt.
„Man könnte die Installation auch Verletzung nennen, denn von dem Stein ist ein Teil abgebrochen. Durch die Vernetzung kann er jetzt vielleicht geschützt werden“, so Muchows Gedanke zu dem Werk. Auch Bürgermeister Mirko Spieckermann zeigte sich begeistert: „In Neustadt sind die Menschen in vielfältigster Art und Weise und bei vielen Projekten vernetzt. Darum ist die Installation symbolhaft für das Gemeinwesen unserer Stadt. (he)


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