Gesche Muchow

S-H: Zweitimpfung mit mRNA-Impfstoff

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Wer seine erste Corona-Impfung mit AstraZeneca erhalten hat, kann sich auch in Schleswig-Holstein zum zweiten Termin mit einem mRNA-Impfstoff impfen lassen.

Wer seine erste Corona-Impfung mit AstraZeneca erhalten hat, kann sich auch in Schleswig-Holstein zum zweiten Termin mit einem mRNA-Impfstoff impfen lassen.

Foto: Gesche Muchow

Kiel. Wie das Land Schleswig-Holstein mitteilte, werde ab sofort das Vorgehen bei der Corona-Impfung geändert: Künftig sollen alle Personen, die ihre Erstimpfung mit dem Impfstoff von AstraZeneca erhalten haben, zu ihrem zweiten Impftermin einen mRNA-Impfstoff erhalten. Damit reagiert das Land auf eine Empfehlung der Ständigen Impfkommision (STIKO).
 
Impftermine bleiben bestehen
In den schleswig-holsteinischen Impfzentren können alle Zweitimpfungen wie geplant stattfinden. Jeder, der seinen Zweitimpfungstermin dort wahrnimmt, kann mit einem mRNA-Impfstoff geimpft werden. Selbstverständlich kann es auf Wunsch und in Absprache mit dem Impfarzt oder der Impfärztin auch eine zweite Dosis AstraZeneca an dem Zweitimpfungstermin geben. Personen, die im Rahmen der offenen Impfaktionen mit AstraZeneca geimpft wurden, erhalten bei ihrem Zweitimpfungstermin ebenfalls die Impfung mit einem mRNA-Impfstoff.
 
„Wichtig ist, dass in Schleswig-Holstein keine Termine verlegt werden müssen und keine Stornierungen notwendig sind“, sagte Gesundheitsminister Dr. Heiner Garg. „Unabhängig davon gilt aber weiterhin: Impfen schützt – und jede abgeschlossene Impfung führt zu einem guten Impfschutz. Lassen Sie sich impfen.“
 
Der Minister appellierte an das Verantwortungsbewusstsein der Bürger*innen, Termine rechtzeitig zu stornieren, wenn diese nicht wahrgenommen werden könnten, um sie anderen zur Verfügung zu stellen: „Je mehr Menschen mitmachen, desto schneller und besser sind wir gegen das Coronavirus gewappnet. Lassen Sie uns gemeinsam diese Pandemie überwinden.“
 
Offene Impfaktionen
Zahlreiche Impfzentren im Land bieten im Juli offene Impfaktionen mit Vektor-Impfstoffen (AstraZeneca und Johnson&Johnson) an (der reporter berichtete) . Kreise und kreisfreie Städte informieren eigenständig über die Aktionen. Der Corona-Impfstoff von Johnson&Johnson ist bislang der erste COVID-19-Impfstoff, bei dem nur eine Impfdosis für einen umfassenden Schutz nötig ist. Bereits 14 Tage nach der Impfung gelten die Menschen als vollständig geimpft. Dies wird sowohl im gelben Impfpass, als auch nach Scannen des QR-Codes auf dem Impfzertifikat in den Apps wie der Corona-Warn-App und der CovPass-App so angezeigt.
 
Nachträglich digitales Zertifikat erhalten
Zum offiziellen Start des digitalen Impfnachweises am bietet das Gesundheitsministerium einmalig allen Personen, die vor dem 17. Juni 2021 in den Impfzentren des Landes geimpft wurden, die Möglichkeit, Ihren digitalen Impfnachweis zu erhalten. Diese Bürger*innen erhalten eine E-Mail, über die sie das digitale Zertifikat anfordern können. Die ersten E-Mails werden in den kommenden Tagen verschickt. Wer bereits ein digitales Zertifikat erhalten hat, etwa über eine Apotheke, kann die Mitteilung ignorieren.
 
Weitere aktuelle Informationen sowie die täglichen Fallzahlen finden Sie auch in unserem Corona-Newsticker und online unter www.der-reporter.de. (red/gm)


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