Petra Remshardt

Anzeige: Fehlwürfe nach Systemumstellung auf Gelbe Tonne

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Ostholstein. Seit Anfang Juli werden Leichtverpackungen im Kreis Ostholstein nicht mehr in Gelben Säcken, sondern in Gelben Tonnen erfasst. Leider landet seit der Systemumstellung immer häufiger Restmüll in der Gelben Tonne. Das hochwertige Recycling und die Arbeit in den Sortieranlagen werden erschwert.
Der Kreis Ostholstein verabschiedete sich Anfang des Monats von den alten Säcken und begrüßte die neue Gelbe Tonne für Verpackungen. Insgesamt wurden knapp 60.000 Behälter verteilt. So werden allein im Kreis Ostholstein circa 6,5 Millionen Plastiksäcke gespart: Joghurtbecher, Konserven und weitere Verpackungen aus Metall und Kunststoff landen seit Juli in der Gelben Tonne. „Es ist wichtig, dass nur Verpackungen in der Gelben Tonne landen. Sind Restmüll oder andere Störstoffe in der Verpackungstonne enthalten, können die Verpackungen nicht mehr sortiert und weiterverarbeitet werden“, so Michael Rakete, Geschäftsführer der ZVO Entsorgung GmbH.
 
 
Seit 18 Monaten gelten in Deutschland für Verpackungen aus privaten Haushalten hohe Recyclingquoten. Diese können nur erreicht werden, wenn die Wertstoffe in den Haushalten getrennt gesammelt werden. Oft kommt es im Zuge der Umstellung von Sack- auf Tonnensammlung zu einer Erhöhung der Störstoffquote. Das betrifft auch den Kreis Ostholstein. „Seit Einführung der Gelben Tonnen haben wir etwa 15 Prozent mehr Störstoffe, insbesondere Restabfälle“, stellt Rakete fest. Es handelt sich meist um sogenannte intelligente Fehlwürfe. Das sind beispielsweise Produkte aus Plastik, die keine Verpackung sind, wie zum Beispiel Zahnbürsten, CDs oder DVDs. „Wenn wir in Ostholstein die Recyclingquote erreichen wollen, müssen die Fehlwürfe sinken“, betont Ralph Rillox, Leiter Kommunaler Abfall der ZVO Entsorgung GmbH.
Um auch weiterhin die Qualität der erfassten Wertstoffe zu sichern, startet die ZVO ein Aufklärungsprogramm zur Sammlung von Leichtverpackungen. Die Bürger erhalten auf Facebook Antworten auf häufige Fragen, lernen gängige Vorurteile kennen, finden Trennhinweise und Hintergrundinformationen. Denn es ist nicht immer ganz leicht, zu entscheiden, was in die Gelbe Tonne gehört und was in die Restmülltonne gehört. (red)


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