Marlies Henke

„Blaulichtfamilie“ feierte Gottesdienst – Zeit der Besinnung für Helfer und Retter

Süsel. Es war ein Familiengottesdienst der besonderen Art: Neben dem Kameraden aus der Ehrenabteilung saß ein Mädchen der Jugendfeuerwehr und neben der Polizistin in dunklen Uniform leuchtete neon-orange eine Gruppe in Rettungsdienst-Jacken. Wie alle zwei Jahre fand am vergangenen Montag wieder der ökumenische „Gottesdienst für Rettende und Helfende“ statt, den Kirchengemeinde und Kirchenkreis gemeinsam mit einem Vorbereitungsteam organisierten.
 
Im Kirchenportal blinkte das Blaulicht zur Begrüßung und Modelle von Einsatzfahrzeugen schmückten die gefüllten Kirchenbänke – alles vorbereitet von Silke Rüting, die nicht nur in der Süseler Kirchengemeinde als Küsterin die Gottesdienste begleitet, sondern auch selbst aktiv in der Feuerwehr tätig ist.
Zu helfen, zu retten, das sei das Herz des Auftrags, dem die Mitglieder der „Blaulichtfamilie“ sich verschrieben hätten, sagte Pastor Christopher Noll in seiner Predigt. Der 50-jährige Notfallseelsorger des Kirchenkreises Ostholstein sprach auch von den Erfahrungen, wenn Hilfe nicht mehr möglich sei. Er ergänzte sehr persönlich: „Ein Satz, der mich das aushalten lässt, ist das Bibelwort ‚Gott kennt dich beim Namen‘.“
Im Gottesdienst gab es auch eine Zeit der Besinnung, um Kerzen anzuzünden. Über 80 Kerzen brannten schließlich in einem kreuzförmigen Sandbett im Altarraum als Zeichen der Hoffnung. Nur eine Sache fehlte – allerdings absichtlich: der Klingelbeutel. Das Sammeln einer Kollekte sei natürlich eine wichtige christliche Tradition, so Hausherr Pastor Matthias Hieber, der selbst ehrenamtlich als Feuerwehr- und Notfallseelsorger tätig ist. Trotzdem, so Hieber, sei im Vorbereitungsteam sehr schnell klar gewesen, in diesem Gottesdienst auf eine Spendensammlung zu verzichten: „Denn wir wollen denen Gutes zu tun, die anderen in Not zu Hilfe kommen“.
Auch am Tresen der DRK-Bereitschaft spielte Geld keine Rolle: Nach dem Gottesdienst sorgten die Süseler Rotkreuzler für heiße Grillwürstchen und Getränke. Nur zwei kleine Spendendosen standen dafür auf dem Tisch. Dazu Bereitschaftsleiter Robin Cyriacks: „An so einem Tag reicht es völlig aus, wenn wir die Unkosten wieder reinbekommen.“ (red)


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