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Marco Gruemmer

Dahmes Bürgermeisterin zieht erste Bilanz

Stefanie Friedrich-Suhr, Bürgemeisterin der Gemeinde Dahme.

Stefanie Friedrich-Suhr, Bürgemeisterin der Gemeinde Dahme.

Bild: Marco Gruemmer

Dahme. Am 26. Juni 2023 wurde Stefanie Friedrich-Suhr (FD) zur Bürgermeisterin der Gemeinde Dahme gewählt (der reporter berichtete). „Ich hoffe inständig, dass wir in Zukunft gemeinschaftlich und interfraktionell die Geschicke unseres Ostseebades lenken. Nutzen wir die spürbare, positive Stimmung, packen wir es an und führen unser schönes Dahme mit harmonischer und erfolgreicher Politik in eine gute Zukunft“, waren vor einem Jahr ihre ersten Worte zum Amtsantritt.

Knapp 365 Tage später zog Stefanie Friedrich-Suhr im Rahmen einer Sitzung der Gemeindevertretung am vergangenen Dienstag eine erste Bilanz ihres Wirkens. Zu Beginn ihrer Zeit als Bürgermeisterin sah sie sich mit diversen haushalterischen Belastungen konfrontiert. Dazu zählten unter anderem das nie ausgetragene Polo-Turnier, die Kündigung des ehemaligen Tourismusleiters, die Zuschussgeschäfte von Zirkus und Riesenrad, die Explosion von Personalkosten sowie die Oberflächenentwässerung im Zuge des Baugebietes Südliches Kampland.

Erfreulich hingegen, dass verschiedene Maßnahmen beim TSV Dahme umgesetzt werden konnten, der Neubau des F###euerwehrgerätehauses auf den Weg gebracht wurde, die Umgestaltung des Kurparks mit neuen Sitzgruppen, Kinderspielangeboten und dem Umbau zum Naturerlebnis mit Brunnenbau und Teichsanierung begonnen hat und der Tourismus-Service mit Thorsten Dücker an der Spitze neue Strukturen installieren konnte. Auch das einstige „Sorgenkind“ Sport- und Gesundheitszentrum ist spätestens seit dem Einstieg der operativen Geschäftsführung Katharina Olm auf einem guten Weg. „Hier sind der Abbau des Sanierungs- und Reparaturstaus, erweiterte Kurs- und Kosmetikangebote sowie neue Spinningräder zu nennen“, erläuterte Stefanie Friedrich Suhr und ergänzte: „Die Ortsbildverschönerung und Straßenbaumaßnahmen können relativ zügig umgesetzt werden. Viele große Projekte stehen jedoch noch in den Startlöchern. Seien Sie gespannt.“

Kindertagespflege oder Kindertagesstätte?

Weiter und auf Hochtouren laufen in Dahme die Planungen zur Umsezung einer Kinderbetreuung. Julia Möller und Nadine Pohl gaben einen Überblick der aktuellen Lage. Der grundsätzliche Bedarf wurde mittlerweile seitens des Kreises bestätigt. Gespräche über notwendige Umbaumaßnahmen des Gemeindehauses wurden geführt. Diese seien gar nicht so gravierend, als größtes Problem kristallisierte sich das Dach heraus. Generell stelle sich die Frage, welches Modell praktiziert werden solle. Dies könne eine Naturgruppe, eine Regelkita, eine Kindertagespflege oder ein Mischkonzept sein.

Neugestaltung einer barrierefreien Bushaltestelle

Nach dem Personenbeförderungsgesetz hat die Gemeinde Dahme die Planungsverpflichtung, den öffentlichen Personennahverkehr vollständig barrierefrei zu gestalten. Nach einer Standortprüfung wurde die Haltestelle Seestraße in Fahrtrichtung Grube als erstes Umbauprojekt ausgewählt.

Im Laufe der Planungen stellte sich heraus, dass die bestehende Haltestelle aufgrund des größeren Platzbedarfs einer barrierefreien Haltestelle an einen neuen Standort verlegt werden muss. Als neuer Standort wurde der Kreuzungsbereich Memelstraße – Seestraße ermittelt. Zusätzlich zur barrierefreien Haltestelle könnte ein Behindertenparkplatz errichtet werden, was Synergien mit Krankentransporten ermöglichen würde. Die bestehende Haltestelle Seestraße würde aufgelöst.Die Kosten für die Neuerrichtung einer barrierefreien Bushaltestelle werden auf 48.900 Euro brutto geschätzt.

Die Bürgermeisterin wurde beauftragt, die Ausschreibung der erforderlichen Bauleistungen sowie eine Prüfung der Ausbaubeitragspflicht durch die Verwaltung zu veranlassen.

Instandsetzungsarbeiten der Straßen Ulmenweg und Kornhof

Aufgrund der langen Nutzungsdauer und verschiedener Bauarbeiten am und um den Straßenkörper haben die Straßen Ulmenweg und Kornhof ihre Abnutzungsgrenze erreicht. Der Straßenunterbau entspricht nicht mehr den aktuellen Normen, wodurch die nutzungsbedingten Lasten nicht mehr schadlos in den Untergrund abgeleitet werden können. Für eine fachgerechte Instandsetzung der beiden Straßen ist daher eine Erweiterung des gesamten Unterbaus sowie das Aufbringen einer neuen Deckschicht erforderlich. Die Gemeindevertertung folgte mit ihrer Entscheidung der Empfehlung des Bauausschusses. Aufgrund des schlechten Zustands der Straßen werden diese von Grund auf erneuert. Dabei wird die Herstellung einer verkehrsberuhigten Straße in Pflasterbauweise angestrebt. Bei einem grundhaften Straßenausbau müssen Ausbaubeiträge erhoben werden. Da es sich bei beiden Straßen um reine Anliegerstraßen handelt, tragen die Anlieger 75 Prozent der Kosten. Die geschätzten Gesamtkosten für den grundhaften Ausbau belaufen sich auf 468.384 Euro brutto einschließlich Nebenkosten. Die Kostenaufteilung erfolgt wie folgt: 75 Prozent Anliegeranteil: 351.288,00 Euro, 25 Prozent Eigenanteil Gemeinde: 117.096,00 Euro.

In einer Anliegerversammlung sollen die Bürgerinnen und Bürger jedoch noch ausführlich über die Baumaßnahme und Möglichkeiten der Finanzierung informiert werden. Aussage der Gemeinde Grömitz: „Niemand wird durch die Kostenbeteilung in den Ruin getrieben.“

Weiteres Mitglied im Aufsichtsrat der Sport- und Gesundheitszentrum GmbH

Vor dem Hintergrund seiner beruflichen Expertise wurde Uwe Fraust von der FD-Fraktion als neues Mitglied der Sport- und Gesundheitszengtrum GmbH vorgeschlagen. Er ist 65 Jahre alt und war als Prokurist in einem Finanzgroßhandelsunternehmen in Hamburg, dem er nach wie vor unterstützend zur Verfügung steht, tätig. Uwe Fraust wohnt seit 2022 mit Erstwohnsitz in Dahme und ist an einer gesunden Weiterentwicklung des Ortes interessiert. Er wurde einstimmig gewählt. (mg)


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