Alexander Baltz

Gemeindeentwicklungskonzept: Schönwalder haben Gesprächsbedarf

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Andreas Nagel (lks.) vom Planungsbüro Ostholstein stellte im voll besetzten Feuerwehrgerätehaus ein Gedankenkonstrukt vor.

Andreas Nagel (lks.) vom Planungsbüro Ostholstein stellte im voll besetzten Feuerwehrgerätehaus ein Gedankenkonstrukt vor.

Schönwalde. Winfried Saak freute sich über das große Interesse der Einwohner - er selbst habe nicht mit der großen Anzahl an Menschen gerechnet. Mit zwei positiven Nachrichten konnte der Bürgermeister die Versammlung eröffnen. Mit einem neuen Pächter der Waldschänke kehre nun wieder neues Leben auf dem Bungsberg ein und die Planungen für den neuen Edeka-Markt an der Oldenburger Straße/Milchstraße stünden kurz vor Vertragsunterzeichnung.
 
Dann ging es in die Planungen zur Gemeindeentwicklung. Darüber informierte Dipl.-Ing. Andreas Nagel die Schönwalder und machte deutlich, dass es sich hierbei nicht um ein Konzept, sondern zunächst um eine Ideensammlung handele, die nach dem ersten Auftaktgespräch mit den Gemeindevertretern entstanden sei. Wichtig für die Planungen sei zunächst die Tatsache, dass die Einwohnerzahl in den vergangenen 10 Jahren kaum gestiegen ist, während die Menschen in der Gemeinde gleichzeitig immer älter werden. Folgende Ziele wurden in seiner Präsentation aufgegriffen:
 
Verkehr, ÖPNV, Mobilität: Vernetzung der Ortsteile verbessern, Bürgerbus, Radweg nach Lensahn bauen und Radwege entlang aller Landesstraßen errichten. Viele Anwesenden erhoffen sich hierbei auch eine bessere Schülerbeförderung und eine Beruhigung der Eutiner Straße, um den Ort für Fußgänger attraktiver zu machen.
 
Wirtschaft, Tourismus, Gastronomie: Einrichtung eines Wohnmobilstellplatzes, Wiederbelebung der Gastronomie mit Veranstaltungssaal, Mountainbikestrecke am Bungsberg und Vorbehaltsflächen für touristische Angebote am Bungsberg.
 
Soziales und Kultur: Förderung der Zusammenarbeit der Verbände und Vereine (eventuell mit einem Dachverband) und Nutzung der Sozialen Netzwerke wie Facebook, WhatsApp und Instagram. Für die Einwohner war hierbei wichtig, auch den Sportplatz in die Förderungen mit einzubeziehen.
 
Wohnen und Bauen: Geschosswohnungsbau fördern und Schaffung von Bauplätzen fördern nach dem örtlichen Bedarf. Ein großflächiges Neubaugebiet sei nicht geplant.
 
Breitband, Energie und Landwirtschaft: Hier stehe Schönwalde durch den Breitbandausbau und den Windpark gut da. Ladestationen an öffentlichen Orten und Gebäuden sollen verstärkt ausgebaut werden.
 
Wichtig in der allgemeinen Diskussion war den Anwesenden und auch Bürgermeister Winfried Saak das leer stehende Landhaus. „Es ist ein zentraler Ort und ein schönes Stück Schönwalde, das gerettet werden sollte“, so Saak. Ein erneuter Termin zur Fortsetzung der Gespräche mit interessierten Einwohnern ist für die nächste öffentliche Sitzung des Gemeinderates angedacht. (ab)


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