Kristina Kolbe

Gemeinsam gegen AIDS - Aufklärung statt Verdrängung

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Amtsarzt Saban Omer Oglou vom Fachdienst Gesundheit, Klassenlehrerin der 8d Sabine Bethke, Bürgermeister Mirko Spieckermann, Lehrer Ralf Hübner und Schulleiter Karsten Kilian unterstützen die Aktion gemeinsam mit der Klasse 8d (v. lks.).

Amtsarzt Saban Omer Oglou vom Fachdienst Gesundheit, Klassenlehrerin der 8d Sabine Bethke, Bürgermeister Mirko Spieckermann, Lehrer Ralf Hübner und Schulleiter Karsten Kilian unterstützen die Aktion gemeinsam mit der Klasse 8d (v. lks.).

Neustadt. Unter dem Motto „Aufklärung statt Verdrängung“ zog der diesjährige Welt-AIDS Tag am vergangenen Freitag im Küstengymnasium ein. Die Schüler der Klasse 8d hatten hierzu einen Informationsstand vorbereitet und standen den ganzen Tag über abwechselnd den restlichen Klassen Rede und Antwort und verteilten Infomaterial zum Thema AIDS und HIV. Zuvor hatten sie die Thematik im Unterricht behandelt.
 
Die Frage, die sich den Schülern dabei am dringlichsten stellte, war, ob die Krankheit heilbar ist. Hierzu erklärte Amtsarzt Saban Omer Oglou vom Fachdienst Gesundheit, der die Aktion begleitet hatte: „Nein, die Krankheit ist nicht heilbar. Eine Infektion zieht eine lebenslange medikamentöse Behandlung nach sich“. Weltweit sterben immer noch eine Millionen Menschen jährlich an AIDS. 86.100 Erkrankte gibt es allein in Deutschland, die Dunkelziffer noch gar nicht mit eingerechnet.
 
Auch die Frage nach dem Infektionsweg stand im Mittelpunkt des Interesses. Darauf antwortete Saban Omer Oglou ganz klar: „Ihr müsst euch schützen“.
 
„In der 8. Klasse sind die Schüler noch sehr unerfahren, daher ist die Aufklärung besonders wichtig“, berichtete auch Klassenlehrerin Sabine Bethke. Die Schüler seien sehr wissbegierig und begegneten dem Thema ohne Vorurteile. Den Informationsstand haben die Schüler übrigens selbst mitgestaltet, dadurch habe es eine wesentlich kleinere Hemmschwelle gegenüber dem Thema AIDS bei allen interessierten Schülern gegeben, so Bethke.
 
Die Behandlung des Themas füge sich in das an vielen Schulen praktizierte Präventionsprogramm ein, bei dem auch Themen wie Cyber Mobbing, Drogen, Gewalt und vieles mehr aufgegriffen werden, so Schulleiter Karsten Kilian. Am Anfang all dieser Themen stehe die Selbstbehauptung, wenn die Schüler lernen „Nein“ zu sagen, schützen sie sich. Es sei wichtig, sich bewusst zu machen, das AIDS nicht das Thema der anderen ist, sondern jeden etwas angeht, so Kilian weiter.
 
Auch die Stadt Neustadt unterstützt diese Aktion. Bürgermeister Mirko Spieckermann bekräftigte in diesem Zusammenhang: „Wir sind froh, dass der Fachdienst Gesundheit in diesem Jahr eine Neustädter Schule als Kooperationspartner für dieses wichtige Thema gewählt hat“.
 
Der Fachdienst Gesundheit des Kreises Ostholstein zeigte außerdem den Film „Same same but different“ im Foyer der Schule.
 
„Mit dieser Aktion der AIDS-Beratungsstelle des Kreises Ostholstein soll die Wichtigkeit und Notwendigkeit der HIV/AIDS-Aufklärung betont werden“, so die Leiterin des Fachdienstes, Dr. Maria Kusserow. Die inhaltliche Auseinandersetzung mit dem Thema und wie man sich vor einer HIV-Ansteckung schützt, stehe dabei im Vordergrund.
 
Das Ziel des Welt-AIDS-Tages im Kreis Ostholstein ist die Aufklärung über HIV und AIDS und die inhaltliche sowie interaktive Auseinandersetzung mit den Themen „HIV/AIDS“ und wie schütze ich mich vor einer HIV-Ansteckung. Der Film von Detlef Buck soll nahe bringen, dass die Bedrohung durch HIV/AIDS noch unverändert hoch ist. Die AIDS-Erkrankung ist nicht heilbar, sondern nur behandelbar. Weltweit leben etwa 30 Millionen Menschen mit der HIV-Infektion und AIDS-Erkrankung (Quelle: Schätzung WHO/UNAIDS). Alle fünf Minuten sterben weltweit etwa 30 Menschen an AIDS, 50 Menschen haben sich in dieser Zeit neu mit HIV infiziert. (red/ko)


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