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Marco Gruemmer

Gruber Jahreskalender 2025 wird zum Kunstwerk

Vor einem der Gruber Wahrzeichen, der St. Jürgen Kirche: Dr. Manfred Ehlers, Dr. Jürgen Henrich und Susanne Hasenbeck (v. lks.).

Vor einem der Gruber Wahrzeichen, der St. Jürgen Kirche: Dr. Manfred Ehlers, Dr. Jürgen Henrich und Susanne Hasenbeck (v. lks.).

Bild: Marco Grümmer

Grube. Als Standort für besondere Musikkonzerte hat sich die Gemeinde Grube in den vergangenen Jahren im Ostseeferienland etabliert. Die letztjährige Saison wurde dabei nicht nur von fantastischen Künstlern und Gruppen gekrönt, sondern auch von einem begeisterten Publikum. Nun soll der Bereich Kunst laut Aussage von Tourismusleiterin Susanne Hasenbeck noch stärker in den Fokus rücken.

Den Anfang macht der traditionelle Gruber Jahreskalender, der in den zurückliegenden Jahren immer mit für Grube typischen Fotos bestückt wurde. Der Kalender für 2025 betritt dabei Neuland. Mit im Boot ist der Aquarellmaler Dr. Jürgen Henrich, der seit mittlerweile 50 Jahren eine enge Beziehung zu Grube pflegt. Ein Teil seiner Werke wird künftig den Kalender zieren. „Die Zusammenarbeit mit Dr. Jürgen Henrich sehe ich für unseren Kulturort Grube auch als Auftakt, sich neben der Musik auch für die Kunst zu engagieren“, erläutert Susanne Hasenbeck. Dabei soll die Geschichte des Ortes mit seinen besonderen, auch unentdeckten Geschichten, die selbst Gruber im Detail nicht kennen, und der idyllischen Natur zum Ausdruck kommen.

Zum Seefest auf dem Paasch-Eyler-Platz am Samstag, dem 13. Juli können Interessierte ab 11 Uhr die Kalenderbilder und einige Porträts gemäß dem Motto „Grube und die Welt“ bewundern und den Künstler live erleben. Der dann frisch gedruckte Gruber Kunst-Kalender 2025 und einige seiner Aquarelle können dort auch gekauft werden. Im Anschluss der Ausstellung auf dem Paasch-Eyler-Platz werden einige der Bilder des Künstlers im Haus des Gastes ausgestellt.

Dr. Jürgen Henrich ist bekennender Grube-Fan. Seinen ersten Schnaps trank er vor genau 50 Jahren in Grube - in der Gaststätte der Bürgergilde auf dem Paasch-Eyler-Platz. Dieses unvergessene Ereignis entstand bei einem Besuch der Familie Willy Ehlers, mit dessen Sohn Manfred Ehlers er zu diesem Zeitpunkt Landwirtschaft in Gießen studierte. Die Freundschaft mit der Familie Regina und Dr. Manfred Ehlers dauert bis heute an.

Den aus Hofheim am Taunus stammenden Künstler faszinierten die großen landwirtschaftlichen Betriebe, die ostholsteinische Landschaft, die Steilküste am Rosenfelder Strand, die Vegetation in Form von Jahrhunderten alten Eichen, den Knicks und Alleen und die Vogelwelt sowie auch die lokale Küche. Vor allem aber war er angetan von den Menschen mit ihren knappen und klaren Aussagen und Antworten.

Dieses war auch der Grund für die Gestaltung des Gruber Kalenders 2025. Bei seinem letzen Ferienaufenthalt mit seiner Frau in Rosenfelde im August 2023, ging er morgens mit seinem Hund durch Siggeneben. Es war nicht sein erster Besuch dort, aber er war wieder angerührt von den mit Reet gedeckten Häusern, den Rosen und Gärten. Seine Leidenschaft zum Zeichnen und Aquarellieren, die er seit je hat und die er als Autodidakt in den letzten Jahren gepflegt hat, ließen ihn diese Szene in ein Aquarell umsetzen, das er der Gastfamilie Ehlers in Rosenfelde schenkte.

Dort entdeckte Susanne Hasenbeck, die Kulturwissenschaften mit Kunst studiert hat, bei einem Besuch das Aquarellbild von Jürgen Henrich. Der Gedanke, einen Gruber Kunst-Kalender 2025 zu erstellen, war geboren. (mg)


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