Marlies Henke

Halteverbot in der Hauptstraße? – Ortsbeirat Rettin tagte

Rettin. Seitdem das Thema Wohnmobilstellplatz nach zehnjährigem Kampf vom Tisch ist (der reporter berichtete), wurde es ruhiger im Ortsbeirat Rettin. Am vergangenen Dienstag trafen sich Mitglieder und Einwohner in vergleichsweise kleiner und entspannter Runde.
 
Nur zehn interessierte Besucher waren in das Restaurant „Düne 56“ gekommen. Dabei dürfte ein Thema deutlich mehr Rettiner betreffen: ein Parkverbot in der Hauptstraße oder zumindest in Teilbereichen. So wurde es während der Einwohnerfragestunde jedenfalls mehrfach gefordert. Parkende Fahrzeuge würden gerade in den Kurven und im Bereich Instenweg unübersichtliche Verkehrssituationen verursachen und eine mögliche Gefahr darstellen, hieß es. Besonders stark sei dies derzeit durch die haltenden Baustellenfahrzeuge zu beobachten, so Ortsbeiratsmitglied Angela Kluvetasch. Aber auch nach Abschluss der Bauarbeiten befürchte man eine Zunahme an parkenden Pkw, zum Beispiel durch Besucher und Bewohner der neu entstehenden Wohnhäuser. Mit der Frage, ob und wann für die Hauptstraße ein Parkverbot erlassen werden kann, sollen sich nun die entsprechenden Gremien der Stadt beschäftigen.
 
Die Versammlung zog außerdem ein Resümee in Sachen Parkraumbewirtschaftung: So sei die Bedienung der im Frühjahr aufgestellten Parkautomaten nicht verständlich und das Display je nach Sonnenstand kaum zu erkennen. Ortsbeiratsvorsitzender Clemens Reichert informierte, dass Maßnahmen hierzu bereits von den Stadtwerken in die Wege geleitet wurden.
 
Moniert wurde zudem der Zustand vom Badesteg („Seebrücke“) und sein frühzeitiger Abbau vor den Herbstferien, was vor allem bei den Feriengästen keinen guten Eindruck gemacht hätte, so der stellvertretende Ortsbeiratsvorsitzende Kai-Andreas Hansen. Laut Stephan Reil eine reine Vorsichtsmaßnahme: „Wir hatten es in den letzten Jahren häufig schon Anfang Oktober mit Herbststürmen zu tun. Dadurch wurde der Brückensteg stark in Mitleidenschaft gezogen“, so der stellvertretende Werkleiter des Tourismus-Service. „Für 2020 ist eine Sanierung des Brückenstegs geplant. Wenn aber akute Gefahr im Verzug ist, werden Schäden sofort repariert. Bitte direkt bei mir melden und nicht erst auf die nächste Sitzung des Ortsbeirates warten,“ appellierte Reil. Er berichtete des Weiteren über den im letzten Frühjahr fertiggestellten Bolzplatz, für den noch eine kleine feierliche Einweihung folgen soll. Bis zur nächsten Saison sind unter anderem das Aufstellen zusätzlicher Fahrradständer geplant und die weitere Einrichtung des Überlaufparkplatzes für Spitzenzeiten.
 
Frans Ijben von der Tourismus-Agentur Lübecker Bucht gab einen Ausblick auf die Veranstaltungen im Herbst und Winter, wie zum Beispiel in Rettin die Silent Walks und die Fackelwanderungen. Abschließend wies er auf die Zukunftswerkstatt hin, die im Rahmen des „Touristischen Entwicklungskonzept Lübecker Bucht 2030“ am 10. Dezember um 18 Uhr in Pelzerhaken stattfindet. Und Clemens Reichert lud alle zum Traditionstermin am 1. Advent um 15 Uhr ein, wenn in geselliger Runde gemeinsam der Rettiner Tannenbaum aufgestellt werden soll. (he)


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