Alexander Baltz

Mark Burmeister tritt nicht wieder zur Bürgermeisterwahl an

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Der 54-jährige Mark Burmeister ist seit 2011 Bürgermeister der Gemeinde Grömitz.

Der 54-jährige Mark Burmeister ist seit 2011 Bürgermeister der Gemeinde Grömitz.

2023 ist nach 12 Jahren Schluss
 
Grömitz. Die Entscheidung hat er zwischen Weihnachten und Neujahr getroffen und nun öffentlich gemacht: Mark Burmeister beendet seine Tätigkeit als Bürgermeister der Gemeinde Grömitz mit Ablauf dieser Amtsperiode.
 
 
„Ich werde mit aller Kraft bis Mai 2023 weiterarbeiten und dann den Weg frei machen für eine Nachfolgerin oder einen Nachfolger.“ Mark Burmeister betont im Gespräch mit dem reporter, dass ihm die Arbeit als Bürgermeister immer viel Spaß und Freude bereitet habe. Auch zur Politik habe er stets ein gutes Verhältnis gehabt, egal um welche Fraktion es geht. Unumstritten ist auch seine hohe Beliebtheit in der Gemeinde, wie er im Februar 2017 bei seiner Wiederwahl mit 93,3 Prozent Zustimmung unter Beweis gestellt hat.
 
 
Aus persönlichen Gründen soll nach dem Ende seiner zweiten Amtszeit im Mai kommenden Jahres nun Schluss sein. „Hintergrund ist der, dass es einfach in meinem Leben bisher sehr intensive Jahre waren mit unzähligen Abendterminen und 24 Stunden Erreichbarkeit, 365 Tage im Jahr. Bei einer erneuten Wiederwahl wäre ich mir durch den Full-Time-Job nicht sicher, die Kraft dafür aufbringen zu können, noch einmal sechs Jahre durchzuhalten“, so Burmeister. In der Tat hat er in zwei Amtsperioden viel bewegt, darunter große Projekte wie den Mietwohnungsbau, die Ortsbildgestaltung, den Dünenpark, das neue Pflegeheim in Cismar oder auch den Hotelneubau oberhalb des Yachthafens. Besonders haben aber die Coronajahre und die Zeit ohne Werkleitung des Tourismus-Service an seinen Kräften gezehrt, wie er sagt. Hier musste Burmeister ein halbes Jahr die Werkleitung des TSG neben dem Bürgermeisteramt übernehmen. „Jetzt stehen noch wichtige Projekte auf dem Programm wie der Neubau des Feuerwehr-Gerätehauses, der Brandschutz im Kloster Cismar und die Ausweisung neuer Baugebiete für Grömitzer Bürgerinnen und Bürger“, erklärt Mark Burmeister weiter.
 
 
Pläne für die Zeit danach hat er noch nicht. Bis zum Ende seiner Amtszeit ist es tatsächlich noch etwas hin, die Bürgermeisterwahl wird vermutlich Ende Februar 2023 sein und die Amtszeit von Burmeister am 31. Mai 2023 enden. Allerdings sei es dem Bürgermeister wichtig gewesen, seine Entscheidung so früh bekannt zu geben, damit „die Bürgerinnen und Bürger Zeit zum Überlegen haben, ob sie nicht ihren Hut in den Ring werfen und für das Amt kandidieren wollen.“ Die Bewerbungsphase dafür wird vermutlich von Oktober bis Dezember sein.
 
Stellungnahmen aus der Politik:
 
Bürgervorsteher Heinz Bäker (FDP):
„Unser Bürgermeister stellt sehr hohe Anforderungen zu Zeitaufwand und Genauigkeit an sich selbst. Der demokratische Gedanke der Selbstverwaltung durch ehrenamtliche Gremien wird konsequent beachtet. Seine Präsenz bei den Vereinen und Bürgern, um stets alle mitzunehmen, braucht deshalb auch keine Selbstdarstellung in den Medien. Ich bin sicher, dass Mark im kommenden Jahr seiner Nachfolge ein tolles Sprungbrett für die weiteren Projekte der Gemeinde übergeben wird.“
 
CDU:
„Mit dem angekündigten Ende der zweiten Amtszeit von Mark Burmeister endet eine Ära in Grömitz. Hier wurde seit 2011 viel bewegt und umgesetzt. Zu nennen sind die Großprojekte wie der Umbau der Grömitzer Welle mit der Ansiedelung des A-ja Hotels oder der Beginn des Dünenpark-Projektes. Aber auch große personelle Veränderungen im Eigenbetrieb der Gemeinde Grömitz, des Tourismus-Service, begleitet von den Herausforderungen der Corona-Pandemie, sind mit gemeinsamen Anstrengungen erfolgreich gemeistert worden.“
 
SPD:
„Wir bedauern die Entscheidung von Mark Burmeister, aber respektieren selbstverständlich seine persönlichen Gründe dafür. Die bisherige sehr gute Zusammenarbeit mit ihm war über all die Jahre stets von seiner loyalen und ausgleichenden Art geprägt. Der Bürgermeister hat immer versucht, verhärtete Fronten zum Wohle der Bürgerinnen und Bürger zu beseitigen. Es ist schade, dass er das Schiff verlässt.“
 
FWV:
„Grömitz verliert mit Mark Burmeister einen auch über die Gemeindegrenzen hinweg geschätzten und kompetenten Verwaltungschef. Auch wenn wir zu den Belangen der Gemeinde nicht immer einer Meinung waren, so ist es uns gemeinsam stets gelungen, einen Konsens zu finden. Gerade die lösungsorientierte vermittelnde Amtsführung und ein hoher persönlicher Einsatz von Mark Burmeister waren ausschlaggebend für die Entwicklung unserer Gemeinde und die gute Zusammenarbeit. Fest steht, dass mit ihm ein bodenständiger, bürgernaher und sympathischer Chef der Verwaltung uns verlässt.“
 
FDP:
„Mit Bedauern haben wir von der Entscheidung unseres Bürgermeisters Mark Burmeister erfahren. Für ihn war sein Amt eher Berufung als Beruf und das sehen wir auch deutlich in der Entwicklung unserer Gemeinde während seiner Amtszeit. Wir sind sicher, dass Mark Burmeister auch im letzten Jahr seiner Amtsperiode konstruktiv zusammen mit der kommunalen Politik die Ortsentwicklung weiterhin voranbringen wird.“ (ab)


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