Alexander Baltz

„Mehr Freiheit statt Regulatorik“

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IHK-Hauptgeschäftsführer Lars Schöning, Ministerpräsident Daniel Günther und Präses Friederike C. Kühn (v. lks.) im IHK-Talk. (Foto: IHK zu Lübeck/Guido Kollmeier)

IHK-Hauptgeschäftsführer Lars Schöning, Ministerpräsident Daniel Günther und Präses Friederike C. Kühn (v. lks.) im IHK-Talk. (Foto: IHK zu Lübeck/Guido Kollmeier)

Digitaler Neujahrsempfang der IHK Lübeck
 
Lübeck. Auf dem Weg aus der Krise in den Aufschwung sollten sich politische Entscheidungen auch an der Dynamik der Wirtschaft orientieren und nicht umgekehrt. So die Forderung von Friederike C. Kühn, Präses der IHK zu Lübeck, beim digitalen IHK-Neujahrsempfang am vergangenen Mittwoch. „Die Politik sollte die Wirtschaft als Partnerin auf Augenhöhe bei der Lösung der drängenden Zukunftsaufgaben anerkennen“, so Kühn weiter. Ministerpräsident Daniel Günther hatte sich live in das „IHK-TV-Studio“ in Lübeck zugeschaltet, um mit Präses Kühn und IHK-Hauptgeschäftsführer Lars Schöning über die drängenden Aufgaben der Wirtschaft zu diskutieren. Es war bereits der zweite digitale IHK-Neujahrsempfang. Erneut schauten hunderte Vertreter von Unternehmen, Verbänden, Wissenschaft, Politik und öffentlichem Leben zu. In diesem Jahr stand die Veranstaltung unter dem Motto: „Freiheit.Märkte.Verantwortung“.
 
 
Die Wirtschaft steht vor der Herausforderung, die Krisenfolgen zu bewältigen und neue Geschäftsmodelle zu entwickeln. „Jetzt ist genau der richtige Zeitpunkt, sich mit der Zukunft zu beschäftigten, über Chancen und Perspektiven zu sprechen. Wir wären schlechte Unternehmer, wenn wir uns nicht bereits heute mit dem Morgen beschäftigen würden“, sagte Präses Kühn. Es sei höchste Zeit, nach vorn zu schauen und vom negativen Krisenmodus umzuschalten in einen positiv besetzten Zukunfts-Gestaltungs-Modus. „Sowohl die derzeitige als auch die kommende Landesregierung sind gefordert, die positive Entwicklung der Wirtschaft weiter zu befördern, um Wachstum, Fortschritt und damit auch Wohlstand zu erhalten“, betonte Kühn.
 
 
IHK-Hauptgeschäftsführer Lars Schöning stellte heraus, dass außer Corona vor allem der Fachkräftemangel, die Lieferengpässe und die sehr hohen Energiepreise die Unternehmen belasten. Trotzdem blicke die Wirtschaft mit verhaltenem Optimismus in die Zukunft. An die Landesregierung appellierte Schöning, die Berufsorientierung in den Schulen in 2022 gemeinsam deutlich zu verstärken, um wieder mehr junge Menschen für eine Duale Ausbildung und damit eine berufliche Karriere zu begeistern.
 
 
Ministerpräsident Daniel Günther erklärte, dass das Land Gründerinnen und Gründer ermutigen und fördern wolle. „Für diese hochmotivierten Unternehmer räumen wir die Hürden beiseite.“ (red/ab)


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