Marco Gruemmer

Mit Video: BM-Wahl Lensahn - Prognose: Es wird spannend!

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Lensahn. „Sind Sie jetzt nach drei Stunden schlauer?“, fragte Moderator Jens Westen das Publikum in der Lensahner Großsporthalle. Diese Frage kann wohl nur jeder für sich selbst beantworten, aber einen Fingerzeig hat die Vorstellung der Kandidaten für das Amt das Lensahner Bürgermeisters am vergangenen Mittwoch mit Sicherheit gegeben.
 
Vier Bewerber stellen sich am Sonntag, dem 26. September mit der Hoffnung zur Wahl, die Nachfolge vom jetzigen Bürgermeister Klaus Winter anzutreten, dessen Amtszeit am 31. Januar 2022 abläuft. Knapp 200 Bürgerinnen und Bürger in der Großsporthalle und 1.852 Aufrufe insgesamt im Livestream, zu Spitzenzeiten 250 gleichzeitig, zeigten das große Interesse der Lensahner Bevölkerung. Daher warb Klaus Winter in einer kurzen Begrüßung auch um eine hohe Wahlbeteiligung, um eine funktionierende, lebendige Demokratie zu dokumentieren.
 
Von seinem Nachfolger würde er sich wünschen, die positive Zusammenarbeit zwischen Verwaltung und Politik fortzusetzen, die Erhaltung des Waldschwimmbades mit dem Schwimmunterricht für Schulkinder, die Fortführung des Konzeptes zur Verkehrsentwicklung sowie die Neugestaltung beziehungsweise den Neubau der Lesehalle. Und als persönlichen Hinweis: „Haben Sie die Fähigkeit und die Gelassenheit, auch mal abschalten zu können.“
 
Der Abend begann mit einer 10-minütigen persönlichen Vorstellung der Kandidaten. Björn Dornbusch sprach von einer sehr bewussten Entscheidung, sich zu bewerben. Er stehe für Kompetenz, Erfahrung und Durchschlagskraft, ferner für Gesprächsbereitschaft, Gestaltungswillen und offen Respekt. Björn Dornbusch möchte Farbe bekennen und Verantwortung übernehmen. „Das Bürgermeisteramt verträgt keine Parteipolitik“, sagte er und ergänzte, das Schützenfest beleben zu wollen, das Ehrenamt zu fördern und die Voraussetzungen für eine seniorengerechte Gemeinde zu schaffen.
 
„Lensahn ist einer der schönsten Orte, die ich kenne“, sagte Alexander Löhr, der Lensahn als seine Heimat und sein Zuhause bezeichnete. Er habe sich in den vergangenen 25 Jahren sehr weiterentwickelt und dadurch entstand 2018 der Wunsch, Bürgermeister zu werden. Der Austausch mit den Bürgerinnen und Bürgern stehe bei ihm im Fokus, ebenso sei er bestrebt, gemeinsam mit der Verwaltung, der Gemeindevertretung und den Bürgerinnen und Bürgern Lösungen zu finden.
 
Michael Robien hat Verwaltung von der Pike auf gelernt. Nun wolle er eine neue Herausforderung angehen. Offen, engagiert und kompetent sind seine Schlagwörter, mit denen er sich für die Interessen der Gemeinde und seiner Bürgerinnen und Bürger einsetzen möchte. „Ich habe die große Leidenschaft, mich einzusetzen und es macht mir Freude, mich zu engagieren“, erklärte Michael Robien, der Entscheidungen transparent vermitteln möchte und sich gegenseitigen Respekt wünscht. Die Attraktivität Lensahns möchte er gestalten, erweitern und entwickeln. Ein generationsübergreifendes Miteinander stehe dabei im Fokus.
 
Wo steht Lensahn, wie kann ich Lensahn entwickeln? Diese Frage stellt sich Karsten Zwieg. Vor dem Hintergrund einer leistungsstarken Verwaltung möchte er das Profil des Waldortes stärken. Vor allem im Ortskern sieht er dafür deutliches Potenzial. Auch das Stichwort Talentschmiede liege ihm dabei sehr am Herzen. Dort könne, jenseits von Schule, ein offener und ehrlicher Umgang von jungen Menschen und beispielsweise Gewerbetreibenden gepflegt werden. Als möglicher Bürgermeister möchte Karsten Zwieg ein Ansprechpartner auf Augenhöhe sein.
 
Im Anschluss äußerten sich die Kandidaten zu den Themenblöcken Rathaus und Verwaltung, Bildung und Soziales, Infrastruktur und Wirtschaft sowie Klima- und Umweltschutz. Die Kandidatenvorstellung endete mit Fragen der Bürgerinnen und Bürger, die den Bewerbern kräftig auf den Zahn fühlten. (mg)
Wer den Abend in der Großsporthalle oder im Livestream verpasst hat, kann sich die Vorstellung im Nachgang unter https://www.youtube.com/watch?v=hJHLM1PEw98 auf Youtube angucken.
 
Außerdem standen die Kandidaten dem reporter für eine kurze Videoaufzeichnung zur Verfügung. Dieses Video ist auf www.der-reporter.de zu sehen.


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