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Mit Video: Hochwasser forderte alle Kräfte

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Lübecker Bucht/Neustadt. Das Orkantief „Zeetje“ sorgte bereits am Neujahrstag für einige Schäden in Schleswig-Holstein. Durch die schweren Sturmböen mit Geschwindigkeiten um die 95 Stundenkilometer (Bft 10) wurde das Wasser am Neujahrstag zunächst von der Ostsee-Küste abgedrängt. Am vergangenen Mittwochmorgen kam es zurück und brachte Wasserstände bis 1,50 Meter über dem mittleren Wasserstand. Eine Sturmflut-Warnung wurde ausgesprochen.
 
Die Neustädter Feuerwehr wurde gegen 10 Uhr alarmiert und bereitete sofort Sandsäcke vor und begann die historischen Gebäude der Neustädter Innenstadt abzusichern. Erfahrungsgemäß sind als erstes der Bereich am Pagodenspeicher und das Gebiet zwischen Klüvers Brauhaus und dem Restaurant Krabbes betroffen. Auch der Netztrockenplatz vor dem Fischeramtsgebäude stand schon gegen 10 Uhr unter Wasser und der Untere Jungfernstieg stand nur noch den Entenfamilien zur Verfügung, die dort vergnügt ihres Weges schwammen.
 
Laut der Warnung des Bundesamtes für Seeschifffahrt und Hydrografie sollte die Spitze des Hochwassers in der Mittagszeit erreicht werden. Die Neustädter Feuerwehr war zu diesem Zeitpunkt mit rund 40 Kameraden im Einsatz und sicherte den gesamten Bereich gemeinsam mit der Landespolizei Schleswig-Holstein. Auch das Ordnungsamt der Stadt Neustadt sowie Bürgermeister Mirko Spieckermann waren die ganze Zeit vor Ort. Die Untere Querstraße am Binnenwasser und der Parkplatz am Pagodenspeicher mussten bereits am Vormittag gesperrt werden. Während die Straße „Schiffbrücke“ unterhalb des Restaurant Krabbes zunächst noch vorsichtig und mit angepasster Geschwindigkeit befahren werden konnte, musste auch diese Straße später für den Autoverkehr gesperrt werden. „Wir waren die ganze Zeit Herr der Lage. Doch am Nachmittag stieg das Wasser erneut an und da hat sich die Situation zugespitzt“, berichtete Wehrführer Alexander Wengelewski. Hinzu kam, dass die Kameraden parallel zu einem Wohnungsbrand in Rettin gerufen wurden, der aber glücklicherweise schnell unter Kontrolle war. Die Neustädter Feuerwehr wurde neben der Polizei, dem THW und dem DRK auch vom Neustädter Bauhof und der Grömitzer Feuerwehr unterstützt. Insgesamt waren zwischen 10 und 22 Uhr rund 100 Einsatzkräfte im Einsatz.
 
Bürgermeister Mirko Spieckermann sprach allen Beteiligten ein goßes Lob aus: „Alle haben hier gemeinsam einen ganz, ganz tollen Job gemacht“, lobte er. Wehrführer Alexander Wengelewski zog am Tag nach dem Hochwasser ebenfalls eine positive Bilanz: „Es gab zwar drei leicht verletzte Personen und es wurden mehrere Kleinboote und Stege im Binnenwasser beschädigt, aber insgesamt hatten wir alles gut im Griff“, so Wengelewski. (gm)



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