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Kristina Kolbe

Mutmaßliche Betrüger durch Polizei gestellt

Bild: Kristina Kolbe

Schönwalde. Am vergangenen Dienstag wurde der Polizei eine dreiköpfige Personengruppe gemeldet, die bei den Kirchengemeinden Altenkrempe und Schönwalde eine Notlage vortäuschten und um finanzielle Unterstützung baten.

 

Gegen Mittag suchten zwei Männer und eine Frau aus Schweden die Kirchengemeinden in Altenkrempe und Schönwalde auf und täuschten ihre Notlage vor. Demnach sei ihr Fahrzeug in Hamburg aufgebrochen und sämtliche Wertgegenstände entwendet worden, weshalb ihnen die finanziellen Mittel fehlen würden, um zurück nach Schweden zu gelangen. Da sich die Gruppe offensichtlich wenig glaubwürdig verhielt, wurde die Polizei verständigt. Die Tatverdächtigen eilten daraufhin zu ihrem Auto und fuhren mit dem roten Opel mit deutschem Kennzeichen davon.

 

Im Rahmen der eingeleiteten Fahndungsmaßnahmen konnten die Einsatzkräfte das Fahrzeug noch am Nachmittag in der Eutiner Straße in Schönwalde vorfinden und die Personen einer Kontrolle unterziehen. Hierbei handelte es sich um einen 56 Jahre alten Schweden, seinen 31-jährigen Sohn sowie dessen 30 Jahre alte Bekannte. Bei der Überprüfung stellte sich heraus, dass der Opel wenige Tage zuvor bei einer Autovermietung in Leipzig angemietet, jedoch nicht wie vereinbart zurückbracht wurde. Da sich der Verdacht der Unterschlagung erhärtete, wurde die Gruppe zum Zweck der erkennungsdienstlichen Behandlung zur Dienststelle gebracht.

 

Hier wurde bekannt, dass die jüngeren Tatverdächtigen falsche Angaben zu ihrer Person gemacht hatten. Im Zuge weiterer Ermittlungen konnten dem 31-Jährigen zudem zwei Verfahren wegen des Verdachts des Tankbetruges zugeordnet werden, die er Ende Februar in Flensburg und Mitte März in Neustadt mit einem anderen Fahrzeug begangen hatte. Die Gruppe wurde auf Anordnung der Lübecker Staatsanwaltschaft nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen entlassen. In Ermangelung von Barmitteln musste auf die Einbehaltung einer sogenannten Sicherheitsleistung verzichtet werden. Eine Sicherstellung des Opel erfolgte zum Zweck der Eigentumssicherung.

 

Die Kriminalpolizei in Neustadt führt die weiteren Ermittlungen, wegen des Verdachts des gewerbsmäßigen Betruges. In diesem Zusammenhang weist die Polizei nochmals auf folgende Verhaltensweisen hin:

 

• Seien Sie grundsätzlich misstrauisch und verzichten Sie darauf, Unbekannte in Ihr Haus zu bitten.

• Lassen Sie Fremde nicht unbeaufsichtigt in Ihre Wohnung.

• Wechseln Sie niemals Geld an der Haustür.

• Bewahren Sie keine größeren Summen Bargeld zuhause auf.

• Geben Sie keine Auskünfte über Ihre finanzielle Situation, persönlichen Daten oder Bankverbindungen.


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