Alexander Baltz

Ostsee schwappte kurz über

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Neustadt in Holstein. Glimpflich lief das für vergangenen Mittwoch angekündigte erste Hochwasser dieses Herbstes an der Neustädter Bucht ab.
 
Während am Tag zuvor noch vor Wasserständen von bis zu 1,50 Meter über dem mittleren Wasserstand an der Lübecker Bucht gewarnt wurde, inklusive schwerer Sturmböen, kam es am Mittwoch selbst nicht so wild. Sturmtief Gisela brachte Wind aus Nordost, der ab dem Mittag nur direkt an der Küste kräftig spürbar war. Mehr als 1,33 Meter über dem mittleren Wasserstand sind es laut Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie nicht geworden.
 
Bereits am frühen Abend zog sich das Hochwasser wieder zurück, nachdem der Höchststand der Flut in Neustadt gegen 18 Uhr erreicht war. Größere Einsätze habe es daher nicht gegeben, wie Stadtwehrführer Alexander Wengelewski dem reporter mitteilte. Einzig der Netztrockenplatz am Fischeramt musste gesperrt werden. Allerdings habe der Strand in Pelzerhaken und Rettin gelitten, weil viel Sand weggeschwemmt worden sei, so Wengelewski weiter. Auch Brügermeister Mirko Spieckermann machte sich zwischendurch ein Bild von der Lage und ist mit der Freiwilligen Feuerwehr Neustadt alle kritischen Punkte abgefahren.
 
Für die staunenden Touristen war der hohe Wasserstand dennoch ein Spektakel, was viele Menschen an die Strände lockte. Aber trotzdem wird nun klar, dass wir wieder in der stürmischen Jahreszeit angekommen sind, in der wohl noch so manche Wetterkapriole auf uns warten wird. (ab)


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