Petra Remshardt

Sicher auf See

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Die Tracking-App SafeTrx der DGzRS kann im Notfall die Sicherheit wesentlich erhöhen.

Die Tracking-App SafeTrx der DGzRS kann im Notfall die Sicherheit wesentlich erhöhen.

Seenotretter geben Tipps


Was können Wassersportler an Nord- und Ostsee tun, um sicher in die Saison 2021 zu starten? Die Seenotretter der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) geben Tipps, wie Wassersportler mit guter Vorbereitung Notlagen vermeiden:
Rettungswesten müssen passen
Eine für Gewicht und Bekleidung passende Rettungsweste muss so angelegt sein, dass sie beim Sturz über Bord zuverlässig schützt. Entscheidend ist, dass das entsprechende höchstzulässige Gewicht des Trägers beziehungsweise der Trägerin nicht überschritten wird und die Weste perfekt sitzt. Rettungswesten halten nicht ewig. Darum müssen die Westen regelmäßig gewartet werden, und zwar in den vom Hersteller empfohlenen Intervallen. Um den Sturz ins Wasser möglichst ganz zu vermeiden, sollten Wassersportler bei schlechtem Wetter und nachts Sicherheitsleinen tragen und diese am ausgebrachten Strecktau (Laufleinen) befestigen.
Die Seenotretter bieten auf ihrer Präventionswebsite https://sicher-auf-see.de Sicherheitschecklisten für Segler, Motorbootfahrer, Kiter, Windsurfer, Stand-Up-Paddler, Angler, Seekajakfahrer, Schwimmer und Wattwanderer an. Diese sollten sich die Wassersportler zu Saisonbeginn herunterladen und vor ihrem ersten Törn gewissenhaft abarbeiten.
Surfer sollten verlorenes Material melden
Kite- und Windsurfer sollten niemals allein unterwegs sein, damit im Notfall Hilfe gerufen werden kann. Die Seenotretter bitten darum, verlorengegangenes Material sofort an die Seenotleitung Bremen der DGzRS zu melden. Auf diese Weise können aufwendige Suchen vermieden werden, wenn herrenloses Material gefunden wird. Eine kurze E-Mail mit Beschreibung des Materials, einer Telefonnummer und dem Ort des Verlustes an die E-Mail-Adresse mrcc@seenotretter.de genügt. Aber Achtung: Eine Alarmierung im Notfall sollte immer sofort telefonisch oder per Funk erfolgen. Ein Alarmierungsweg ist die E-Mail nicht.
Für Kites und Boards bietet die DGzRS darüber hinaus spezielle Sticker an. Findet jemand Material auf See oder an Land, können die Seenotretter Kontakt aufnehmen und leichter ermitteln, ob eine Notlage vorliegt. Das spart Zeit und vermeidet unnötige Suchen. Kiter können das praktische und spurenlos wieder zu entfernende Aufkleberset für ihren persönlichen Bedarf bei den Seenotrettern kostenlos über die Website bestellen.
Sicherheits-App SafeTrx übermittelt Position an die Seenotleitung
Die Tracking-App SafeTrx der DGzRS kann im Notfall die Sicherheit wesentlich erhöhen. SafeTrx (kurz für: Safe-Tracks / „sichere Törns“) zeichnet über das Handy des Nutzers dessen Route in der App auf. Auf diese hat die Seenotleitung Bremen der DGzRS Zugriff in Echtzeit. Sollte es auf See zu einem Notfall kommen oder ein Wassersportler technische Hilfeleistung benötigen, kennt die Seenotleitung die hinterlegte Route sowie die zuletzt über das Mobilfunknetz gesendete Position des Wassersportlers. Auch bei einem Anruf über die App wird gleichzeitig die Position an die Seenotleitung übertragen. Die App SafeTrx für iOS und Android kann kostenlos in den App-Stores heruntergeladen werden.
Alarmierung im Notfall
Die Seenotleitung Bremen ist rund um die Uhr besetzt. Für eine Alarmierung im Notfall steht die Telefonnummer 0421/536870 zur Verfügung. Ebenfalls kann eine Alarmierung per Funk über UKW-Kanal 16 und 70 (DSC) sowie Grenzwelle 2187,5 kHz (DSC) an die dort integrierte Seenotküstenfunkstelle „Bremen Rescue Radio“ der DGzRS erfolgen. Der Rufname ist Bremen Rescue. (red)


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