Marco Gruemmer

Sportring: „Niemand muss vereinsamen“

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Bleiben dem Vorstand des Sportrings erhalten: Ernst-Otto Kalz, Jörg Henkel und Jens Grunwald (v. lks.).

Bleiben dem Vorstand des Sportrings erhalten: Ernst-Otto Kalz, Jörg Henkel und Jens Grunwald (v. lks.).

Neustadt. Fast eineinhalb Jahre lang konnten die dem Sportring Neustadt angeschlossenen Vereine kaum geregelte Sportmöglichkeiten anbieten. Speziell die Mannschaftssportarten waren nicht nur stark eingeschränkt, sondern über einen langen Zeitraum nahezu lahmgelegt. Corona hat deutliche Spuren hinterlassen. Jetzt geht es aber langsam wieder voran, der Sport mit all seinen Facetten kehrt ins Rampenlicht zurück.
 
Auf der Jahreshauptversammlung des Sportrings Neustadt war die Pandemie somit auch das vorherrschende Thema. „Es ist schön, Sie mal wieder alle live und in Farbe zu sehen“, sagte Bürgermeister Mirko Spieckermann in seinem Grußwort. Er hätte nie daran geglaubt, dass ein Virus das ganze Leben auf den Kopf stellen könne. Sportlich seien zwar viele Ideen in digitaler Form entwickelt worden, jedoch haben das Gemeinschaftsgefühl und das Miteinander extrem gefehlt. „Neustadt ist eine Sportstadt und der Sportring ist ein wichtiges Bindeglied zwischen den Sportvereinen und der Stadt“, erklärte der Bürgermeister. Noch immer warte man auf den Förderbescheid des Landes Schleswig-Holstein zur Sanierung der Gogenkrog-Halle. Da die Förderung zwei Drittel der Gesamtkosten ausmache, könne man vorher nicht beginnen. „Wir hoffen auf einen Baustart in 2022“, so Mirko Spieckermann.
 
In seinem Rückblick auf die vergangenen zwei Jahre erklärte Sportring-Vorsitzender Jörg Henkel, dass die Gemeinschaft fast zum Erliegen gekommen sei. Viele Vereine hätten Mitglieder verloren, allerdings habe sich kein Verein aufgelöst. Dabei habe Corona eindrucksvoll gezeigt, was mit einem aktiven Vereinsvorstand möglich sei.
 
Fast 6.000 Mitglieder vereinen sich im Sportring. Die Vereinsstruktur in Neustadt ist einmalig. „Eine große Zahl von Menschen, von Kindern bis zu Jugendlichen und Senioren, wird bewegt. Für alle gibt es ein Angebot, niemand muss zu Hause vereinsamen“, sagte Jörg Henkel. Mit Blick in die Zukunft äußerte Jörg Henkel den Wunsch nach einer neuen Laufbahn und einer Flutlichtanlage für den Rasenplatz am Gogenkrog. Den Vereinen legte er ans Herz, bei möglichen Anschaffungen gerne einen Antrag auf Zuschuss zu stellen, denn noch sei in der Kasse des Sportrings Geld vorhanden.
 
Der Sportring Neustadt feiert in diesem Jahr Jubiläum und wird 50 Jahre alt. Eine Jubiläumsveranstaltung ist allerdings erst für 2022 geplant. In welche Richtung es geht, ist jedoch noch offen. Vorstellbar wäre, sich im Rahmen eines größeren Events, beispielsweise des Folklore Festivals, zu präsentieren.
 Wahlen: Der Vorstand des Sportrings Neustadt bleibt in seiner Zusammensetzung unverändert. Wiedergewählt für die kommenden zwei Jahre wurden 1. Vorsitzender Jörg Henkel, Schriftführer Jens Grunwald und Beisitzer (Fachbereich Gogenkrog-Sportplatz) Ernst-Otto Kalz. Letzterer gehört seit mittlerweile 42 Jahren dem Vorstand des Sportrings an. (mg)


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