Kristina Kolbe

Am Tag gegen Lärm eigene Ruheinseln schaffen

Bilder
Pssssst... Am Tag gegen den Lärm einfach mal die Ruhe genießen.

Pssssst... Am Tag gegen den Lärm einfach mal die Ruhe genießen.

Leise Situationen sind im Alltag selten
 

















Neustadt. „Laut war gestern“ - unter diesem Motto steht der diesjährige internationale Tag gegen Lärm am heutigen Mittwoch. Diesem Motto kann sich André Reißig von Geers in Neustadt nur anschließen. Er ruft am Tag gegen Lärm dazu auf, sich leise Momente im Alltag einmal besonders bewusst zu machen. Als Hörakustik-Meister ist er bei der Arbeit häufig mit den Folgen von zu viel Lärm konfrontiert. „Uns fällt kaum noch auf, dass wir eigentlich den ganzen Tag von vielen kleinen und größeren Lärmquellen umgeben sind. Gleichzeitig gönnen wir uns kaum noch Erholung durch Ruhezeiten. Aber irgendwann ist es für den Körper einfach zu viel“, so Reißig.
 
Die meisten Menschen haben sich bereits an einen allgegenwärtigen Lärmteppich gewöhnt. Beim Sport draußen oder im Fitness-Center, in Gaststätten und Restaurants, selbst in vielen Kaufhäusern und Einkaufszentren wird zu den ohnehin existierenden Hintergrundgeräuschen noch Musik eingespielt. Nicht einmal in einer Fußgängerzone ohne Autos und Verkehr ist es ruhig. „Ständige Geräusche machen dem Körper Stress“, erklärt André Reißig. Und sie belasten das Gehör - unabhängig davon, ob und wie sie wahrgenommen werden. Für das Gehör zählt nur der Druck, den Lärm ausübt. Reißig beobachtet einen Trend: Immer mehr Menschen hinterlegen Momente, die früher ruhig waren, mit Musik. Beim Sporttreiben, Essenkochen oder Spazieren sind Kopfhörer keine Seltenheit mehr. „So berauben wir uns selbst unserer Ruhezeiten“, so der Hörakustik-Meister weiter.
 
Ab einer Lautstärke von 75 Dezibel wird das Herz-Kreislaufsystem vom Lärm gestresst. Diese Lautstärke erreichen zum Beispiel schon Staubsauger oder normal befahrene Straßen. Ab 85 Dezibel ist bei einer Dauerbelastung ein Hörschaden kaum noch zu vermeiden. Darum ist ab diesem Wert im Arbeitsleben Gehörschutz vorgeschrieben. Musikinstrumente wie Trompeten, sehr lautes Schnarchen oder die Stimmung in einem Festzelt liegen schnell über diesem Grenzwert. Je lauter ein Geräusch, desto schneller tritt ein Hörschaden auf. Bei über 100 Dezibel reichen dafür schon wenige Minuten in dieser lärmigen Umgebung aus.
 
In Ruhe erholt sich das Gehör
 
Trotz dieser Gefahren hat André Reißig auch eine gute Nachricht: Das Gehör ist ein leistungsfähiges Organ und kann sich nach zu viel Lärm wieder erholen. Doch dafür braucht es Ruhe. Am Tag gegen Lärm wünscht sich Reißig, dass möglichst viele Menschen in Neustadt nach Ruheinseln in ihrem Lärmalltag suchen, um dem Gehör einen Ausgleich zu bieten.
 
Wenn sich Lärm nicht vermeiden lässt, hilft Gehörschutz. Er dämpft den Schalldruck. Weil mit entsprechenden Filtern Sprache verständlich bleibt, setzt sich Gehörschutz besonders in der Arbeitswelt immer weiter durch. Auch Musiker schätzen den Klanggenuss mit reduzierter Lautstärke. Die Kombination aus Schutz und Ruhephase ist für André Reißig die beste Kombination für das Gehör.
 
Der Tag gegen Lärm macht bereits zum 21. Mal weltweit auf die Folgen von Lärm aufmerksam. (red)



Weitere Nachrichten Oldenburg
Seit über 40 Jahren ist Hans-Jürgen Löschky ehrenamtlich aktiv.

Ein Leben mit dem Ehrenamt

17.03.2019
Oldenburg. (eb) „Die menschlichen Zwischentöne berühren mich“, begründet Hans-Jürgen Löschky, der seit den 70‘er Jahren in Oldenburg fest verwurzelt ist, sein Engagement im Ehrenamt. Bereits als 18-jähriger hat er die Feuerwehr seines Heimatortes verstärkt und sich ab...
Henning Looft mit den Schülerinnen und Schülern, die am Sonnabend ihre Werke präsentierten.

Angehende Erzieherinnen und Erzieher thematisierten Joseph Beuys

16.03.2019
Lensahn. (eb) Die angehenden Erzieherinnen und Erzieher der Oberstufe in Abendform der Fachschule für Sozialpädagogik (FSPb-17) haben sich in diesem Jahr mit ihrem Fachkundelehrer Henning Looft im Fach Museumspädagogik während 2 vorblockten Sonnabenden ausgiebig mit...
Die lächelnden Gestalten „Funny Faces“ erobern Oldenburg

Oldenburg i.?H. bereitet sich auf das große Frühlings-Event "Mobilität- und Mode“ am 6. 7. April vor

15.03.2019
Oldenburg. (ah) Der Einzelhandel lädt am 07.04. zum verkaufsoffenen Sonntag. Der wohl älteste Autofahrer Schleswig-Holsteins dürfte gefunden sein. Am 6. und 7. April findet von 11.00 Uhr bis 18:00 Uhr in Oldenburg in Holstein zum ersten Mal der „Mobilitäts- und...
Bauamtsleiter Stefan Gabriel und Bürgermeister Martin Voigt nehmen mit der Denkmalplakette des Landes Schleswig-Holstein eine besondere Auszeichnung aus den Händen von Landeskonservator Dr. Michael Paarmann entgegen.

Bürgermeister Martin Voigt und Bauamtsleiter Stefan Gabriel freuten sich über Denkmalplakette

13.03.2019
Oldenburg. (eb) Am 5. März besuchte Landeskonservator Dr. Michael Paarmann mit Urkunde und Denkmalplakette des Landes Schleswig-Holstein Oldenburgs Bürgermeister und Oldenburgs Bauamtsleiter im Rathaus, um beiden für den pfleglichen Umgang der Stadt mit einem...
Am Sonntag (3. März) stimmten die Kleingärtner über diverse Tagesordnungspunkte ab.

Kleingärtner trafen sich zur Mitgliederversammlung

13.03.2019
Oldenburg. Die Stu¨hle der Cafeteria in der Werkstatt fu¨r angepasste Arbeit waren zur diesjährigen Jahresmitgliederversammlung des Kleingärtnerverein e.V. Oldenburg alle besetzt. Die Vorsitzende, Frau Karin Albrecht, dankte fu¨r die rege Teilnahme der Gartenfreude...

UNTERNEHMEN DER REGION