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Die Kinder mit dem grünen Daumen

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Hier schmeckt die Natur. Mit Begeisterung lassen sich die Preetzer Kinder für die Tricks des Gärtnerns gewinnen. Neben den kulinarischen Erfolgserlebnissen bietet das kleine Projekt-Paradies „Gärtnern mit Kindern“ An der Mühlenau 12 rund ums Jahr spannende Erlebnisse rund um die Pflanzen- und Tierwelt. Am Sonnabend steht die Gartenpforte Besuchern offen!

Hier schmeckt die Natur. Mit Begeisterung lassen sich die Preetzer Kinder für die Tricks des Gärtnerns gewinnen. Neben den kulinarischen Erfolgserlebnissen bietet das kleine Projekt-Paradies „Gärtnern mit Kindern“ An der Mühlenau 12 rund ums Jahr spannende Erlebnisse rund um die Pflanzen- und Tierwelt. Am Sonnabend steht die Gartenpforte Besuchern offen!

Preetz (los). Der Preetzer Verein „Gärtnern mit Kindern“ öffnet im Rahmen des „Offenen Gartens“ am Sonnabend, 16. Juni von 10 bis 17 Uhr seine Türen. Besucher dürfen sich auf einen „Kinder-Garten“ im Wortsinn freuen, in dem sich Groß und Klein mit Hingabe der Pflanzenanzucht, -kultur und Ernte widmen. Die gärtnernden Kinder und ihre Eltern sind vor Ort und auch für das „leibliche Wohl“ ist gesorgt. Das 1100 Quadratmeter große, etwas versteckte Areal befindet sich An der Mühlenau 12 und ist über das Grundstück des Integrativen Kindergartens Regenbogen zu erreichen. Neben der Präsentation des vor 10 Jahren initiierten Projekts steht auch die Werbung um Unterstützung im Mittelpunkt: So hoffen die ehrenamtlichen Gartenpaten auf gartenbegeisterte „Mittäter“, die Zeit und Lust haben, die Anlage „in Schuss“ zu halten und Spaß daran, dort etwas mit Kindern zu unternehmen. „Rund zwei, drei Stunden wöchentlich“, schlägt Vereinsvorsitzende Ingeborg Wittig vor. Neben dem Gärtnern stehen immer auch Arbeiten wie Werkzeugpflege, Nistkastenbau oder gelegentliche Reparaturen an. „Gerade im Herbst ist immer alles mögliche zu tun.“ Und da sind auch echte „Männeraufgaben“ dabei. Für die „Grundpflege“ treffen sich die Ehrenamtler – mit und ohne Vereinsmitgliedschaft - immer mittwochs von 10.30 bis 12 Uhr sowie von 14 bis 16 Uhr.
Seit März wird hier mit den Kindern gemeinsam gebuddelt, gepflanzt, Unkraut gezupft und Beete gewässert. Es ist eine Erlebnis der besonderen Art: Die Kinder setzen ihre „eigene“ Kartoffel in die Erde, versehen sie mit persönlichem Namensschild und kümmern sich um „ihre“ Pflanze. Bei der Ernte tritt schließlich als sehenswerter Erfolg die unterirdische „Vervielfältigung“ zu Tage. Beteiligt sind drei Preetzer Kindergärten sowie eine Schulklasse. Vermittelt werde ein komplexes Umweltwissen, wobei alle Sinne angesprochen werden. „Junge Meisen zu beobachten gehört ebenso dazu wie Marmelade kochen oder Kräuter zu Joghurtdressing zu verarbeiten und mit dem geernteten Pflücksalat zu verzehren“, verdeutlicht Ingeborg Wittig. Auch die besondere Bedeutung der Insektenwelt in der Natur ist ein Thema An der Mühlenau. So erhalten die gespannten Beobachter mit Hilfe von Schaufenster und Glasröhrchen Einblicke in das wimmelnde Leben in einem ausgeklügelten Insektennisthaus.
Ihre Liebe zum Gärtnern hat Ingeborg Wittig wohl schon in früher Jugend entwickelt. „Ich bin als Landwirtskind aufgewachsen“, erzählt die frühere Leiterin des Integrativen Kindergartens Regenbogen. Das Gartenprojekt An der Mühlenau hatte sie als Ruheständlerin angeschoben. Vor allem, um dem „naturfernen Aufwachsen“ heutiger Kindergartenkinder, die eigentlich im besten „Entdeckeralter“ und allem aufgeschlossen sind, etwas entgegenzusetzen. Im regulären Kindergartenalltag könnte eine solche Anlage aus Zeitgründen gar nicht betreut werden, bedauert sie. „Als Leiterin hätte ich so etwas immer gut gefunden, aber keine Erzieherin hat dafür auch nur eine Stunde Luft....“ Dank zahlreicher Unterstützer entstand 2009 aus einer brachliegenden Fläche ein Paradies für Kinder. Als wichtigste damalige Maßnahme betrachtet Ingeborg Wittig angesichts der derzeitigen Trockenheit den Bau eines Brunnens, der aus rund acht Meter Tiefe Wasser fördert. Infos auch unter www.gmk-preetz.de



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