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Ein Abend voller spannender Töne und Klänge

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Auch rostigen alten Gegenständen entlocken Greta und Wolfgang Neven eindrucksvolle und unbekannte Töne

Auch rostigen alten Gegenständen entlocken Greta und Wolfgang Neven eindrucksvolle und unbekannte Töne

Preetz (tg) Jeden letzten Donnerstag im Monat öffnet die Klang-Galerie Preetz ihre Türen und bietet Besuchern von fern und nah die Möglichkeit, verschiedenen Klangsessions zu lauschen und einmal direkt in eindrucksvolle und unbekannte Klangwelten einzutauchen. Die Klang-Galerie ist eine kleine, aber feine und mit sehr viel Herzblut gemachte Veranstaltungsreihe für experimentelle elektronische und improvisierte Musik. Die vertretenen Stilrichtungen sind Musique Concrète, Ambient-Industrial, Elektro-Akustik oder einfach nur experimentelle Musik. Wolfgang Neven, Mitbegründer der Klang-Galerie, präsentierte jetzt zum Februartermin verschiedene ausgewählte Stücke, die er zusammen mit anderen Klangkünstlern in einem mehrtägigen Workshop („Noise Factory“) im letzten Jahr erarbeitet hatte. „Wir treffen uns jährlich für eine Woche in einem kleinen Kreis von Klangkünstlern. Einmal um unsere eigenen Arbeiten zu präsentieren, aber auch um zusammen neue Tonfolgen zu kreieren.“, so Wolfgang Neven. „Vieles dabei ist Improvisation“. Die Musiker greifen hierbei unter anderem auf ganz reelle Gegenstände zurück, zum Beispiel eine Feuerschale, Gartengeräte, Espressokocher oder auch Tischtennisbälle. Diesen Gegenständen werden Töne entlockt, digital verfremdet oder einfach live zu elektronisch erzeugten Tönen aus dem Synthesizer dazu gespielt. Die unterschiedlichen Klangsessions präsentieren sich dann als ein bunter Tonteppich, mit ganz vielen unterschiedlichen Tonfolgen. Mal ist es nur ein leises Klopfen, dann eher ein Dröhnen, später pfeift, klappert oder brummt es in unterschiedlicher Lautstärke und Tonfolge. Ein Knacken, Ratzen, Schnarren, Pochen oder Knistern meint der eine oder andere Zuhörer ebenfalls zu erkennen, aber „jeder hat beim Zuhören bestimmte Bilder im Kopf und verbindet mit den einzelnen Klängen etwas spezifisch individuelles.“, erklärt Wolfgang Neven. Sein Hauptthema als Klangkünstler ist die Verbindung von Biologie und Technik, meist in bizarren Tonlandschaften. Neven arbeitet vor allem mit Gegenständen aus Holz, Stein oder Metall. Diesen nimmt er live mit einem Kontaktmikrofon Töne ab und mischt sie in bestehenden Tonfolgen ein. Seine Frau Gerta arbeitet vor allem mit dem Laptop und verfremdet dabei aufgenommene Töne, zum Beispiel klapperndes Besteck. „Die Ideen kommen uns einfach so, beim Spazierengehen, oder es liegen Alltagsgegenstände herum, denen wir versuchen Töne entlocken.“, so Wolfgang Neven. Das Zusammenspiel von künstlichen und natürlichen Tönen macht für das Klangduo den Reiz ihrer Kunst aus: „Die Klänge bauen sich auf, verlieren sich und finden sich wieder neu zusammen.“ Greta und Wolfgang Neven haben sich schon seit Jahren der Klangkunst verschrieben. Wolfgang Neven, auch bekannt unter dem Künstlernamen „Y-Ton-G“, ist gebürtiger Hamburger, ehemaliges Bandmitglied der „Para-Noise-Terminal“ und Gründer der Hamburger Hörbar. Bereits in den 80iger Jahren sammelte der Altenpfleger Erfahrungen im Bereich experimenteller Musik und seit 2002 ist er in der Schusterstadt sesshaft. Seine Frau, Greta Neven, ist gebürtige Preetzerin und durch ihren Ehemann zur Klangkunst gekommen. Sie tritt auch als Solistin („Klimperlise“) auf. Das Duo bildet gemeinsam seit knapp 12 Jahren „Das unpreetzise Klang-Labor“. „Man wächst da einfach so rein und probiert sich aus.“, beschreibt Wolfgang Neven seine Erfahrungen. „Einige Künstler hier im Kunstkreis Preetz hängen Bilder auf, die in den Raum wirken und wir werfen in der Klang-Galerie Töne in den Raum.“ Wer ebenfalls Lust bekommen hat, einmal in eindrucksvolle Klangwelten einzutauchen, ist herzlich dazu eingeladen: jeden letzten Donnerstag im Monat, immer um 20 Uhr, in den Räumen des Kunstkreises Preetz, Gasstraße 5 in 24211 Preetz (über der Stadtbücherei). Der Eintritt ist frei.



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