Reporter Eutin

Einblicke ins „Castrum Plune”

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Plön (los). „Still ruht der See“: auch im Februar bleibt das Plöner Museum geschlossen. Doch hinter den Kulissen sind Hammer und Säge, Farbtopf und Pinsel im Einsatz. Die Vorbereitungen für die nächste Sonderausstellung laufen auf Hochtouren. Im Mittelpunkt: die Insel Olsborg. Erstmals sollen die Fundstücke der letzten archäologischen Grabungen der Öffentlichkeit präsentiert werden. Museumsleiterin Julia Meyer und Jörn Kruse (ehrenamtlicher Mitarbeiter und Kurator) haben alle Hände voll zu tun, um die Räume im ersten Obergeschoss umzugestalten und den geeigneten Rahmen für die mittelalterlichen Exponate zu schaffen. Jörn Kruse hat sich bereits die Frontansichten zweier Slawenhäuser vorgenommen, die im Rokokosaal des Museums einen Eindruck aus der Zeit vermitteln. Auch das LED-bestückte Modell eines Grubenbrandofens flackert in einer Ecke vor sich hin und lenkt den Blick auf einige Keramikteile. Nebenan glänzen einige von Kruse nach historischem Vorbild geschmiedete und nachgebaute Objekte auf dem Tisch: Lanzen und Äxte, Pfeil- und Speerspitzen, Kämme und Buchbeschläge sowie Gürtelschließen und Hufmesser.
Auf wissenschaftlichen Ergebnissen basierend, soll die Ausstellung nach einem Konzept erstellt werden, das insbesondere Familien anspricht. In diesem Sinne plant Julia Meyer auch verschiedene Aktionen im Rahmen einer museumspädagogischen Betreuung. Jörn Kruse, der sich als Schmied insbesondere auf den Nachbau historischer Funde wie Klingen und Schmuck spezialisiert hat, bringt ein umfangreiches Arsenal eigens angefertigter Gegenstände ein, die er in den vergangenen Monaten nach der Originalvorlage angefertigt hat.
Bewegte Zeiten haben auf der Olsborg ihre Spuren hinterlassen. Belegt ist eine Holzbrücke als Landverbindung. Sie bestand zu einer Zeit, bevor der Große Plöner See zwecks Mühlenantriebs um 1200 angestaut wurde und das Eiland buchstäblich von der Bildfläche verschwand. In der Tiefe des Wassers blieb erhalten, was die slawischstämmigen Plöner Bewohner vor rund 1000 Jahren hergestellt, gebaut und im Alltag genutzt haben: Pfähle, Waffen, Keramikscherben, Knochen und Hausfundamente.
Erst jetzt seien die Fundstücke aus den letzten Grabungen konserviert und für eine Ausstellung nutzbar, erzählt Julia Meyer, die im Archäologischen Landesmuseum Gottorf etwa 60 Artefakte in die Auswahl genommen hat. Zur Unterbringung dieser empfindlichen Leihgaben würden klimatisierte und temperaturgesteuerte Vitrinen angemietet.
Ein hölzerner Pfahl, der bei den Slawen seinerzeit eine kultische Bedeutung gehabt haben könnte, zählt dabei zu den Besonderheiten, die auf der Olsborg entdeckt wurden. Und so darf man gespannt sein, was die nächste Ausstellung zur Eröffnung im März an spannenden Informationen aus dem Mittelalter bereit hält.



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