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Preetzer Denkmäler auf einen Blick

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Im Stadtarchiv hat Historiker Peter Pauselius zahlreiches Hintergrundwissen über die Preetzer Denkmäler gesammelt und verarbeitet.  Foto: Schneider

Im Stadtarchiv hat Historiker Peter Pauselius zahlreiches Hintergrundwissen über die Preetzer Denkmäler gesammelt und verarbeitet. Foto: Schneider

Preetz (los). Die „Preetzer Extra Blätter“ sind da. Das druckfrische Pendant der „Preetzer Blätter“ mit „News“ aus dem Stadtarchiv ist ab sofort exklusiv im Tourismusbüro in der Mühlenstraße 14 erhältlich. „Im Unterschied enthält dieses Heft erstmals einen einzigen, dafür aber längeren Beitrag“, erklärt Autor und ehrenamtlicher Stadtarchivar Peter Pauselius. So ist biete das 64 Seiten starke Büchlein Lesestoff auf 58 Seiten und ist in einer Auflage von 100 Stück erschienen. Mittelpunkt der Lektüre für geschichtsinteressierte Leser: Die Preetzer Denkmäler und Naturdenkmäler. Peter Pauselius hat alle recherchiert und in dem Band zusammengefasst. Insgesamt 18 Denkmäler sowie weitere 14 Naturdenkmäler der Schusterstadt sind darin aufgeführt. Entstanden ist so eine Art Nachschlagewerk, das ab sofort zum Preis von vier Euro erhältlich ist. Und nicht nur für touristische Zwecke. „Es bietet auch den Preetzern einige Augenöffner“, ist der frühere Geschichtslehrer überzeugt. Insbesondere auch bei den Naturdenkmälern. Pauselius erzählt von der Pflanzung der alten Doppeleiche am Preetzer Bahnhof ebenso wie vom Gedenkstein davor, der zu einer ganz anderen Zeit gesetzt wurde. Es gibt Informationen über die uralte Eiche auf dem Klostergelände, die zur Klostergründung vor rund 850 Jahren gepflanzt wurde oder vielleicht auch nur zufällig dort aus der Eichel spross. Im Fokus steht zudem der Wehrberg. „Ein Gefallenendenkmal, das insgesamt drei Mal verwendet wurde“, erzählt Pauselius. So wurde es 1913 anlässlich der 25-Jahr-Feier der Kaiserwürde Wilhelm II. errichtet. „Er kam im Drei-Kaiser-Jahr 1888 an die Macht“, stellt der Ehrenamtler den Bezug her. Doch 1921, drei Jahre nach dem Ersten Weltkrieg, sei er zum Gedenkstein für die Gefallenen umgewidmet worden. Und das nicht zum letzten Mal. So habe es 1955 diesbezüglich eine „Erweiterung“ für die Gefallenen des Zweiten Weltkriegs gegeben. „Er steht jetzt für alle Opfer des Krieges“, sagt Peter Pauselius, „auch für Bombardierte und Verschleppte.“ Peter Pauselius ist regelmäßig im Archiv des Rathauses zu Gast. „Die Preetzer Zeitung von 1828 bis heute habe ich sicher schon zwei Mal durchgelesen“, sagt er. Seit 1988 betreut Pauselius das Stadtarchiv, forscht in Chroniken und anderen Preetz-Büchern, die im Kellergeschoss zu finden sind. Zahlreiche Akten geben hier über Ereignisse Auskunft. Peter Pauselius hat sie aufgelistet und weiß, was wo zu finden ist, um zu bestimmten Themen Hintergründe zu erfahren. Schon sind die nächsten „Preetzer Blätter“, die alle drei Monate erscheinen, mit mehreren Beiträgen verschiedener Autoren „in Arbeit“ und quasi auf dem Weg zum Druck. Es gibt also viel zu tun jenseits der Denkmäler. Peter Pauselius hat sie auf Anfrage der Tourist Info Preetz untersucht und somit ein spezielles Werk geschaffen. Besonders gut gefällt dem Historiker der besonders lebensnah gestaltete „Schuster“ auf dem Marktplatz. Vor allem, „weil er vom Bildhauer so hergestellt wurde, dass er bespielt werden kann“, sagt er über das moderne „Kunststück“, das erst 2004 in der Schusterstadt platziert wurde und auf die Vergangenheit Preetz’ Bezug nimmt – über 300 Schuhmacher, so die korrekte Bezeichnung des Berufs, lebten hier zeitweise und übten ihr Handwerk aus. Anders also als bei früheren Denkmälern könnten Kinder darauf herumturnen und es im Wortsinn begreifen lernen. „Selbst der Schusterjunge steht auf einem Sockel, so dass man ihn nicht anfassen kann“, sagt Pauselius. Zumal kaum jemand dafür durch die umgebenden Rabatten steigen würde...



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