Reporter Eutin

Preetzer galoppieren für die Eisbären

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Wahlstorf/Neumünster (los). Wenn die 10-köpfige Springquadrille des Reitervereins Preetz und Umgebung im Galopp durchstartet, bebt der Hallenboden. Die Jugendlichen proben für den großen Auftritt beim Turnier in Neumünster, und dabei geht es rasant zur Sache: Immer wieder teilt sich der Trupp in zwei Hälften, durchquert die Bahn von zwei Seiten, um nur haarscharf aneinander vorbei zu kreuzen. Dass dabei noch Sprünge bewältigt werden müssen und scheinbar ständig ein Zusammenstoß riskiert wird, trägt zu dem Atem raubenden Eindruck bei. Mehrfach kreuzen die Reiter im Galopp die Bahn im Mittelfeld, wobei sie sich nach Reißverschlussprinzip auf den Diagonalen sortieren müssen. Erst durch genügend Raum zwischen den Pferden gelingt das abwechselnde Springen im Sekundentakt als Spezialität des komplexen Schaubilds. Unter der Federführung von Heike Holm haben sich die berittenen und unberittenen Akteure zwischen zwei und 70 Jahren seit Dezember auf dem Reiterhof Gläserkoppel (Gemeinde Wahlstorf) trainiert. Vorläufiger Höhepunkt der Vorbereitungszeit: Die Generalprobe am vergangenen Sonntag.
„Ein Eisbär vermisst seine Freunde“, nennt Heike Holm ihre Geschichte, aus der sie das Schaubild im vergangenen Herbst entwickelt hat, mittelbar in Anlehnung an das aktuelle Thema Klimaschutz. Und so ist ihr „kleiner Eisbär“, nachdem die Eisberge geschmolzen sind, recht einsam. Mit seinem Freund, dem Eskimo reist er um die ganze Welt, um herauszufinden, wo die Eisbären alle hin verschwunden sind und um Hilfe zu holen.
Die Kinder auf der Welt verweisen auf die „Mächtigen“, die Heike Holm in einer „Staatskutsche“ mit zwei PS schwarzer Shetlandponys vorfahren lässt. Und wie es sich für eine gute Geschichte mit Happy-End gehört, werden sich die Staatsleute zumindest in dieser Geschichte einig und beschließen, etwas für die Eisbären zu tun. Damit kommt buchstäblich Bewegung ins Geschehen, dargestellt durch den Auftritt der Springquadrille. Rund 30 kleine und große Eisbären sorgen am Ende für ein stimmungsvolles buntes Bild voller Freude darüber, dass ihnen geholfen wurde – und der kleine Eisbär hat seine Freunde zurück. An der Choreographie sind neben der „Reiterei“ zahlreiche Darsteller in verschiedenen Rollen (vor allem kleine Eisbären) beteiligt sind. Das bewegte wie bewegende Schaubild ist am morgigen Donnerstag (14. Februar 2019) im Rahmen des Turniers VR Classics in den Holstenhallen (ab 16 Uhr) zu sehen. Damit stellen sich die Preetzer Teilnehmer der berittenen Konkurrenz aus ganz Schleswig-Holstein und Hamburg, die sich mit eigenen Schaubildern präsentieren. Der Wettbewerb der Reitvereine mit Choreographien zu Pferd wird seit 1994 ausgetragen und ist in seiner 25. Auflage zu erleben. Fünf Reitvereine haben sich im Vorentscheid qualifiziert. Und da der Preetzer Reitverein in der Vergangenheit mehrfach den ersten Platz erreicht hat, wird der Tag mit Hochspannung erwartet.



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