„NO SELFIES” - versprochen!
Laboe (t). Das Laboer Freya-Frahm-Haus in der Strandstraße 15 lädt zur nächsten Ausstellung ein. „NO SELFIES” kann vom 15. bis 31. Juli besichtigt werden. Geöffnet ist mittwochs bis sonnabends von 13 bis 18 Uhr sowie sonntags von 11 bis 18 Uhr.
Andreas Grabinski und Kiera Bahl zeigen in ihrer ersten gemeinsamen Fotoausstellung eine ungewöhnliche Bandbreite fotografischer Ansichten im Kultur-Haus an der Strandpromenade. Auf den Etagen begegnen uns ungewohnte Sichtweisen in grafischem schwarz-weiß, großformatige Kompositionen mitten aus dem Leben, doch in ideenreicher Darstellung und teils gewagter Verfremdung und Verknappung. Daneben die Vielfalt der Farben sowohl in Harmonien als auch komplementär, doch niemals grell nur des Effektes wegen.
Und was diese Ausstellung so ungewöhnlich macht: beide Fotografen lassen sich thematisch nicht festlegen, nicht einengen: „Wer seine Umwelt und die Unmenge an Geschehnisse wahrnimmt, wer die Vielschichtigkeit des Lebens liebt, der wird auch seine Kamera auf alles richten, was als besonderer Augenblick bezeichnet werden kann, als besonderer Anblick. Diesen einen Augenblick festzuhalten und ihn immer wieder betrachten zu können, das macht den Reiz der Fotografie aus, und zwar über alle Sujets hinaus!“, so Andreas Grabinski, dessen Aufnahmen man seine Herkunft aus dem Schwarz-Weiß-Labor ansieht, und der sich erkennbar der Straßenfotografie verschrieben hat, wenn auch darüber hinaus.
Kiera Bahl: „Wenn ich das Haus mit der Kamera verlasse, dann verfolge ich keinen Plan. Ich suche weder die menschenleere Szene, noch lege ich es auf die Abbildung von Menschen in bestimmten Situationen an; tatsächlich lasse ich die Dinge auf mich zukommen, den Tag, den Abend, die Veranstaltung, den leeren Platz, das Museum. Ausgehend von der Schauspielfotografie waren es die Darsteller, also Personen und ihr Ausdruck, den ich einfangen wollte. Daneben jedoch Szenenbilder, die eine Geschichte zu erzählen vermochten. Um beim Titel zu bleiben: weder Selfies noch Makro, weder Stillleben noch Sport - das Leben selbst ist der Gegenstand.“
Dass beide nie ohne Kamera unterwegs sind, ist ihren Aufnahmen anzusehen. Und was der Augenblick nicht hergibt, das findet in der Bildbearbeitung, in der Herausarbeitung oder auch Verfremdung seine Umdeutung und Aufwertung, die das angestrebte Ziel erreicht: der Blick des Betrachters bleibt unwillkürlich hängen, wandert durch die Fotografie und geht in die Tiefe, gelenkt durch Komposition und, was heute selten geworden ist, durch Bildaussage und Inhalt. Das fand wohl auch die Jury der Landdrostei in Pinneberg, die jeweils eine Fotografie beider in der diesjährigen Siebten Regionalschau zeigte.
Wer also weder das Überladene sucht noch das befremdende Experiment, wer aber die Klassiker und die Fotografie in ihrer Ursprünglichkeit liebt, dem sei das Freya-Frahm-Haus empfohlen - Fotografie pur…
Andreas Grabinski, Jahrgang 1954 geboren in Kiel, fotografiert seit 40 Jahren analog, überwiegend schwarz-weiß. Die Laborarbeiten sind zwar in den Hintergrund getreten, doch bleibt der Negativ-Film häufiges Ausgangsmaterial, das zur Hervorhebung weiter gestaltet wird.
Werdegang: Fotografie und Laborarbeit im Selbststudium, Auftragsarbeiten zu Portrait- und Golf-Fotografie, heute überwiegend Streetfotografie in schwarz-weiß und Farbe sowie grafische Verfremdungen.
Kiera Bahl, Jahrgang 1966
Nach Studium und praktizierter Theaterpädagogik gründet sie 2006 die Schauspielagentur “Bahl for Actors” in Berlin.
Sie fotografiert langjährig Nachwuchsdarsteller für Film und Fernsehen. Erste Fotos in Publikationen folgen.
Ihr Interesse gilt zunehmend der Reise-, Architektur- und Straßenfotografie.
Sie beginnt, ihr fotografisches Auge zu schärfen, sucht den außergewöhnlichen Blickwinkel.
Eine ideale Mischung besteht für sie aus Auftragsfotografie und dem Einbringen eigener Vorstellungen.
Zittern in der Liga, Hoffnung im Pokal

Biikebrennen bei der Seebadeanstalt

Ereignisreicher Neujahrsempfang in Mönkeberg






Zurück
Nach oben












