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Zittern in der Liga, Hoffnung im Pokal

Enttäuschte Kieler nach der Fürth-Pleite.

Enttäuschte Kieler nach der Fürth-Pleite.

Bild: D. Freitag

Kreis Plön (dif). Die KSV Holstein hätte sich die Generalprobe für das Pokalspiel am heutigen Mittwoch (20. 45 Uhr, auch im Fee-TV) gegen den VfB Stuttgart sicherlich anders gewünscht als mit einem gellenden Pfeifkonzert nach dem Duell gegen Greuther Fürth vom Rasen geschickt zu werden. Doch die neunzig Minuten beim 1:2 (0:0) gegen das Ligaschlusslicht waren mehr als dürftig. Die Führung der Gäste konnte Joans Meffert kurzfristig ausgleichen, doch dreizehn Minuten vor dem Ende besiegelte ein Foulelfmeter die KSV-Pleite. Fazit hier: Ein schlimmer Auftritt, der den Kick bei Arminia Bielefeld eine Woche zuvor noch einmal unterbot. Nun sind es noch vier Pluspunkte, die man auf einen direkten Abstiegsplatz Luft hat. Warum Sportchef Olaf Rebbe, anders als die punktende Konkurrenz, im Winter immer noch nicht aktiv wurde, bleibt sein Geheimnis. Seine Verpflichtungen zünden bis dato kaum bis gar nicht. Die Lücke im Angriff ist für jeden Besucher sichtbar. Nun geht es gegen Hannover 96 am kommenden Sonntag (8. Februar, 13.30 Uhr), dann kommt der FC Schalke ins Holstein-Stadion. Hier von Pluspunkten zu reden ist nach dem Auftritt vom Sonntag realitätsfremd. Sollte die KSV diese beiden Duelle verlieren, ist der Zug in Liga drei bestiegen. Nach der Liga ist vor dem Pokal. Am heutigen Mittwoch geht es für die Sportvereinigung am heimischen Mühlenweg gegen Titelverteidiger VfB Stuttgart. Die Schwaben kommen in der Liga immer besser in Schwung und kratzen wieder an den Champions-League-Rängen. Spieler wie Torhüter Alexander Nübel, Mittelfeldmann Chris Führich oder Stürmer Deniz Undav haben ganz klar internationales Niveau und spielen nicht von ungefähr im Nationalteam von Trainer Julian Nagelsmann. Alle drei machen sich noch Hoffnungen auf dem Kaderzug für die WM im Sommer aufzuspringen. Da wäre ein gutes Pokalspiel beim Zweitligisten in Kiel genau richtig. Dies gilt es zu verhindern. Holstein muss versuchen, das Duell lange offen zu halten und sich vielleicht sogar ins Elfmeterschießen, wie gegen den HSV, zu retten. In der Bundesliga klappte es in der vergangenen Spielzeit schon ganz gut. Beim VfB gab es ein knappes 1:2, in Kiel spielt man 2:2. Allerdings kann man sich mit den in jüngster Vergangenheit gezeigten Leistungen kaum vorstellen, dass heute etwas möglich ist. Ein gutes Spiel könnte aber Selbstvertrauen für die schweren folgenden Wochen bringen. Zur Wahrheit gehört aber auch: Bei einer deftigen Niederlage brennt sechs Woche nach Heiligabend wieder der Baum an der Förde. Kurz noch einmal der Ausblick auf das nächste Spiel der 2. Bundesliga: Die KSV Holstein reist am 8. Februar zu Hannover 96. Die Niedersachsen stehen zwar mit in der Spitzengruppe, trotzdem hatten die Experten die Elf von Christian Titz noch weiter vorne erwartet. Aber natürlich bleibt es ein immens schwerer Gegner, der ab 13.30 Uhr auf die Störche zukommt. Hier muss aber trotzdem zumindest ein Zähler heim an die Förde gebracht werden. Wir tippen auf ein 1:1- Remis, nehmen aber einen Überraschungserfolg gerne mit. Im 2. Teil unserer kleinen Serie über die ehemaligen Spieler der KSV Holstein, nach dem Motto: „Wer war eigentlich...?“ treffen wir heute auf Manfred Jochimiak. Der langhaarige Außen kickte in seinen Anfangsjahren im Bremer Raum, hier bei OT und Eintracht, später dann bei Bremerhaven 93. Im Jahre 1977 ging es für ihn an die Förde zu Holstein Kiel, wo ihm ein Jahr später schon der Aufstieg in die 2. Bundesliga gelang. Dort schoss er in 85 Ligaspielen 23 Tore für die Elf vom Mühlenweg und avancierte schnell zum Publikumsliebling. Auch im DFB-Pokal hatte er bei sechs Einsätzen und vier Toren eine mehr als gute Bilanz vorzuweisen. Bis 1982 blieb er in Kiel und wechselte dann kilometermäßig eine Etage höher in den Norden zu Flensburg 08. Dort kehrte Jochimiak noch einmal zurück in die Landeshauptstadt und wurde in der Spielzeit 1983/84 Trainer beim damaligen SC Comet (heute SVE) Kiel. Weiter führte sein Weg nach Bramstedt, dort als Spielertrainer. Hier endete die Karriere als aktiver Fußballer. Später ging es nach Wentorf, zum TSV Russee, SW Elmschenhagen und zum TSV Altenholz. Die letzte Station seines sportlichen Wirkens hatte er 2000 als B-Jugendtrainer bei „seiner“ KSV Holstein. Gefährlich, fleißig, schnell und immer in Bewegung, das sind die Markenzeichen von Manfred „Joschi“ Jochimiak. 

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