Weltnichtrauchertag: Warum sich Aufhören lohnt
Am 31. Mai ist Weltnichtrauchertag. Seit 1987 macht dieser Aktionstag auf die gesundheitlichen Folgen des Rauchens aufmerksam. In Deutschland begleitet die Deutsche Krebshilfe den Tag seit vielen Jahren. In diesem Jahr rückt besonders der Konsum von E-Zigaretten in den Fokus, der vor allem bei Kindern und Jugendlichen zunimmt.
Rauchen gilt als der wichtigste vermeidbare Risikofaktor für Krebs. Nach Angaben der Deutschen Krebshilfe sterben in Deutschland jedes Jahr rund 131.000 Menschen an den Folgen des Tabakkonsums. Fast 90 Prozent aller Lungenkrebsfälle gehen auf das Rauchen zurück. Darüber hinaus steigt das Risiko für weitere Krebsarten, etwa im Mund- und Rachenraum, an Kehlkopf, Speiseröhre, Bauchspeicheldrüse oder Harnblase. Auch Passivrauchen ist gesundheitsschädlich und kann das Krebsrisiko erhöhen.
Zum diesjährigen Weltnichtrauchertag warnt die Deutsche Krebshilfe zudem vor E-Zigaretten. Süße Aromen, auffällige Designs und Werbung in sozialen Netzwerken machen sie besonders für junge Menschen attraktiv. Harmlos sind sie jedoch nicht: Im Dampf können Schadstoffe und krebserregende Substanzen enthalten sein. Das Nikotin kann zudem die Hirnentwicklung bei Jugendlichen beeinträchtigen. Nach Angaben der Krebshilfe steigt bei Nutzerinnen und Nutzern von E-Zigaretten außerdem die Wahrscheinlichkeit, später auf herkömmliche Tabakzigaretten umzusteigen.
Die gute Nachricht: Ein Rauchstopp wirkt sich schnell positiv auf die Gesundheit aus. Schon nach 20 Minuten normalisieren sich Puls und Blutdruck. Nach einigen Wochen verbessern sich Kreislauf und Lungenfunktion. Langfristig sinkt das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und verschiedene Krebsarten deutlich. Zehn Jahre nach dem Rauchstopp ist das Risiko, an Lungenkrebs zu sterben, nur noch etwa halb so hoch wie bei Menschen, die weiterrauchen.
Der Ausstieg fällt vielen schwer, weil Nikotin körperlich abhängig macht. Hilfe bieten ärztliche Beratung, Verhaltenstherapien, Gruppenangebote oder Nikotinersatzpräparate. Der Weltnichtrauchertag soll deshalb nicht nur informieren, sondern auch ermutigen: Jeder rauchfreie Tag ist ein Gewinn für die Gesundheit.
Tipps für den Rauchstopp
Gute Vorbereitung hilft: Wichtig ist, alle Zigaretten und Tabakprodukte kvorab onsequent aus dem Alltag zu entfernen, ob zu Hause, im Auto, am Arbeitsplatz oder aus Jacken, Taschen und Rucksäcken. Auch Aschenbecher und Feuerzeuge sollten verschwinden. Stattdessen können Blumen oder andere angenehme Dinge an die gewohnten Plätze gestellt werden.
Rauchverlangen gehört zum Aufhören dazu. Es verschwindet nicht sofort, hält aber meist nur kurze Zeit an. In solchen Momenten kann es helfen, sich bewusst abzulenken: den Ort wechseln, ein paar Schritte gehen, Wasser trinken, etwas lesen oder ein Gespräch beginnen.
Wichtig ist vor allem Geduld. Die Entwöhnung dauert oft mehrere Wochen. Wer Unterstützung braucht, sollte sich an einen Arzt wenden oder professionelle Hilfe in Anspruch nehmen.
Einen ausführlichen Flyer mit vielen Tipps für den Raucherstopp sowie weitere Infos finden sich unter www.krebshilfe.de (red/he)


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