Wie das Badezimmer zum persönlichen Lebenstraum wird
Das Badezimmer hat sich längst vom reinen Zweckraum zum wichtigen Teil des eigenen Zuhauses entwickelt. Komfort, Sicherheit, Energieeffizienz und eine Gestaltung, die zu den persönlichen Bedürfnissen passt, spielen bei der Planung eine immer größere Rolle. Gelegenheit, sich über aktuelle Möglichkeiten zu informieren, bietet am Samstag, 19. September, der bundesweite „Tag des Bades“.
Unter dem Motto „Mein gutes Bad“ öffnen zahlreiche Badstudios und Fachausstellungen ihre Türen. Besucher können sich dort über moderne Ausstattung informieren, Gestaltungsideen sammeln und sich von Fachleuten unverbindlich beraten lassen.
Denn die Planung eines neuen Badezimmers ist anspruchsvoll. Neben Fragen des Designs müssen technische Voraussetzungen, bauliche Gegebenheiten, Kosten, Energieverbrauch und vor allem die individuellen Bedürfnisse der Bewohner berücksichtigt werden. Was heute komfortabel ist, sollte möglichst auch in einigen Jahren noch den eigenen Anforderungen entsprechen.
Komfort und Sicherheit im Blick
Moderne Bäder bieten dafür zahlreiche Möglichkeiten. Dazu gehören beispielsweise bodengleiche Duschen, leicht bedienbare und energiesparende Armaturen, ergonomisch gestaltete Badewannen oder moderne Waschtische und Badmöbel. Auch eine gute Beleuchtung, ausreichend Stauraum, Handtuchheizkörper oder Fußbodenheizungen können den Komfort im Alltag erhöhen.
Eine wichtige Rolle spielt zudem die Barrierearmut. Ein Badezimmer, das sich an veränderte Lebensumstände anpassen lässt, kann dazu beitragen, dass Menschen auch im höheren Alter möglichst lange selbstständig in den eigenen vier Wänden leben können.
Dabei gibt es nicht die eine Lösung für alle. Das Badezimmer muss zu den Menschen passen, die es täglich nutzen. Familien haben andere Anforderungen als Singles, junge Menschen andere Bedürfnisse als Senioren. Auch Gewohnheiten, Tagesabläufe und persönliche Vorlieben sollten in die Planung einfließen.
Das Bad soll mit dem Leben mitwachsen
Ein gutes Baddesign berücksichtigt deshalb nicht nur aktuelle Trends. Entscheidend ist vielmehr, welche Funktionen das Bad erfüllen soll und wie es sich in die persönliche Lebensplanung einfügt. Bewegungsfreiheit, Komfort, Ruhe, Körperpflege und Erholung können dabei ebenso eine Rolle spielen wie Energieeffizienz und eine ansprechende Gestaltung.
„Das Bad ist kein Zimmer wie jedes andere – es ist der einzige Raum, den wir wirklich für uns allein haben, und damit im besten Fall ein Stück Lebensqualität“, sagt Jens J. Wischmann, Geschäftsführer der Vereinigung Deutsche Sanitärwirtschaft (VDS).
Gerade angesichts steigender Anforderungen an Energieeffizienz und der demografischen Entwicklung gewinnt die Modernisierung älterer Badezimmer an Bedeutung. Der „Tag des Bades“ soll deshalb nicht nur aktuelle Trends zeigen, sondern auch dazu anregen, sich frühzeitig mit einer möglichen Renovierung oder einem Neubau auseinanderzusetzen.
Fachleute geben Orientierung
Der Aktionstag wird von der VDS, dem Dachverband der deutschen Sanitärwirtschaft, gemeinsam mit Partnern aus Industrie, Handel und Handwerk veranstaltet. Bundesweit beteiligen sich zahlreiche Fachbetriebe und Ausstellungen.
Wer über ein neues Badezimmer nachdenkt, kann den Aktionstag nutzen, um sich zunächst einen Überblick zu verschaffen: Welche Möglichkeiten gibt es? Was passt zum eigenen Zuhause? Welche Lösungen sind langfristig sinnvoll – und mit welchem finanziellen Aufwand muss gerechnet werden?
Der Besuch der Ausstellungen ist dabei zunächst als unverbindliche Möglichkeit gedacht, sich inspirieren zu lassen und Fragen mit Fachleuten zu besprechen. (red)



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