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Die Kultur hat ein Zuhause in Ahrensbök

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Ahrensbök (aj). Der vergangene Donnerstag war ein guter Tag für Ahrensbök: Vom neuen Gerät auf dem Spielplatz auf der Schlosswiese hörte man fröhliches Kinderlachen, im Rathaus hatten Bürgermeister Andreas Zimmermann und der Vorsitzende des Kulturkreises, Wolf-Dieter Klitzing Gutes zu vermelden: „Der Vertrag zwischen der Gemeinde und dem Kulturkreis ist modifiziert worden und wird heute mit unser beider Unterschriften ratifiziert“, erklärte der Verwaltungschef im Sitzungsraum. Die Unterzeichnung des Vertrages ist weit mehr als ein bloßer Verwaltungsakt, der den Ehrenamtlichen die Nutzung des Bürgerhauses ermöglicht. Es geht dabei auch um ein ausdrückliches Bekenntnis zur Unterstützung kulturellen Lebens und um ein Zeichen der Hoffnung darauf, dass die vielfältigen Angebote wieder aufleben werden, sobald es die Corona-Lage zulässt: „Die Politik steht hinter dem Bürgerhaus und Ahrensbök wartet auf den Kulturkreis“, versicherte Bürgermeister Andreas Zimmermann. Im 1995 gegründeten Verein freut man sich über diese solide Basis für das ehrenamtliche Engagement in Sachen Kultur: „Der Vertrag gibt uns Sicherheit und wir planen. Sobald es möglich ist, wird es wieder Veranstaltungen geben“, betonte der Vorsitzende Wolf-Dieter Klitzing. Die Mischung aus Vorträgen, Comedy, Konzert und Tanz begeistert ein Publikum weit über Ahrensbök hinaus: „Unsere Besucher*innen kommen aus der Gemeinde, aber auch aus Plön, Lübeck, Neustadt oder Cismar“, berichtete Christine Gohlke. Attraktiv sind dabei nicht nur die Eintrittspreise - der Kulturverein holt namhafte Künstler*innen zu vergleichsweise günstigen Preisen ins Bürgerhaus - sondern auch die Atmosphäre im schönen Saal: „Die Akustik wird viel gelobt und das Publikum genießt das Ambiente“, schilderten die Aktiven vom Kulturkreis. Künstler*innen, die zum ersten Mal kommen, sind nicht selten erstaunt über die Qualität, die sie hinter den roten Backsteinmauern erwartet. Der Kulturkreis sorgt dafür, dass der Standard kontinuierlich gehalten wird. Nächste Maßnahme wird die Erneuerung der Beschallungstechnik sein, das Geld dafür ist bereits angespart. Über diese Ausstattung freuen sich auch Mietende, die den Saal gern für Feiern oder Tagungen nutzen.
Für viele Gäste ist ein Abend im barrierefreien Bürgerhaus mehr als ein kulturelles Highlight: „Viele treffen hier Bekannte, nutzen die Gelegenheit für einen Plausch“, hat Andreas Zimmermann beobachtet. Der Bürgermeister selbst nennt das Ernst und Elly Prüß-Haus die „Gute Stube“ der Gemeinde. Aktuell sind 35 Kulturkreis-Mitglieder aktiv, damit in dieser guten Stube Niederdeutsches und Dia-Vorträge, Poetry-Slam und Theater stattfinden können: „Verstärkung ist uns natürlich immer willkommen“, merkte Wolf-Dieter Klitzing an. Und das ist durchaus wörtlich zu nehmen, denn zur Arbeit des Vereins gehört auch echte Muskelkraft: „Wir stellen Stühle und Tische auf und wenn abends gefeiert wird, muss am nächsten Tag natürlich aufgeräumt werden“, erzählten die beiden Vorsitzenden, denen man deutlich anmerkte, dass sie darauf brennen, wieder loszulegen. Im Sommer möchte man eine 25 Jahre -Feier ausrichten, nachdem das eigentliche Jubiläum in 2020 nicht zelebriert werden konnte. Und noch eine Einladung wurde anlässlich der Vertragsunterzeichnung ausgesprochen: Es war Bürgermeister Andreas Zimmermann, der einen Hinweis auf die politische Gremienarbeit einstreute, die auch im Bürgerhaus stattfindet: „Leute, kommt und informiert Euch“, so sein Appell für eine Teilnahme an den Sitzungen von Ausschüssen und Gemeindevertretung. Denn auch das ist Teil einer der Kultur - und die hat in Ahrensbök eine festes Dach über dem Kopf.


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