

Eutin (t). Wenige Tage vor dem Start der Handball-Europameisterschaft der „Großen“ in Dänemark, Schweden und Norwegen trugen die männlichen E-Jugenden im Handballverband Schleswig-Holstein (HVSH) am 11. Januar eigene Mini-EM-Wettbewerbe aus. Als Ausrichter fungierte dabei neben der HSG Fockbek/Nübbel/Alt Duvenstedt auch der HSC Rosenstadt Eutin, der in der Hans-Heinrich-Sievert-Halle und der Sporthalle Blaue Lehmkuhle Mannschaften aus dem ganzen Landesgebiet empfangen durfte.
Das Teilnehmerfeld reichte dabei von Nordfriesland (HSG SZ OWW/Schweden) und Schleswig-Flensburg (HSG Schleswig/Island) bis hin zu Vereinen aus der Nachbarschaft wie dem ATSV Stockelsdorf, der Ungarn vertrat. Nach der zentralen Eröffnung am Morgen in der Sieverthalle durch Bürgermeister Sven Radestock wurden zunächst die Vorrunden in beiden Hallen ausgetragen, ehe am Nachmittag die Finalrunde wiederum in der Sieverthalle stattfand.
Die Organisation erwies sich als nicht ganz einfache Aufgabe, musste man doch aufgrund der witterungsbedingten Ausfälle zweier Mannschaften aus dem Westküsten-Gebiet einige Planungen kurzfristig am Sonnabend noch anpassen. Ein aus mehr als vierzig Spielern und Eltern der verschiedenen HSC-Mannschaften bestehendes Helferteam gewährte jedoch einen reibungslosen Ablauf am Turniertag und kümmerte sich um sämtliche Belange sowohl der 180 teilnehmenden E-Jugendlichen als auch der in beiden Hallen insgesamt bis zu 330 Zuschauer, die die Spiele verfolgten. In der Sieverthalle wurde zudem mit einer Tombola sowie musikalischer Unterhaltung durch das Team von DJ Funky ein umfangreiches Rahmenprogramm geboten, das sowohl bei den Teilnehmern als auch auf der vollbesetzten Tribüne für tolle Stimmung sorgte. Besondere Gänsehautmomente gab es, als sich vor Halbfinale und Finale alle erhoben und das Schleswig-Holstein-Lied erklang.
Sportlich entwickelte sich die Finalrunde zu einer äußerst spannenden Angelegenheit: Bereits im Halbfinale zwischen Ungarn und Spanien (MTV Lübeck) musste das Penalty-Werfen entscheiden, und auch das Endspiel, in dem sich mit Kroatien (TSV Kronshagen) und Ungarn (ATSV Stockelsdorf) zwei der stärksten Mannschaften Schleswig-Holsteins gegenüberstanden, entschieden die Kroaten erst spät durch einen Treffer in der vorletzten Spielsekunde für sich.
Passend dazu ging schließlich auch ein Hauptpreis der Tombola (Teilnahme an der HSC-Syltfreizeit) an einen Kronshagener Spieler, der sich somit gleich in doppelter Hinsicht freuen durfte. Die Eutiner E-Jugendhandballer, die für Österreich spielten, erwiesen sich indessen als gute Gastgeber. Nach einer knappen Niederlage gegen den MTV Lübeck verloren die in der aktuellen Spielzeit noch ungeschlagenen Rosenstädter überraschend gegen den Ligakonkurrenten aus Preetz und verpassten somit das Halbfinale.
Viel Spannung gab es auch in Fockbek: Mit der HSG Mönkeberg-Schönkirchen stand hier ein weiterer Staffelkonkurrent der HSC-Handballer im Finale und unterlag erst im Penalty-Werfen dem SV Tungendorf Neumünster.


